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Maroder Immobilienfinanzierer Freddie Mac braucht sechs Milliarden Dollar

Zentrale von Freddie Mac in Virginia: Weitere Hilfen beantragtZur Großansicht
Reuters

Zentrale von Freddie Mac in Virginia: Weitere Hilfen beantragt

Schlechte Nachrichten für die US-Regierung: Der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac braucht erneut Geld vom Staat. Das Unternehmen will sechs Milliarden Dollar - so hoch war auch der Verlust im dritten Quartal.

Washington - Der Hypothekenriese Freddie Mac wird für die US-Steuerzahler zum Fass ohne Boden. Der von der US-Regierung gerettete Konzern braucht weitere sechs Milliarden Dollar Hilfe. Auf diese Summe beläuft sich auch der Verlust für das dritte Quartal, wie Freddie Mac am Donnerstag mitteilte. Anschließend suchte der mittlerweile vom Staat kontrollierte Konzern um Unterstützung an.

Im vergangenen Jahr hatte Freddie Mac noch 4,1 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Die US-Regierung rettet Freddie Mac und das Schwesterunternehmen Fannie Mae im September 2008 nach massiven Verlusten durch riskante Hypothekengeschäfte. Bisher haben die amerikanischen Steuerzahler 169 Milliarden Dollar für die Rettung der beiden Unternehmen ausgegeben.

US-Konjunkturdaten fallen verhalten aus

Auch die Konjunkturdaten aus den USA lassen keine Euphorie aufkommen. Auf dem kriselnden Arbeitsmarkt deutete sich zwar eine leichte Entspannung an, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel erstmals seit fünf Wochen unter die Schwelle von 400.000. Sie blieb damit jedoch weiter auf einem Niveau, das einen deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit unmöglich macht.

Das Wachstum der Dienstleister schwächte sich im Oktober auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten ab. "Die Daten aus der Industrie und aus dem Service-Sektor zeigen, dass die Wirtschaft noch immer nur kriechend vorankommt", sagte ein Volkswirt. "Für die meisten Amerikaner macht es keinen Unterschied, ob die Wirtschaft nur langsam vorankommt oder in einer Rezession steckt. Dieses Wachstum wird die Firmen nicht zu Neueinstellungen animieren."

Die Auftragslage der US-Industrie lieferte immerhin einen Lichtblick: Die Bestellungen nahmen im September im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent zu und fiel auch im August etwas besser aus als bislang angenommen. Gleichzeitig steigerte die US-Wirtschaft ihre Produktivität im dritten Quartal überraschend deutlich. Die Produktion je Arbeitsstunde nahm auf die Jahresrate hochgerechnet zum Vorquartal um 3,1 Prozent zu. Dies signalisiert eine abnehmende Inflationsgefahr und könnte der Notenbank ein Argument liefern, mehr für die Wirtschaft zu tun.

mmq/dapd/Reuters

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insgesamt 7 Beiträge
libertarian 03.11.2011
Aeh, Freddie Mac IST der Staat. Das ist ja das Problem. Das ganze ist ja kein "Hypothekenfinanzierer" sonder die staatlich verordnete Hypothekenauslagerungsstelle, die dafuer zustaending ist, dass es de facto in [...]
Zitat von sysopSchlechte Nachrichten für die US-Regierung: Der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac braucht erneut Geld vom Staat. Das Unternehmen will sechs Milliarden Dollar - so hoch war auch der Verlust im dritten Quartal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,795768,00.html
Aeh, Freddie Mac IST der Staat. Das ist ja das Problem. Das ganze ist ja kein "Hypothekenfinanzierer" sonder die staatlich verordnete Hypothekenauslagerungsstelle, die dafuer zustaending ist, dass es de facto in Amerika keine privaten Hypothekenfinanzierer mehr gibt, sondern im Grunde nur noch Vermittlungsfirmen, die per Gesetz dazu gezwungen sind, eine bestimmte Quote an faulen Krediten zu vermitteln und dann auf den Steuerzahler abzuschieben. An genau dieser Stelle liegt der Ursprung der sog. Finanzkrise. Darueber meochten aber kaum Leute reden. Barnie Frank und Konsorten haette man lange schon vor Gericht stellen muessen, wobei sich die politische Gegenseite lange Jahre in der Frage auch nicht mit Ruhm bekleckert hat.
rsi 03.11.2011
Ach, so geht das hier die ganze Zeit. Gern wird ignoriert, dass es genau die von Politikern gesteuerten Banken sind, die dem Steuerzahler die Kosten verursachen. Genau in solchen Fällen benutzt der SPON gern da Wort [...]
Zitat von libertarianAeh, Freddie Mac IST der Staat. Das ist ja das Problem. Das ganze ist ja kein "Hypothekenfinanzierer" sonder die staatlich verordnete Hypothekenauslagerungsstelle, die dafuer zustaending ist, dass es de facto in Amerika ...
Ach, so geht das hier die ganze Zeit. Gern wird ignoriert, dass es genau die von Politikern gesteuerten Banken sind, die dem Steuerzahler die Kosten verursachen. Genau in solchen Fällen benutzt der SPON gern da Wort "Konzern", was sonst für Behörden, staatliche Institutionen und öffentliche Einrichtungen eine eher untypische Bezeichnung ist.
RaMaDa 03.11.2011
Komisch, hat nicht gerade erst Obama Europa aufgefordert, seine Finanzkrise in den Griff zu bekommen? Der Vogel soll ganz schnell in seinen Super-Jumbo steigen und vor der eigenen Haustüre kehren. Da gibt es wahrhaftig genug zu [...]
Komisch, hat nicht gerade erst Obama Europa aufgefordert, seine Finanzkrise in den Griff zu bekommen? Der Vogel soll ganz schnell in seinen Super-Jumbo steigen und vor der eigenen Haustüre kehren. Da gibt es wahrhaftig genug zu tun.
Das war schon lange absehrbar. Nur verpasst die USA die eigenen Probleme, indem man sich gegen Europa aufspielt und mit China immer wieder einen neuen Währungskrieg führt. Ich persönlich bin der Ansicht, man sollte IMMER damit [...]
Das war schon lange absehrbar. Nur verpasst die USA die eigenen Probleme, indem man sich gegen Europa aufspielt und mit China immer wieder einen neuen Währungskrieg führt. Ich persönlich bin der Ansicht, man sollte IMMER damit anfangen, vor seiner eigenen Haustür zu kehren. Und dann man DANN noch genügend Energie, dann kann man ja anderen beim Saubermachen helfen!
libertarian 03.11.2011
Danke. Genau so ist es. Aber keine (staatlich verursachte) Krise ist ungeeignet, dem Staat mehr Macht zuzuschieben. Die Geschichte von Fannie Mae und Freddie Mac passt das als hervorragendes Beispiel. Das war naemlich damals in [...]
Zitat von rsiAch, so geht das hier die ganze Zeit. Gern wird ignoriert, dass es genau die von Politikern gesteuerten Banken sind, die dem Steuerzahler die Kosten verursachen. Genau in solchen Fällen benutzt der SPON gern da Wort "Konzern", was sonst für Behörden, staatliche Institutionen und öffentliche Einrichtungen eine eher untypische Bezeichnung ist.
Danke. Genau so ist es. Aber keine (staatlich verursachte) Krise ist ungeeignet, dem Staat mehr Macht zuzuschieben. Die Geschichte von Fannie Mae und Freddie Mac passt das als hervorragendes Beispiel. Das war naemlich damals in den 30ern diese Konstruktion, die Rosevelt erzwungen hat, um damit so eine Art sozialen Wohnungsbau einzufuehren. Und wer was von solchen Ideen haelt, wird jetzt wieder auf die hohe Immobilienbesitzrate der Amerikaner hinweisen und das ganze als Erfolgsstory verkaufen. Dabei gibt es aber ein paar gigantische Probleme bei dieser Sicht- und Herangehensweise. Und das gilt auch fuer die anderen "Errungenschaften" des New Deal: das sind heute die teuersten Muehlsteine um den Hals der amerikanischen Buerger und Steuerzahler; staatliche Krankenversicherungen, Rentenversicherungen, Pensionskassen fuer den oeffentlichen Dienst (und die Gewerkschaften, die in dem Bereich voellig untragbare Forderungen erpresst haben), die Bindung von privaten Krankenversicherungen an den Arbeitgeber und eben die erzwungene Immobilienkreditvergabe an Leute, die diese nicht bedienen koennen, aber auch nicht pleite gehen koennen. All das ist das Ergebnis solcher staatlicher Aufsicht, wo es nicht um Ergebnisse geht, sondern um gute Absichten. Und brennt mal wieder was an, ist eben der "Kapitalismus" schuld, der mit diesen ganzen Behoerden und "Beteiligungsgesellschaften" sowenig am Hut wie die Muellentsorgungs"firmen" der kommunalen Betreiber"gesellschaften (inklusive der politischen Kungleleien in den Hinterzimmern). Aber sollen die Leute ruhig weiter glauben, was sie da taeglich lesen oder was ihnen irgendwelche Trustfund-kinder mit Rastalocken beim Zelten erzaehlen (wenn sie nicht gerade mit Papa zum Golfwochenende auf Martha's Vineyard sind).
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Fläche: 9.632.000 km²

Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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