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Schäuble gegen Dobrindt: Alternatives Konzept sieht Maut für alle Autofahrer vor

Finanzminister Schäuble positioniert sich gegen Verkehrsminister Dobrindt. Nach SPIEGEL-Informationen plant er eine Alternative zum umstrittenen Maut-Konzept. Er will nicht nur Ausländer, sondern alle Nutzer deutscher Autobahnen belasten.

Finanzminister Schäuble (Archivbild): Private Investoren am Straßenbau beteiligen Zur Großansicht
AFP

Finanzminister Schäuble (Archivbild): Private Investoren am Straßenbau beteiligen

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht auf Konfrontationskurs zu seinem Kabinettskollegen, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Nach SPIEGEL-Informationen lässt Schäuble in seinem Ministerium derzeit ein Alternativkonzept zu Dobrindts Mautplänen erarbeiten.

Schäuble denkt daran, nicht nur Ausländer, sondern alle Nutzer deutscher Autobahnen zu belasten. Da dies im Koalitionsvertrag ausgeschlossen ist, beziehen sich Schäubles Überlegungen auf die nächste Legislaturperiode.

Der Finanzminister will private Investoren dazu bewegen, sich bei Bau und Betrieb von Straßen im Rahmen von sogenannten Public-Private-Partnerships stärker als bislang zu engagieren. So hofft Schäuble, Milliarden an Investitionen für die Infrastruktur zu mobilisieren, die dem Staat bislang fehlen.

Im Gegenzug für ihre Investitionen erhielten die Privatunternehmen die Mauteinnahmen über einen bestimmten Zeitraum. Bereits bei den anstehenden Gesprächen über die Reform der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern will Schäuble seine Idee einbringen.

Schäuble geht davon aus, dass die umstrittenen Mautpläne Dobrindts damit obsolet wären. CSU-Chef Horst Seehofer rief die CDU wegen der anhaltenden Kritik an den Mautplänen zur Ordnung. "Die CSU hat sich bei vielen Dingen, die für sie schwierig waren, koalitionstreu verhalten", sagte Seehofer dem SPIEGEL. "Ich erwarte jetzt, dass die CDU-Spitze sich genauso verhält."

Zu Beginn der Woche hatte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Partei zur Ruhe gemahnt. Sie forderte die Kritiker aus den eigenen Reihen auf, das Konzept von Verkehrsminister Dobrindt nicht weiter öffentlich zu zerreden.

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insgesamt 444 Beiträge
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1.
martsen 30.08.2014
Eine Nachricht, welche eigentlich nur eine Frage der Zeit war. Naja, zum Glück fahre ich ja nur mindestens 1000 km in der Woche. Da macht das bisschen Maut auch nicht mehr viel aus.
2. Und wieder wird abgezockt
ketzerei 30.08.2014
und nach etwas Theaterdonner kommt die Variante zum Tragen, welche die Einnahmen der oeffentlichen Hand maximiert. Wehr Dich, Michel!!
3. Der nächste Blödsinn
whitemouse 30.08.2014
Public-Private-Partnerships ? Die sind der grösste Blödsinn überhaupt. Sie kosten im Endeffekt mehr als eine Kreditaufnahme des Staates. Dobrindts Maut-Konzept ist Unsinn, weil es europarechtswidrig ist. Wenn die Kfz.-Steuer schlicht gestrichen wird, ist eine Maut natürlich unproblematisch, wobei es sicher sinnvoll wäre, Nachbarländer, die dazu bereit sind, in das Vignettensystem mit einzubeziehen.
4. Bingo !!!
brendan33 30.08.2014
War ja nur eine Frage der Zeit.
5.
Social_Distortion 30.08.2014
Man kann vermutlich zu 100 % davon ausgehen, dass das eingenommene Geld wieder irgendwo im Banken- oder einem anderweitigen Rettungsorkus verschwindet. Was für ein Politiker-Pack.
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