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Merkel bei Li Keqiang: China bestellt Airbusse im Wert von 17 Milliarden US-Dollar

Angela Merkel und Li Keqiang in Peking: "Vertrauen in die chinesische Wirtschaft" Zur Großansicht
AFP

Angela Merkel und Li Keqiang in Peking: "Vertrauen in die chinesische Wirtschaft"

Beim Besuch von Kanzlerin Merkel in China wurden weitreichende Wirtschaftsabkommen unterzeichnet - in zweistelliger Milliardenhöhe. Allein Airbus vereinbarte die Lieferung von insgesamt 130 Flugzeugen.

"Es ist einer der größten Aufträge, die China je abgeschlossen hat." - Mit diesen Worten hat ein Vertreter von Airbus den jüngsten Auftrag kommentiert: Demnach vereinbarte das Unternehmen die Lieferung von insgesamt 130 Flugzeugen mit einem Listenpreis von 17 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 15,5 Milliarden Euro. Es gehe um 100 Maschinen vom Typ A320 und 30 weitere vom Typ A330.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist derzeit zu einem zweitägigen Besuch in China, sie wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet - darunter auch der neue VW-Chef Matthias Müller. Deutschland ist der größte Handelspartner Chinas in Europa. Ein knappes Drittel aller Handelsströme Chinas mit der EU entfallen auf Deutschland. Umgekehrt ist das Reich der Mitte der wichtigste deutsche Handelspartner in Asien und der drittgrößte weltweit.

Zu den weiteren Vereinbarungen vom Donnerstag gehört unter anderem auch eine strategische Kooperation zwischen dem deutschen Maschinenbau-Unternehmen Voith und der chinesischen Drei-Schluchten-Gesellschaft, die den Staudamm am Jangtse-Strom gebaut hat.

"Vertrauen in die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft"

Die Abkommen wurden in Gegenwart von Merkel und Regierungschef Li Keqiang unterzeichnet. Der Umfang ist überraschend groß, da bei der Reise ursprünglich keine größeren Wirtschaftsvereinbarungen erwartet worden waren. Bei einer Pressekonferenz sagte Merkel, sie habe Vertrauen in die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft.

Am Nachmittag wird Merkel vor dem Bergedorfer Gesprächskreis der Körber-Stiftung auftreten, zudem ist ein Gespräch mit dem Vorsitzendem des Nationalen Volkskongresses, Zhang Dejiang, geplant. Am Abend wird die Kanzlerin dann von Präsident Xi Jinping zu einem Gespräch und Abendessen empfangen.

Bei der Reise geht es auch um die Umsetzung der Vereinbarungen, die bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen im Oktober 2014 in Berlin getroffen wurden. Es ist Merkels achter Besuch in der Volksrepublik seit ihrem Amtsantritt.

aar/dpa/AFP/Reuters

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insgesamt 33 Beiträge
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1. Das ist der wahre Grund des Besuchs
exbb 29.10.2015
Merkel als Lakai der Wirtschaft. Die Menschenrechte spielen dabei überhaupt keine Rolle.
2. Airbus ist doch....
freizeitverkaeufer 29.10.2015
...fest in französischer Hand. Die Chinesen müssen da etwas verwechselt haben.
3. Im Einholen von Aufträgen ist Airbus Spitze...
rexsayer 29.10.2015
aber bei den Auslieferungen hapert es. Warum? Airbus kommt mit der Fertigung nicht nach. Da sollte Merkel den Managern einmal auf die Finger klopfen.
4. Schön für Airbus aber
rmuekno 29.10.2015
was hat Mutti schon wieder in China zu suchen während zu Hause die Hütte brennt. "Liebe Verfolgte und Hungernde dieser Erde kommt zu uns, denn wir schaffen das" und dann nichts wie weg nach China oder Brüssel oder Sondergipfel hie und da. Dass solche Verträge schon lange vorbereitet sind sollte doch jedem klar sein. Abgeschlossen wird dann von den Bossen beim Kanzlerbesuch und Mutti hat wieder positive Presse, die sie nach Ihren vernichtenden Flüchtlingspolitik braucht. A propos Flüchtlingspolitik ist ja bei Mutti eigentlich nicht vorhanden, "ihr Kinderlein kommet nach D, wir kümmern uns um euch" mehr ist da ja nicht. Dem deutschen Volk dienen und es zu fördern sieht anders aus. Es wird noch böse enden.
5. wer ist der Käufer
schweizerbesserwisser 29.10.2015
dieser Flugzeuge? Der chinesische Staat (Staatsunternehmen = "China") oder private chinesische Unternehmen? Bin mir bewusst, dass die Abgrenzung teilweise fliessend ist, aber bitte präzisieren falls möglich
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Fläche: 9.572.900 km²

Bevölkerung: 1367,820 Mio.

Hauptstadt: Peking

Staatsoberhaupt: Xi Jinping

Regierungschef: Li Keqiang

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