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Merkels Hochtief-Kehrtwende: Regierung schont deutsche Großbanken

Die Umkehr der Kanzlerin in der Hochtief-Übernahmeschlacht hatte womöglich handfeste ökonomische Gründe. Nach SPIEGEL-Informationen entschied sich Angela Merkel offenbar gegen ein Einschreiten, weil dies Probleme für heimische Großbanken verursacht hätte - darunter die Deutsche Bank.

Banker Ackermann, Kanzlerin Merkel (2006): Rücksicht auf die Finanzindustrie? Zur Großansicht
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Banker Ackermann, Kanzlerin Merkel (2006): Rücksicht auf die Finanzindustrie?

Hamburg - Mitte Oktober signalisierte Angela Merkel dem Baukonzern Hochtief ihre Hilfe in der Übernahmeschlacht mit dem spanischen Rivalen ACS. Doch wenige Tage später war davon plötzlich keine Rede mehr. Nach SPIEGEL-Informationen könnte das handfeste ökonomische Gründe haben: Demnach hat die Kanzlerin offenbar davon abgesehen, das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz zu ändern, weil dies der deutschen Wirtschaft insgesamt geschadet hätte.

Denn eine Änderung des Gesetzes hätte zwar Hochtief geholfen, aber weitreichende Folgen für einige deutsche Großbanken gehabt. So könnte die Erweiterung des Gesetzes um die Einführung zusätzlicher Pflichtangebote an die Aktionäre jenseits der 30-Prozent-Hürde dazu führen, dass sowohl die laufende Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank Chart zeigen als auch die Übernahme des Autozulieferers Continental Chart zeigen durch die Schaeffler Gruppe gefährdet seien.

Die Deutsche Bank hat sich verpflichtet, Anfang 2012 zu ihren bereits gehaltenen 30 Prozent an der Postbank Chart zeigen einen weiteren Anteil in Höhe von rund 27 Prozent zu kaufen. Der mit der Post vereinbarte Preis liegt bei 45 Euro - und damit deutlich höher als der derzeitige Postbankkurs. Ein Pflichtangebot an die Aktionäre etwa beim Überschreiten der 40-Prozent-Marke könnte die Bank damit Milliarden kosten.

Ähnliches gilt auch für die Schaeffler Gruppe: Zwar hält das Unternehmen bereits rund 42 Prozent an Conti. Weitere 33 Prozent jedoch sind derzeit bei Banken geparkt - und würden bei einer Überschreibung möglicherweise die Pflicht zu einem teuren Übernahmeangebot an die restlichen Aktionäre auslösen.

Nach Ansicht von Hochtief-Aufsichtsräten könnte das auch der wahre Grund sein, warum die Bundesregierung das Übernahmegesetz nicht schnell ändert. In beiden Fällen wären die Leidtragenden nicht nur wichtige Geldinstitute wie die Deutsche Bank und die Commerzbank Chart zeigen als Hausbank von Schaeffler. Beim Verkauf der Postbank wäre der Bund als ein Anteilseigner der Post möglicherweise sogar direkt von einer Gesetzesänderung betroffen.

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1. ...
mbberlin, 29.10.2010
Zitat von sysopDie Umkehr*der Kanzlerin in der Hochtief-Übernahmeschlacht hatte womöglich handfeste ökonomische Gründe. Nach SPIEGEL-Informationen entschied sich Angela Merkel offenbar*gegen ein Einschreiten, weil dies Probleme für heimische Großbanken verursacht hätte - darunter die Deutsche Bank. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725903,00.html
Ach was? Ehrlich?
2. Regierung schont deutsche Großbanken
rumpel84 29.10.2010
der einzige Punkt in Frau Merkels Politik, den sie konsequent durchzieht.
3. aw
kdshp 29.10.2010
Zitat von sysopDie Umkehr*der Kanzlerin in der Hochtief-Übernahmeschlacht hatte womöglich handfeste ökonomische Gründe. Nach SPIEGEL-Informationen entschied sich Angela Merkel offenbar*gegen ein Einschreiten, weil dies Probleme für heimische Großbanken verursacht hätte - darunter die Deutsche Bank. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725903,00.html
OH, hat herr ackermann schon wieder geburtstag?
4. Neues Sprichwort
genugistgenug 29.10.2010
Zitat von sysopDie Umkehr*der Kanzlerin in der Hochtief-Übernahmeschlacht hatte womöglich handfeste ökonomische Gründe. Nach SPIEGEL-Informationen entschied sich Angela Merkel offenbar*gegen ein Einschreiten, weil dies Probleme für heimische Großbanken verursacht hätte - darunter die Deutsche Bank. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725903,00.html
Wie heißt es in diesen Kreisen: *Wessen Kaviar ich fress, dessen Lied ich sing.*
5. Gegen das Vergessen...
unpolit 29.10.2010
... wäre es gut, wenn sich die Bürger solche Meldungen ausrucken und in eine Mappe legen würden. Die sollte man dann am Vortag der BT-Wahlen hernehmen, und dann eine Entscheidung treffen. Aber keine Angst, Arbeitsplätze sind nicht egal, jedenfalls nicht die von Atomkraftwerks-Mitarbeitern. Oder Bankern. Und auf dem Bau schaffen eh nur Ausländer. Oder?
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