San Jose - Ist der Aufschwung im Geschäft mit Informationstechnik schon wieder vorbei? Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco, der angesichts seiner breiten Aufstellung als Barometer der IT-Branche gilt, hat die Anleger mit einem zurückhaltenden Ausblick geschockt.
Die Cisco-Aktie fiel im frühen New Yorker Handel um bis zu 16 Prozent und zog andere Tech-Schwergewichte wie IBM
oder Intel
mit in die Tiefe. Auch in Deutschland verlor der TecDax mehr als zwei Prozent an Wert.
Im laufenden zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011 rechnet Cisco mit einem Umsatzplus von drei bis fünf Prozent, im Gesamtjahr mit neun bis zwölf Prozent. Analysten hatten dagegen mit jeweils 13 Prozent Umsatzwachstum gerechnet. Konzernchef John Chambers sprach von einem "schwierigen wirtschaftlichen Umfeld".
Finanzexperten zeigten sich besorgt: "Das ist schlimmer als wir erwartet haben", sagte Simon Leopold, Analyst bei Morgan Keegan & Co. "Wir waren zwar alle nervös, aber das haben wir nicht geahnt."
Cisco stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Cisco-Technik steckt in den meisten Firmen-Netzwerken und sorgt dafür, dass das weltumspannende Internet läuft. Die Zahlen des Konzerns spiegeln damit die Investitionsbereitschaft in verschiedensten Industrien wider. In jüngster Zeit hatten sich bereits die Zeichen gemehrt, dass Firmen wieder etwas zögerlicher in neue IT investieren. Noch im Sommer hatte es einen regelrechten Boom gegeben.
ssu/dpa/Reuters
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