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Miese Daten: Steuer-CD belastet auch Unschuldige

Die vom Land Nordrhein-Westfalen angekaufte Steuerdaten-CD ist offenbar von zweifelhafter Qualität. Nach SPIEGEL-Informationen klingelten die Steuerfahnder in mehreren Fällen bei Unschuldigen.

Hamburg - Die Steuerfahndung Münster hat offenbar Probleme mit der Qualität jener Kundendaten aus der Schweizer Privatbank Julius Bär, die vom Land Nordrhein-Westfalen für 1,4 Millionen Euro angekauft wurden. Nach SPIEGEL-Informationen klingelten die Steuerfahnder in mehreren Fällen bei Unschuldigen.

Davon betroffen war eine Lokalpolitikerin aus dem Düsseldorfer Raum, die 400.000 Schweizer Franken bei Julius Bär angelegt haben soll. Die Steuerfahnder machten ihr auch gleich die Rechnung auf: 50.000 Euro sollte sie sofort an die Staatskasse überweisen.

Die Politikerin, die inzwischen anwaltlich vertreten wird, beteuerte, weder sie noch jemand aus ihrer Familie hätten jemals Geld in der Schweiz angelegt. Seit Wochen bemüht sie sich um eine Bestätigung des Bankhauses.

Doch das tut sich schwer mit einer Bescheinigung. Begründung: Die Frau sei schließlich keine Kundin.

wal

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 28 Beiträge
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1. so nicht
CHANGE-WECHSEL 23.10.2010
Zitat von sysopDie vom Land Nordrhein-Westfalen angekaufte Steuerdaten-CD ist offenbar von zweifelhafter Qualität. Nach SPIEGEL-Informationen klingelten die Steuerfahnder in mehreren Fällen bei Unschuldigen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,724966,00.html
Nur weil die Steuerkriminellen eine neue Masche gefunden haben sich aus der Affäre zu schleichen, heißt dies noch lange nicht, dass die Daten mangelhaft seien oder es sich um Unschuldige handelt.
2. Das ist diesem Staat egal.
sic tacuisses 23.10.2010
Zitat von CHANGE-WECHSELNur weil die Steuerkriminellen eine neue Masche gefunden haben sich aus der Affäre zu schleichen, heißt dies noch lange nicht, dass die Daten mangelhaft seien oder es sich um Unschuldige handelt.
Wer Geld hat ist schuld. Automatisch. Sie sind ein feiner Zeitgenosse. Neid oder was ??
3. Die für die Datenhehlerei verantwortlichen Beamten
zzipfel 23.10.2010
des Finanzministeriums sollten aus dem Dienst entfernt und wegen Veruntreuung von Steuermitteln und Unterstützung krimineller Organisationen angeklagt werden. Zur Vereinfachung des Steuerrechts haben die keine Lust - immerhin scheint denen das (national-)sozialistische Steuerrecht des Kanzlers Hitler als dermaßen heilig, dass sie es lieber mit hunderttausenden Vorschriften ergänzen anstelle es verständlich und transparent neuzuformulieren. Offensichtlich haben wir zuviele Leute in den Finanzministerien - so dass die aus Langeweile überflüssige Landesbanken betreiben und dort Beamtenlotto spielen: Wer verdaddelt am schnellsten die meisten Steuermilliarden in den Landesbanken und der KfW. Und wenn das gegen die Langeweile noch nicht reicht, werden Straftaten begangen und Kriminelle zum Diebstahl oder Erfinden von Daten angestiftet und dafür weitere Millionen Steuermittel veruntreut. Gehts noch? Macht ne Steuerreform und das Steuerrecht transparent und verständlich und verschlankt die Finanzverwaltung und feuert diese kriminelle Beamte die für Veruntreuung von Millionen EUR an Diebe und Hunderte Milliarden EUR an Landesbanken und KfW verantwortlich sind.
4. ?????
n.holgerson 23.10.2010
Zitat von sic tacuissesWer Geld hat ist schuld. Automatisch. Sie sind ein feiner Zeitgenosse. Neid oder was ??
Ich habe das ursprüngliche Statment gelesen und ihre Antwort hierauf..... Ich kann zwischen diesen beiden überhaupt keinen Zusammenhang erkennen. "CHANGE-WECHSEL" hat mit keinem Wort Geld, Reich o.ä. erwähnt. Mit keiner Silbe wurde pauschal reiche Personen beschuldigt. Und aus nichts, kann man auf irgendwelche Neidgefühle schließen....
5. Richtig
plleus, 23.10.2010
Zitat von CHANGE-WECHSELNur weil die Steuerkriminellen eine neue Masche gefunden haben sich aus der Affäre zu schleichen, heißt dies noch lange nicht, dass die Daten mangelhaft seien oder es sich um Unschuldige handelt.
Richtig, und 'nachpruefbare Beweise' braucht man ja wirklich nicht. Letztlich hat die Behoerde ja genug Geld fuer die Daten ausgegeben.
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