New York - Vor zweieinhalb Jahren wurde Bernard Madoff wegen eines Milliardenbetrugs an zahlreichen Anlegern verurteilt - jetzt endlich erhalten die Geprellten einen Teils ihres Geldes zurück. Die ersten Schecks sollten am Mittwoch verschickt werden, teilte Madoff-Treuhänder Irving Picard mit.
Die anfängliche Zahlung summiere sich auf 312 Millionen Dollar. Das Geld gehe an 1230 Kunden. Viel ist ihnen nicht geblieben: Picard zufolge erhalten sie nur noch 4,6 Cent für jeden Dollar, den sie verloren. Die Aufgabe des Treuhänders ist es, für die Madoff-Opfer Entschädigungszahlungen einzutreiben. Er fordert mehr als 94 Milliarden Dollar und hat dazu bereits mehr als tausend Klagen eingereicht.
Schadensersatz verlangt er unter anderem von Madoffs wichtigster Bank JP Morgan Chase
. Diese hat den Vorwurf zurückgewiesen, an Madoffs Betrug mitschuldig zu sein.
Madoff wurde im Dezember 2008 verhaftet. Im März 2009 wurde der mittlerweile 73-Jährige zu einer 150-jährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte mit seinem Investmentfonds ein klassisches Schneeballsystem aufgebaut: Er zahlte seine Anleger nicht mit Fonds-Gewinnen aus, sondern mit den Geldern anderer Investoren. So lange, bis er pleite war und der Betrug aufflog.
ssu/Reuters
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