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100-Tage-Bilanz: Mindestlohn ist doch kein Jobkiller

Mindestlohn-Aktion des DGB (Archiv): Frage nach Minijobbern ungeklärt Zur Großansicht
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Mindestlohn-Aktion des DGB (Archiv): Frage nach Minijobbern ungeklärt

Der Mindestlohn vernichte Jobs und würge das Wachstum ab - diese Warnungen haben sich nicht bewahrheitet, sagt Deutschlands oberster Arbeitsmarktforscher Joachim Möller. Im SPIEGEL zieht er eine positive erste Bilanz.

Der gesetzliche Mindestlohn ist seit Januar in Kraft. Nun hat der Direktor des Instituts- für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, eine positive erste Bilanz gezogen. "Die ordnungspolitische Kernschmelze, die einige Ökonomen befürchtet haben, ist nicht eingetreten", sagte Möller dem SPIEGEL. "Noch nicht einmal ein berichtenswerter Störfall bei den normalen Beschäftigungsverhältnissen" sei erkennbar. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Keines der "Horrorszenarien" habe sich bislang bewahrheitet, "aber in einzelnen Fällen hat der Mindestlohn natürlich Auswirkungen", sagte Möller. So war im März bekannt geworden, dass die Zahl der 450-Euro-Kräfte über alle Branchen hinweg von Dezember 2014 auf Januar 2015 gesunken ist.

"Allerdings wissen wir aktuell noch nicht, was mit den Minijobbern passiert ist", sagt Möller. "Es ist denkbar, dass viele dieser geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse tatsächlich verloren gegangen sind." Es sei aber auch möglich, dass Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umgewandelt worden seien.

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insgesamt 180 Beiträge
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1. Panikmache durch Arbeitgeber
travis1904 04.04.2015
Die Theorien, dass der Mindestlohn Arbeitsplätze vernichtet, kam einzig und allein aus dem Kreis der Arbeitgeber, da dies für die bedeutet, dass sie etwas mehr an Gehalt zahlen müssen. So versucht man, das Volk für dumm zu verkaufen, statt ein Minimum an Lohn mehr zu zahlen. Hier sei angemerkt, dass der Mindestlohn im Endeffekt immer noch ein sehr geringes Einkommen für den Arbeitnehmer bedeutet. In Skandinavien gibt es das schon länger und hat sich mehr als bewährt. Hier sieht man einmal mehr: Was in anderen Ländern funktioniert, funktioniert seltsamerweise bei uns auch. Komisch, komisch...
2. Tatsächlich...
alias_=|||=_ 04.04.2015
Tatsächlich ging es den Gegnern des Mindestlohns doch nie um die Menschen die vielleicht ihren Job verlieren könnten. Denn die Menschen sind den doch sch...egal! Nein, es ging immer nur um die Gewinnmaximierung für die, die ohnehin schon mehr haben als es gut ist. -Gut für die Wirtschaft, der sie durch die Akkumulation letztlich das Kapital entziehen um es in Börsenblasen zu investieren. - Gut für die Demokratie, die sie durch ihren Lobbyismus und ihre unverholenen Drohungen unterhölen.
3. Schwachsinnige, manipulativen
M Ebele 04.04.2015
Niemand hat eine "Kerschmelze" erwartet. Aber es wurde erwartet, dass Jobs, für die in der Vergangenheit weniger als 8,50 bezahlt wurden, teilweise wegfallen. Und genau das ist passiert. Sagt selbst diese "Studie", aber das Ergebnis scheint den Autoren nicht ins politische Konzept zu passen.
4. Wahrsager und Experten
Kater Bolle 04.04.2015
Was haben die meisten unser Ökonomen, Wahrsager und Experten orakelt. Weltuntergang in Deutschland wg. Mindestlohn. Ihr könnt euch ja mal zumindest melden und für die falschen Prognosen entschuldige. Vielleicht mal testen wie es ist, ein Jahr mit Mindestlohn auszukommen. Mit der Erfahrung könnt ihr dann ja mal berichten, um wie viel zu hoch er ist. We bezahlt eigentlich unsere Experten oder sind das doch Lobbyisten?
5. niemand hat irgendwas umgewandelt
klausbaerbel 04.04.2015
Oder woher sollen die meist kleinen Unternehmen ploetzlich Geld gezaubert haben fuer die Abgabenlasten? Nur dafuer haben die Schmarotzer getrommelt. Pensionen in Hoehe von 5,5 Billionen EUR wollen schliesslich bezahlt werden.
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