Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Kaufkraft in Deutschland: Reallöhne steigen so stark wie seit Jahren nicht

Die Deutschen können sich wieder mehr leisten: Nach Abzug der Inflation sind die Löhne im ersten Vierteljahr 2014 um 1,3 Prozent gestiegen. Von dem Gehaltsplus profitieren vor allem Gutverdiener.

Einkauf im Supermarkt: Die Deutschen haben wieder mehr in der Brieftasche Zur Großansicht
AP

Einkauf im Supermarkt: Die Deutschen haben wieder mehr in der Brieftasche

Wiesbaden - Die Reallöhne in Deutschland sind im ersten Quartal 2014 so stark gestiegen wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legten die Löhne zwischen Januar und März nach Abzug der Inflation um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Dies sei der höchste Anstieg seit dem zweiten Quartal 2011.

Nominal waren die Löhne den Statistikern zufolge 2,6 Prozent höher als im Jahr zuvor. Die Verbraucherpreise legten nur um 1,2 Prozent zu. Zu dem hohen Verdienstzuwachs trugen demnach sowohl die regelmäßig bezahlten Verdienstbestandteile als auch Sonderzahlungen bei.

Von den Zuwächsen profitieren aber nicht alle Arbeitnehmer gleichermaßen: Arbeitnehmer in leitender Stellung können sich über ein durchschnittliches Gehaltsplus von 4,1 Prozent freuen, auch Fachkräfte erhalten mit 2,3 Prozent ganz ordentliche Lohnerhöhungen. Ungelernte Arbeitnehmer verdienen dagegen nur 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr - sie erhalten also gerade einmal einen Inflationsausgleich.

Vote
Mehr Kaufkraft

Laut Statistischem Bundesamt steigen die Reallöhne in Deutschland um 1,3 Prozent. Haben Sie auch mehr Geld in der Tasche?

Pro Stunde verdienten Voll- und Teilzeitbeschäftigte in Deutschland im Jahr 2013 durchschnittlich 19,65 Euro brutto. Sonderzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die Schere zwischen West und Ost ist dabei immer noch weit offen: Im früheren Bundesgebiet liegt der durchschnittliche Bruttostundenlohn bei 20,42 Euro, in den neuen Bundesländern nur bei 15,30 Euro.

Im Vergleich der Bundesländer wurde der höchste Bruttostundenlohn in Hamburg gezahlt mit 22,12 Euro, auf Rang zwei folgte Hessen mit 21,65 Euro. Schlusslicht bei den westlichen Bundesländern war Schleswig-Holstein mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 18,17 Euro, bei den östlichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit jeweils 15,02 Euro.

Am meisten verdienten Arbeitnehmer in leitender Stellung in Hessen, im Schnitt nämlich 38,94 Euro pro Stunde. Am wenigsten verdienten ungelernte Arbeiter in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 9,07 Euro. Für die vierteljährliche Verdiensterhebung werteten die Statistiker die Daten von 40.500 Betrieben im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich aus.

ade/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 244 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Da können sich ja auch die Rentner freuen!
unixv 24.06.2014
HURRA, gibt es wieder unglaubliche 0,25%? Damit die Diäten und Pensionen um 10% angehoben werden können?
2. Kompetenz des Bundes
Smith 24.06.2014
Wenn das die gleichen Herren sind, die die realitätsfremde Inflationsrate von 0,x berechnet haben so zweifle ich auch stark an dieser Entwicklung.
3. Kein Titel
Snoozel 24.06.2014
Nehmt die Manager und Politiker aus den Statistiken um mal zu realistischen Ergebnissen zu kommen...
4. im Klartext
kellyx 24.06.2014
die Schere tut sich somit noch weiter auf
5. Kaufen, kaufen, kaufen!!!!
Beeblebrox 24.06.2014
Juhuuu... die Deutschen können sich wieder mehr leisten! Das freut die Wirtschaft, da jubeln Apple, Samsung und Co. Neue Autos braucht das Land.... Nächster Artikel: Immer mehr Altersarmut. Wäre schon schön wenn man etwas weiter planen könnte als bis zum Monatsende, oder?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: