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Landwirtschaft: Minister will Küken-Schreddern nicht verbieten

Massenhaltung von Legehennen: 45 Millionen männliche Küken in Schreddern Zur Großansicht
DPA

Massenhaltung von Legehennen: 45 Millionen männliche Küken in Schreddern

Die massenhafte Tötung männlicher Hühnerküken wird vorerst fortgesetzt. Agrarminister Christian Schmidt will das Tierschutzgesetz nicht verschärfen - er hofft auf eine neue Technologie.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) plant kein Verbot des millionenfachen Tötens männlicher Hühnerküken.

Er vertraut allein darauf, dass eine neue Technik gefunden wird, mit der männliche Küken bereits vor dem Schlüpfen erkannt und die Eier vernichtet werden. "Die Bundesregierung ist zuversichtlich, dass in den nächsten eineinhalb Jahren eine Technologie entwickelt werden wird, die flächendeckend vermarktet werden kann", schreibt Schmidts Ministerium auf eine Anfrage von Grünen. "Es bedarf daher keiner Gesetzesänderung."

Ende März hatte das Landwirtschaftsministerium eingeräumt, dass in Deutschland jährlich rund 45 Millionen männliche Küken in Schreddern getötet werden, weil sie für die Landwirte keinen Profit abwerfen. Schmidt kündigte daraufhin einen Aktionsplan gegen diese Praxis an. "Das scheint nur ein PR-Gag des Ministers gewesen zu sein", kritisiert Grünen-Parlamentarier Oliver Krischer. "Schon heute ist die Geschlechtserkennung im Ei möglich, sie ist nur teurer als das Kükenschreddern."

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 143 Beiträge
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1. Das war klar
Sotho 23.05.2015
CSU/CDU. Was die Wirtschaft will ist Gesetz in diesen Schwesterparteien. Natur-und Tierschutz stehen nur auf dem Papier. Für den normalen Bürger haben sie noch etwas Gültigkeit. Für Unternehmen und Forscher existieren diese Gesetze nicht. Die Aussage, dass in 1 1/2 Jahren Alternativtechniken zur Verfügung stehen und daher eine Gesetzesänderung nicht nötig ist, ist dreist und grausam. Bis diese Techniken zwingend vorgeschrieben sind, werden weitere Millionen Tiere grausam totgequält. Für den Tierschutz brauchen wir ein eigenständiges Ministerium. Sonst ändert sich da nie etwas
2.
finn_jahner 23.05.2015
küken-schreddern: das gehört verboten!
3. Christian ?
dererkenner 23.05.2015
Ich dachte, unser Agrarminister heißt Christian Schmidt. Hat sich da was geändert ?
4. Landwirtschaft: Minister will Küken-Schreddern nicht verbieten
Christkind2 23.05.2015
Im Anreißer: Wer ist denn Christian Müller? Der Mann heißt Christian Schmidt.
5. Furchtbares Tierquäler-Deutschland
Bueckstueck 23.05.2015
Hier im Ausland schaut man vorwiegend* angewidert nach Deutschland, wo die industrielle Massentierquälerei im Namen des Geiz-ist-Geil Konsums wohl weltweit die fürchterlichsten Auswüchse erreicht hat - und kaum jemand interessiert es. Wichtig ist nur: Billiges Fleisch muss auf den Tisch. Guten Appetit. *Es ist ja wohl klar, dass es auch einige Nachbarn gibt, die der Tierschinderei in Deutschland kaum nachstehen. Aber immer mehr Länder verschärfen die Gesetze und verbieten z.t. auch die Massentierhaltung (zb. Schweiz) - auch weil die Konsumenten bereit sind etwas mehr für einigermassen anständig und human produzierte Fleischprodukte zu bezahlen. So ein Wandel kommt nur aus der Gesellschaft, aber Deutschland steht scheinbar noch nicht mal an der Startlinie dafür...
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