+++ Monti attackiert Cameron +++
[16.58 Uhr] Großbritannien hat sich nach Einschätzung des italienischen Ministerpräsidenten Monti auf dem EU-Gipfel "mit Sicherheit isoliert". Das Land habe sich mit seiner Verhandlungsführung "selbst ausgeschlossen", sagte Monti am Ende des Gipfeltreffens in Brüssel. "Das wird Folgen für seinen Einfluss haben." Der britische Premier habe "nicht hinnehmbare Forderungen gestellt". Monti bedauerte die Isolation Großbritanniens, denn in der EU sei es wichtig, "ein Gegengewicht zu Ländern wie Frankreich" zu haben.
+++ CSU-Generalsekretär sieht Gipfel als Erfolg +++
[16.44 Uhr] CDU-Generalsekretär Gröhe hält die Ergebnisse des EU-Gipfels für einen entscheidenden Schritt hin zu einem stabileren Euro. "Dass neben den 17 Euro-Staaten auch eine Mehrheit der übrigen EU-Mitglieder den Weg eines neuen Vertrags mitgehen will, ist ein großer und wichtiger Erfolg", sagte Gröhe in Berlin. "Trotz aller Kritik sei es wichtig gewesen, dass sich Kanzlerin Merkel mit ihrer Forderung nach einer Schuldenbremse für alle Mitgliedsstaaten und automatischen Sanktionen gegen Defizitsünder klar durchsetzen konnte, fügte Gröhe hinzu.
+++ New Yorker Börse reagiert erleichtert +++
[16.19 Uhr] Der US-Aktienmarkt ist freundlicher in den Handel gestartet. Mit der Erleichterung nach den Beschlüssen des EU-Gipfels konnten auch die Aktienkurse amerikanischer Unternehmen wieder Gewinne verzeichnen. Der Dow Jones Industrial lag 1,13 Prozent höher. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 1,19 Prozent zu. An der Nasdaq-Börse tendierten die Indizes ebenfalls höher.
+++ EZB soll Rettungsfonds verwalten +++
[16.00 Uhr] Der europäische Rettungsfonds soll künftig von der Europäischen Zentralbank (EZB) verwaltet werden. Der französische Präsident Sarkozy sagte in Brüssel, auf Vorschlag von EZB-Präsident Draghi werde die Zentralbank den bisherigen Rettungsfonds EFSF und den künftigen dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM führen. Die EU-Staats- und Regierungschefs hätten dies für gut befunden. "Das ist ein weiteres Element, das dafür sorgt, das Vertrauen in die Fonds zu stärken", sagte Sarkozy.
+++ Dreier-Treffen mit Merkel, Sarkozy, Monti im Januar +++
[15.52 Uhr] Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy werden im Januar der neuen italienischen Regierung einen Besuch abstatten. Die Reformanstrengungen seiner Regierung seien bei dem EU-Gipfel in Brüssel gut angekommen, sagte Ministerpräsident Monti in Brüssel. Die Tatsache, dass Euro-Bonds nicht in der Abschlusserklärung auftauchten, bedeute nicht, dass die Arbeit daran nicht weitergehe, sagte er.
+++ DGB hält Fiskalunion für falsch +++
[15.38 Uhr] Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt vor dramatischen Folgen der Gipfel-Beschlüsse von Brüssel. Die Verständigung zahlreicher EU-Länder auf eine Fiskalunion sei "kurzfristig wirkungslos und langfristig sogar schädlich". Sie gefährde den sozialen Zusammenhalt Europas und bringe die Euro-Zone an den Rand des Zusammenbruchs, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki. Die Finanzierungsprobleme in der Euro-Zone würden damit nicht gelöst. Statt etwas für die Stärkung der Wirtschaftsleistung zu tun, heiße die Devise nur "Sparen, Sparen, Sparen".
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