Warnung von Moody's: Rating-Agentur droht Italien mit Herabstufung

Italienische Fahne in Rom: Das Land könnte an Bonität verlieren Zur Großansicht
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Italienische Fahne in Rom: Das Land könnte an Bonität verlieren

Italien scheint nach der Wahl unregierbar - und verliert Vertrauen bei den Anlegern. Die Rating-Agentur Moody's hat nun mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes gedroht, sollten die Reformen nicht fortgesetzt werden. Die Unsicherheit drückte die internationalen Börsen weiter ins Minus.

New York/Sydney - Nach der Wahl steht Italien vor einer politischen Blockade. Wegen der instabilen Lage in dem Euro-Land droht die Rating-Agentur Moody's nun mit einer Herabstufung der Bonität. Der Ausgang der Wahl wirke sich negativ auf die Kreditwürdigkeit aus, weil Neuwahlen und damit eine noch längere Phase der politischen Instabilität im Raum stünden, teilte Moody's mit. Bei weiteren Entwicklungen, die den wirtschaftlichen Aussichten des krisengeschüttelten Landes schadeten oder auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Reformen hindeuteten, werde die Agentur eine Absenkung der Bonitätsnote erwägen. Moody's bewertet Italien seit Juli 2012 mit Baa2, der Ausblick ist negativ.

Moody's-Konkurrent Standard & Poor's (S&P) will hingegen die weitere Entwicklung abwarten. Die Ergebnisse der Wahl hätten "keinen unmittelbaren Effekt" auf die Bonität des Landes, erklärte die Rating-Agentur. S&P sei der Ansicht, "dass die politischen Entscheidungen der nächsten Regierung" der wichtigste Faktor für die Kreditwürdigkeit Italiens sein werden. Es bestehe allerdings das Risiko, dass die Regierung fortan keine ausreichende Mehrheit habe, um die nötigen Reformen für ein Wirtschaftswachstum durchzusetzen. S&P bewertet Italiens Kreditwürdigkeit derzeit mit BBB+ mit einem langfristig negativen Ausblick.

Die Sorge um ein Wiederaufflammen der Euro-Staatsschuldenkrise nach der Italien-Wahl drückt die internationalen Finanzmärkte weiter ins Minus. An der Börse in Tokio fiel der Nikkei-Index zur Handelsmitte um 0,8 Prozent - und das, obwohl die amerikanische Notenbank für gute Stimmung bei den Anlegern gesorgt hatte. Die Fed hatte angekündigt, weiter US-Staatsanleihen kaufen zu wollen, um die amerikanische Wirtschaft zu stimulieren.

Risikoaufschläge für Italien steigen

Auch der Euro-Kurs Chart zeigen sank an den fernöstlichen Börsen weiter. Die Gemeinschaftswährung tendierte bei 1,3060 Dollar und damit nur knapp über dem Sieben-Wochen-Tief bei 1,3018, das sie nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse markiert hatte.

Bereits am Dienstag hatte die Italien-Wahl für Verluste an den Börsen in Europa gesorgt. Der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen verlor zum Handelsschluss knapp 2,3 Prozent - seit der Veröffentlichung der ersten Prognosen belief sich das Minus sogar auf 3,35 Prozent. Besonders hart traf es den Mailänder Leitindex FTSE MIB mit einem Minus von fast 4,9 Prozent, der EuroStoxx 50 Chart zeigen musste mit einem Abschlag von knapp 3,1 Prozent ebenfalls deutlich Federn lassen.

Bereits am Mittwoch könnte Italien konkrete Folgen der politischen Instabilität zu spüren bekommen. Das Euro-Land will 6,5 Milliarden Euro an frischem Geld über die Versteigerung von Anleihen einnehmen. Ausgerechnet in der turbulenten Wahlwoche versucht die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft, Staatspapiere im Gesamtvolumen von fast 20 Milliarden Euro zu platzieren. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen haben bereits massiv angezogen: Die Ausfallversicherungen gegen eine italienische Staatspleite stiegen auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn. Dagegen flüchteten die Anleger in die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen oder in Gold. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank, der Goldpreis stieg um mehr als ein Prozent.

fdi/Reuters/dpa/AFP

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insgesamt 51 Beiträge
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1. soll heißen...
pennywise_the_clown 27.02.2013
die Rating Argenturen bewerten nun Wahlergebnisse. Na prina
2. Wer nicht hören will...
sappelkopp 27.02.2013
Zitat von sysopItalien scheint nach der Wahl unregierbar - und verliert Vertrauen bei den Anlegern. Die Rating-Agentur Moody's hat nun mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes gedroht, sollten die Reformen nicht fortgesetzt werden. Die Unsicherheit drückte die internationalen.....
...muss fühlen. Lernen durch Schmerzen. Aber helfen wirds nicht, die Italiener sind wie kleine Kinder, die trotzig mit den Füßen aufstampfen. Bitte, dann leidet doch, viel Vergnügen.
3.
tresmoires 27.02.2013
La bella Italia wird überleben. Die jeweiligen Moodys sind vergänglich, die Kultur Italiens ist in die Ewigkeit ruhmreich.
4.
jobe 27.02.2013
Zitat von sysopItalien scheint nach der Wahl unregierbar - und verliert Vertrauen bei den Anlegern. Die Rating-Agentur Moody's hat nun mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes gedroht, sollten die Reformen nicht fortgesetzt werden. Die Unsicherheit drückte die internationalen Börsen weiter ins Minus. Moody's droht Italien nach Patt bei Wahl mit Abstufung der Bonität - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/moody-s-droht-italien-nach-patt-bei-wahl-mit-abstufung-der-bonitaet-a-885779.html)
Mit welchem Recht kann Moody Italien drohen, die italienische Regierung ist jedenfalls gewählt. Wie lange wollen die Europäischen Demokratien sich ein hinein regieren von Rating Agenturen noch bieten lassen?
5. Chroniken einer Bananenrepublik.
karlgutknecht 27.02.2013
Zitat von sysopItalien scheint nach der Wahl unregierbar - und verliert Vertrauen bei den Anlegern. Die Rating-Agentur Moody's hat nun mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes gedroht, sollten die Reformen nicht fortgesetzt werden. Die Unsicherheit drückte die internationalen Börsen weiter ins Minus. Moody's droht Italien nach Patt bei Wahl mit Abstufung der Bonität - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/moody-s-droht-italien-nach-patt-bei-wahl-mit-abstufung-der-bonitaet-a-885779.html)
Viel Aufhebens um nichts, am Ende werden wie im Falle von Irland, Portugal, Spanien, Griechenland und Zypern die Steuerzahler der nordeuropäischen Länder diese Länder bzw. die Banken retten. Wie oft hat Frau Dr. Merkel die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland die Abgeordneten, den Souverän, das deutsche Volk vor laufender Kamera wiederholt (!) in Sachen „Eurorettung“ schon vorsätzlich belogen? Diese Kanzlerin und ihr willfähriger Finanzminister sind lediglich Marionetten der Finanzindustrie, die Opposition bietet in diesem Fall nur die Vergemeischaftung sämtlicher Schulden an, was heißt, das der deutsche Michel im Ernstfall für die Schulden geradestehen muss. Wer sich den gestrigen Beitrag auf ARTE „Staatsgeheimnisse“ angeschaut hat, dem ist nun unmissverständlich klar geworden, wer hier gerettet wird und warum. Die Italiener/innen sind zu beneiden, endlich einmal hat eine ganze Nation dem politischen Establishment den Stinkefinger gezeigt, währenddessen hier in Deutschland die Hoffnungen immer noch auf den etablierten Parteien ruhen, die diese Nation schon seit Ende des zweiten Weltkriegs nur verar….t haben. Deshalb bezahlen die tumben Deutschen für den ganzen Rest der europäischen und deutschen Banken. Hurra Deutschland!
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Hauptstadt: Rom

Staatsoberhaupt:
Giorgio Napolitano

Regierungschef: Matteo Renzi

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