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Wegwerfkultur: 320.000 Kaffeebecher landen jede Stunde im Müll

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DPA

Weggeworfener Kaffeebecher: Einer von vielen

Coffee to go ist in Deutschland beliebt. Jede Stunde werden Hunderttausende Becher verkauft - und landen bald darauf im Müll. Umweltschützer fordern nun eine Abgabe auf die Einwegprodukte.

Ob in den Fußgängerzonen oder in der U-Bahn - Menschen mit Pappbechern in der Hand gehören in Deutschlands Städten längst zum Straßenbild. Der schnelle Kaffee für unterwegs ist beliebt und das hat fatale Folgen für die Umwelt. 320.000 Kaffeebecher landen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bundesweit jede Stunde im Müll.

Um die Zahl der Wegwerfbecher zu reduzieren, fordern die Umweltschützer nun die Einführung einer Abgabe. 20 Cent sollen die Kaffeetrinker für jeden Einwegbecher zahlen. Das könnte ein Anreiz sein, den Kaffee künftig häufiger aus Mehrweggefäßen zu trinken.

Die Forderung ist Teil einer neuen Kampagne, mit der auf das Müllproblem aufmerksam gemacht werden soll. Gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz will die DUH das Image der wiederverwendbaren Becher verbessern und so die Müllflut durch den Coffee to go eindämmen.

Neben der Abfallproblematik beschäftigt die Aktivisten auch die Frage der Ressourcenverschwendung. Denn für die Produktion der in Deutschland verbrauchten Becher ist ihren Berechnungen zufolge jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte.

brk/dpa

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insgesamt 112 Beiträge
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1. ist das sinnvoll?
aleman61 31.08.2015
wie soll das gehen mit Mehrwegtassen? Bring ich meine Kaffeetasse mit oder muss in Pfand bezahlen und kann die Tasse dann in irgendeiner Cafeteria wieder abgeben? Was kostet die Reinigung Was ist mit Werbung? etc. Wenn die Pappbecher aus Altpapier hergestellt werden und wieder im Müll landen ist es auch nicht so dramatisch. Aber reflexartig Abgaben fordern ist auch Umweltverschmutzung!
2. Endlich ein Aufwachen?
commenti 31.08.2015
Ich frage mich schon lange, ob ich eigentlich der Einzige bin, den diese unglaubliche Vermüllung mit Junkfood-Verpackungen hierzulande stört. In Zeiten, in denen man sich mehr denn je über begrenzte Ressourcen in Klaren sein sollte, luxurieren die Gesellschaften mit Einweg-Verpackungen und überdimensionierten Fahrzeugen. Es muss klare steuernde Maßnahmen der Politik geben, um einen Wandel im Bereich solcher Verpackungen zu erreichen. Weiterer erschreckender Aspekt: es scheint immer mehr Bürger zu geben, die keinerlei Gemeinsinn besitzen und sich zwar gern in öffentlichen Bereichen ("wo es schön ist") aufhalten, dort dann aber konsumieren und ihren Müll einfach liegen lassen. Der Preis der individualisierten Gesellschaft? Egoismen und Gleichgültigkeit überall? Ich hoffe, dass seitens NGOs und Politik dieses Thema mal angegangen wird.
3. Gute Idee, aber das wird eher nicht funktionieren
roblock 31.08.2015
wenn man sich die Preise für einen Kaffee becher anschaut, sind 20 Cent nicht teuer genug um den otto normal Verbraucher dazu zu zwingen ein Mehrweg Gefäß mitzuschleppen
4. Zahlen
axlban 31.08.2015
Wirklich 7,6 Mio am Tag?
5.
pauschaltourist 31.08.2015
@ commenti Sie sind nicht der einzige, dem diese Müll-Unkulter enorm stört. Ich unterstütze diese Initiative vollumfänglich.
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