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Nach Kündigung Chauffeur klagt gegen IG Metall

IG-Metall-Zentrale in Frankfurt am Main: Chauffeur klagt gegen seine Kündigung Zur Großansicht
picture-alliance / dpa/dpaweb

IG-Metall-Zentrale in Frankfurt am Main: Chauffeur klagt gegen seine Kündigung

Zwei Jahre lang arbeitete er als Fahrer für einen IG-Metall-Vorstand, machte Überstunden und opferte seine Wochenenden - doch als er nach einem freien Tag pro Woche fragte, wurde ihm gekündigt. Jetzt klagt der Fahrer gegen seine Entlassung, die Gewerkschaft weist die Vorwürfe zurück.

Frankfurt am Main - Mit einer Kündigungsschutzklage wehrt sich ein ehemaliger Chauffeur von IG Metall-Vorstand Detlev Wetzel gegen seine Entlassung. Er habe zwei Jahre lang bis zu 14 Stunden täglich als Fahrer und im Bereitschaftsdienst gearbeitet, die vorgeschriebenen Ruhezeiten seien seinem Chef egal gewesen, sagte der Entlassene der "Bild"-Zeitung.

Als er um einen freien Abend pro Woche gebeten habe, hätte ihn die Gewerkschaft vor die Tür gesetzt. "Jemanden, der sich über die Stunden beschwert, bräuchte man nicht", zitierte das Blatt den ehemaligen Chauffeur, der seit Januar arbeitslos ist.

Die IG Metall wies die Vorwürfe auf Nachfrage zurück: "Diese treffen nicht zu", sagte eine Sprecherin, ohne allerdings die Gründe für die Entlassung zu erläutern: "Im Detail kommentieren wir die Angelegenheit nicht, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt."

Die Gerichtsverhandlung soll im Mai beginnen. Dabei geht es um die Frage, ob die Kündigung wirksam ist.

luk/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
vantast 08.03.2010
Gewerkschaftsbonzen tun so was. Ist nicht das erste Mal, daß sie ihre eigenen Leute drangsalieren wie der Klassenfeind. In Orwells "Farm der Tiere" heißt es: (Und die hart arbeitenden Tiere)schauten von den Menschen zu [...]
Gewerkschaftsbonzen tun so was. Ist nicht das erste Mal, daß sie ihre eigenen Leute drangsalieren wie der Klassenfeind. In Orwells "Farm der Tiere" heißt es: (Und die hart arbeitenden Tiere)schauten von den Menschen zu den Schweinen und wieder zurück zu den Menschen, und sie wußten nicht mehr, wer wer war. Angestellte der Kirchen werden auch schlecht behandelt.
unterländer 08.03.2010
Wundert man sich wirklich darüber? Musste vor meiner Ausbildung eine "Warteschleife" von einem Jahr drehen und war bei der damals noch existierenden gewerkschaftseigenen Firma Coop als Kommissionierer beschäftigt. [...]
Zitat von sysopZwei Jahre lang arbeitete als Fahrer für einen IG Metall-Vorstand, machte Überstunden und opferte seine Wochenenden - doch als er nach einem freien Tag pro Woche fragte, wurde ihm gekündigt. Jetzt klagt der Fahrer gegen seine Entlassung, die Gewerkschaft weist die Vorwürfe zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,682350,00.html
Wundert man sich wirklich darüber? Musste vor meiner Ausbildung eine "Warteschleife" von einem Jahr drehen und war bei der damals noch existierenden gewerkschaftseigenen Firma Coop als Kommissionierer beschäftigt. Verdiente weniger als die Kollegen bei der Firma SPAR. Leider war bei SPAR nichts mehr frei. Habe noch NIE gehört, dass gewerkschaftseigene Betriebe die besseren Arbeitgeber seien.
Rainer Daeschler 08.03.2010
Gewerkschaften sind mitunter die Art Arbeitgeber, vor der sie eigentlich schützen sollen.
Gewerkschaften sind mitunter die Art Arbeitgeber, vor der sie eigentlich schützen sollen.
Neurovore 08.03.2010
Die entwickeln sich zum Systemanbieter! Das ist wie bei Minenherstellern; die produzieren meistens auch direkt Räumfahrzeuge. Eigentlich müßte man demnächst konsequenterweise Tochtergewerkschaften gründen, damit der Mißbrauch [...]
Zitat von Rainer DaeschlerGewerkschaften sind mitunter die Art Arbeitgeber, vor der sie eigentlich schützen sollen.
Die entwickeln sich zum Systemanbieter! Das ist wie bei Minenherstellern; die produzieren meistens auch direkt Räumfahrzeuge. Eigentlich müßte man demnächst konsequenterweise Tochtergewerkschaften gründen, damit der Mißbrauch ausgeweitet und die Verantwortung immer hin und her geschoben werden kann....
Robert Rostock 08.03.2010
Scheint leider so zu ein. Übrigens ähnlich wohl auch bei den Kirchen und Wohlfahrtsverbänden. Ich hätte übrigens den Vorschlag, dass die Gewerkschaften die Forderungen, mit denen sie in die Tarifverhandlungen einsteigen, ohne [...]
Zitat von Rainer DaeschlerGewerkschaften sind mitunter die Art Arbeitgeber, vor der sie eigentlich schützen sollen.
Scheint leider so zu ein. Übrigens ähnlich wohl auch bei den Kirchen und Wohlfahrtsverbänden. Ich hätte übrigens den Vorschlag, dass die Gewerkschaften die Forderungen, mit denen sie in die Tarifverhandlungen einsteigen, ohne jede Änderung 1:1 für die bei ihnen Angestellten übernehmen müssen...
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