Euro-Rettung: Neuverschuldung steigt auf 35 Milliarden Euro

Künftig will Deutschlands Regierung eisern sparen - im laufenden Jahr aber steigt die Neuverschuldung noch einmal kräftig: Der deutsche Beitrag zum Euro-Rettungsschirm treibt sie auf fast 35 Milliarden Euro.

Berlin - Deutschland muss sich 2012 höher verschulden als geplant: Der Beitrag zum Euro-Rettungsschirm treibt die Neuverschuldung im Bundeshaushalt auf fast 35 Milliarden Euro. Das seien 8,7 Milliarden mehr als bislang angepeilt, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen. Das Bundeskabinett verabschiedet am kommenden Mittwoch dazu den Entwurf eines Nachtragshaushalts.

In den kommenden Jahren dann wird die Neuverschuldung radikal gekappt: 2013 soll sie nach SPIEGEL-Informationen auf rund 20 Milliarden Euro sinken. Allein fünf Milliarden weniger fließen 2013 in die Sozialversicherungen: Um je zwei Milliarden kürzt der Bund seine Zuschüsse an Gesundheitsfonds und Arbeitslosenversicherung, um eine Milliarde den Rentenzuschuss. Auch in den Folgejahren soll die Nettokreditaufnahme unter den bisherigen Planzahlen liegen.

  • 2014 will der Bund noch rund 15 Milliarden Euro an neuen Schulden machen statt wie bislang geplant 18,7.
  • 2015 sollen es etwa 10 statt 14,7 Milliarden Euro werden.
  • 2016 soll die Neuverschuldung nur noch bei rund einer Milliarde Euro liegen.

Mit dem neuen Finanzplan zieht Schäuble die letzte Stufe der Schuldenbremse um zwei Jahre auf 2014 vor. Das Regelwerk sah ursprünglich vor, dass der Bund bis 2016 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt vorweisen muss.

ssu/dapd/Reuters

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insgesamt 38 Beiträge
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1. Raus aus den Pleite-Vereinen!
chrimirk 16.03.2012
Zitat von sysopKünftig will Deutschlands Regierung eisern sparen - im laufenden Jahr aber steigt die Neuverschuldung noch einmal kräftig: Der deutsche Beitrag zum Euro-Rettungsschirm treibt sie auf fast 35 Milliarden Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,821863,00.html
Warum soll D. das alles für andere zahlen und dafür ständige Schienbeintritte kassieren? Viele der EU Länder betrachten/behandeln die Deutschen als die Deppen der Union. Daher lieber Ende mit Schrecken als Schreck ohne Ende wählen und die Union sowie den Euro-Raum verlassen. Die anderen, die ja alles besser wissen, können, werden dann endlich glücklich ohne des deutschen "Diktando". Ein Aufatmen wird durch Europa gehen. Schade um die schöne Idee des "gemeinsamen Hauses Europa". Sie wurde zu früh und zu dilettantisch behandelt. Und ein so großes Mitglied, wie D. in der Union, stört viele. Manche zeigen es öffentlich, andere hinter dem Rücken. Wir sollten daraus die Konsquenzen ziehen.
2.
PK2011 16.03.2012
Zitat von sysopKünftig will Deutschlands Regierung eisern sparen - im laufenden Jahr aber steigt die Neuverschuldung noch einmal kräftig: Der deutsche Beitrag zum Euro-Rettungsschirm treibt sie auf fast 35 Milliarden Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,821863,00.html
Die EUR-Hysterie treibt immer seltsamere Blüten. Das wird spassig zuzuschauen, wie die deutsche Regierung demnächst die zwangsläufig entstehenden Zusatzbelastungen der Bürger erklären wird. Der Michel merkt es nicht - und wird bei den demnächst anstehenden Landtagswahlen wieder brav sein Kreuzchen bei den Etablierten machen.
3.
DerKritische 16.03.2012
Zitat von PK2011Die EUR-Hysterie treibt immer seltsamere Blüten. Das wird spassig zuzuschauen, wie die deutsche Regierung demnächst die zwangsläufig entstehenden Zusatzbelastungen der Bürger erklären wird. Der Michel merkt es nicht - und wird bei den demnächst anstehenden Landtagswahlen wieder brav sein Kreuzchen bei den Etablierten machen.
Leider interessieren sich viele nicht dafür, und ihnen wird dann aber die Quittung representiert werden.
4. Berichtigung
bmehrens 16.03.2012
Zitat von chrimirkWarum soll D. das alles für andere zahlen und dafür ständige Schienbeintritte kassieren? Viele der EU Länder betrachten/behandeln die Deutschen als die Deppen der Union. Daher lieber Ende mit Schrecken als Schreck ohne Ende wählen und die Union sowie den Euro-Raum verlassen. Die anderen, die ja alles besser wissen, können, werden dann endlich glücklich ohne des deutschen "Diktando". Ein Aufatmen wird durch Europa gehen. Schade um die schöne Idee des "gemeinsamen Hauses Europa". Sie wurde zu früh und zu dilettantisch behandelt. Und ein so großes Mitglied, wie D. in der Union, stört viele. Manche zeigen es öffentlich, andere hinter dem Rücken. Wir sollten daraus die Konsquenzen ziehen.
Wir werden in der EU nicht nur als Deppen betrachtet/behandelt, WIR SIND ES!! Denn nur die DEPPEN zahlen, die Klugen kassieren.
5. Haushaltsanierung nicht über die Sozialversicherung
optimah 16.03.2012
Zitat von sysopKünftig will Deutschlands Regierung eisern sparen - im laufenden Jahr aber steigt die Neuverschuldung noch einmal kräftig: Der deutsche Beitrag zum Euro-Rettungsschirm treibt sie auf fast 35 Milliarden Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,821863,00.html
Den Haushalt durch Kürzung der Zuschüsse zu den Sozialversicherungen zu sanieren, ist keine gute Idee. Dies macht die Arbeit teurer und ist damit das falsche Signal. Deshalb sollte die Bundesrgierung dieser Versuchung widerstehen. Genauso schlecht finde ich, wenn die Energiewende nur auf den privaten Verbraucher abgewältzt wird. Warum soll ich mein Haus teuer ernergetisch sanieren, wenn man der enerigieintensiven Industrie den Strom für 6 oder 8 Cent je KWh hinterherwerfen will. Das sind einfach die falschen Signale.
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