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Preisverfall: Russland erwartet Rückgang eigener Förderung

Ölförderung in Sibirien: Rückgang um fast 20 Prozent prognostiziert Zur Großansicht
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Ölförderung in Sibirien: Rückgang um fast 20 Prozent prognostiziert

Derzeit fördert Russland so viel Öl wie seit Jahrzehnten nicht - doch das wird sich bald ändern, schätzt das Energieministerium in Moskau. Demnach bremst der niedrige Ölpreis die Produktion spürbar.

Die russische Ölförderung wird Prognosen des Energieministeriums zufolge in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 werde der Ausstoß voraussichtlich auf die Marke von 460 Millionen Tonnen pro Jahr fallen, teilte das Ministerium mit. Noch im vergangenen Jahr hatte Russland 534 Millionen Tonnen Öl gefördert, im Jahr davor waren es 527 Millionen Tonnen.

Der Trend zu höherer Ölproduktion in Russland hatte sich zu Beginn des Jahres sogar noch verstärkt. Im Januar hat das Land so viel Öl gefördert wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr. Vor wenigen Tagen hatte sich Russland mit Saudi-Arabien darauf geeinigt, die Ölförderung zumindest nicht über diesen Rekordwert hinaus weiter zu erhöhen.

Die nun veröffentlichte Prognose des Energieministeriums ist Teil eines Stress-Szenarios, das von weiterhin niedrigen Ölpreisen und damit zusammenhängenden geringeren Investitionen der Branche ausgeht. Den russischen Berechnungen zufolge dürfte der Preis für ein Barrel Rohöl im Zeitraum bis Ende 2017 bei 31 bis 33 Dollar bleiben und bis 2020 dann auf 42 Dollar steigen. Nachfrage und Angebot würden weiterhin auseinanderklaffen. Für die Zeit nach 2025 rechnet das Ministerium wieder mit einem leichten Anstieg der russischen Förderung.

fdi/Reuters

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