Warnung vor Hungersnot Nordkorea halbiert Essensrationen für Bevölkerung

Gesten der Stärke sehen anders aus: Kurz vor dem zweiten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un ist ein Bettelbrief aus Nordkorea bei der Uno eingegangen.

Nordkoreanische Landarbeiter (Archiv)
AFP PHOTO / KCNA VIA KNS

Nordkoreanische Landarbeiter (Archiv)


Nordkorea warnt kurz vor dem zweiten Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump vor einer Hungersnot in dem verarmten Land. Es fehlten rund 1,4 Millionen Tonnen Lebensmittel, heißt es in einem zweiseitigen undatierten Bericht Nordkoreas an die Vereinten Nationen, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Grund für die Lebensmittelknappheit seien hohe Temperaturen, Dürreperioden, Fluten und Uno-Sanktionen gegen das Land. Die Regierung in Pjöngjang müsse deshalb die Essensrationen für die Bevölkerung fast halbieren.

Trump besteht darauf, dass Nordkorea sein Atomprogramm aufgibt. Der Republikaner und Kim wollen in der kommenden Woche in Hanoi zusammenkommen. Ein erstes Treffen zwischen den beiden fand im vergangenen Juni in Singapur statt. Dabei hatten Trump und Kim zugesagt, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen.

In den Verhandlungen dazu sind nach US-Angaben bislang aber kaum Fortschritte erzielt worden, weshalb die USA ihren Sanktionsdruck auf Nordkorea aufrechterhalten. Nordkorea ist international wegen seiner Atom- und Raketentests isoliert.

beb/Reuters



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wrkffm 22.02.2019
1. So ist das....
..wollt ihr Butter oder Kanonen ? Lieber ein Milliardenprogramm für Atomsprengsätze und Raketen, als ein Programm zur Verhinderung der Lebensmittelknappheit.
jens109 22.02.2019
2. Geld ist doch da,
wird nur leider für die falschen Sachen ausgegeben. Hauptsache das Militär zeigt Stärke und die Raketen fliegen... Wie so oft in Diktaturen, siehe auch Venezuela oder in Anfängen in der Türkei.
frenchie3 22.02.2019
3. Gerade gibt es im TV Berichte
über Nordkorea. Da kommt man moralisch voll in die Klemme: gibt man Nahrungsmittel bezahlt man die Raketen damit und man weiß auch nicht bei welchem Teil der Bevölkerung die ankommen. Und wenn nicht..... Wirkliche Veränderungen können nur von innen kommen, langfristig gesehen geht das nur wenn sich das Volk erhebt und dazu muß der Leidensdruck hoch genug sein. Wie der aber in NK aufgebaut werden kann ohne daß Millionen sterben kann ich mir nicht vorstellen. Die sind dermaßen konditioniert daß die wohl lieber für ihren Führer verhungern. Und dann auch noch die schützende Hand der Chinesen, eine vertrackte Situation
sven2016 22.02.2019
4. Nordkorea fehlt seit Jahrzehnten die
Devisen. Ohne Aufhebung der wirtschaftlichen Sanktionen kann sich das auch nicht ändern. Ohne militärische Forschung mit Unterstützung Chinas und Russlands wäre auch nicht mehr Geld für die Wirtschaft da. Insofern greift dieses Argument zu kurz. Für die Weltgemeinschaft wird die Versorgung wieder sehr teuer. Aber das Land soll offensichtlich in der Situation gehalten werden.
gunpot 22.02.2019
5. Na da wird der
nordkoreanische Diktator in Vorbereitung seines Treffens mit Trump wie anno dazumal der Böse Wolf mal ein bisschen Kreide fressen, Mehl auf seine schwarzen Pfoten tun und dazu sich noch einen weißen Fuß machen, und schon laufen die Hilfsgüter nach Nordkorea. Natürlich, werden Simulationen von Atom-und Raketentests weitergehen. Für den höchst primären Trump ist es ja schon ein großer Erfolg, dass keine realen Atom-und Raketentests mehr stattgefunden haben.
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