Arbeitsmarkt Zahl der Leiharbeiter überschreitet Millionenmarke

Mehr als eine Million Arbeitnehmer in Deutschland waren 2016 nur geliehen - ein neuer Rekord. Im Frühjahr kommt ein neues Gesetz, das die Situation für Leiharbeiter verbessern soll.

Arbeiter auf einer Baustelle in Berlin (Symbolbild)
DPA

Arbeiter auf einer Baustelle in Berlin (Symbolbild)


Die Zahl der Leiharbeitnehmer hat im vorigen Jahr erstmals die Marke von einer Million überschritten. Im Juni 2016 waren 1,006 Millionen Leiharbeiter sozialversicherungspflichtig oder als haupterwerbliche Minijobber beschäftigt, wie aus einer Bilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht.

Das waren 45.000 mehr als ein Jahr zuvor. Drei Prozent der mehr als 31 Millionen sozialabgabenpflichtig Beschäftigten hatten damit einen Job in der Zeitarbeit. Union und SPD stritten 2016 lange über eine schärfere Regulierung der Leiharbeit, die dann zum Jahresende verabschiedet wurde.

Die neuen Bestimmungen treten Anfang April in Kraft. Leiharbeiter sollen nach neun Monaten im selben Betrieb die gleiche Entlohnung erhalten wie die Stammbelegschaft. Sie dürfen zudem höchstens 18 Monate an denselben Betrieb verliehen werden oder müssen danach von diesem fest eingestellt werden. Von diesen Grundregeln dürfen Arbeitgeber und Gewerkschaften aber gemeinsam abweichen, wenn die Tarifpartner dies vereinbaren.

Aus der BA-Studie zur Leiharbeit geht hervor, dass nur 15 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeit länger als 18 Monate dauerten. Knapp drei von zehn dieser Jobs waren nach weniger als einem Monat beendet. Mehr als jeder Zweite übte eine Helfertätigkeit aus. Gut jeder fünfte neue Leiharbeitnehmer war zuvor ein Jahr oder länger ohne Arbeit.

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insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
ErkanGecici 31.01.2017
1. Das
sind nun "härtere" Regeln? ??
i.dietz 31.01.2017
2.
"Zeit"-arbeiter das ist nur eine andere Wortwahl für moderne "Sklaven"-arbeiter ! Um wem hat die Arbeitnehmerschaft diese unsäglichen Beschäftigungsverhältnisse zu verdanken ?
aktiverbeobachter 31.01.2017
3. ?
"Im Juni 2016 waren 1,006 Millionen Leiharbeiter sozialversicherungspflichtig oder als haupterwerbliche Minijobber beschäftigt" Dazu habe ich zwei Fragen. 1. Wie kann man als Minijobber in der Realität haupterwerblich sein. 2. Wie kann man als Leiharbeiter Minijobber sein? Was will uns der Autor hier verkaufen?
sbv-wml 31.01.2017
4. Na ja
Wenn die SPD sich wegen der Wahlen profilieren will, dann könnte sie mit diesem Thema Punkte sammeln. Aber da bleiben noch weitere Themen, unter anderem Werksverträge und paritätisch zu zahlende Krankenkassenbeiträge. Wenn mal so nachdenkt, fallen einem bestimmt noch weitere Baustellen ein.
isar56 31.01.2017
5. In den Nachrichten...
... war heute zu hören, dass die Arbeitslosenquote seit 26 Jahren nicht so niedrig war wie heute. Sie müssen einer Fehlinformation aufgelaufen sein. Oder gehe ich richtig davon aus, dass im TV Zahlen "korrigiert" werden, um mit tausenden von Tagelöhnern (etwas anderes ist das nicht) und Niedriglöhnern die Statistik zu beschönigen? Aufstocker benötigen Ergänzungsleistungen aus Steuergeldern, zu Gunsten der Konzerne. Asozialer geht es nicht. Und Asylbewerber sollen Geld erhalten für die Rückreise in die Heimat aus der sie in Panik vor lebensbedrohlicher Verfolgung geflohen sind. Nenne nochmals Jemand deutsche Politiker Elite.
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