Frankfurt: Occupy-Camp wird Ende Juli geräumt

20.000 Menschen demonstrierten am Wochenende in Frankfurt gegen den Finanzkapitalismus - doch das Protestcamp, um das herum die Proteste stattfanden, soll bald aufgelöst werden. Mitte August ist die Belagerung der Europäischen Zentralbank voraussichtlich vorbei.

Occupy in Frankfurt: Mit Polizeieskorte aufs Dixi-Klo Fotos
REUTERS

Frankfurt am Main - Die bunten Zelte des Occupy-Camps vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main, nach viertägiger Zwangsräumung gerade erst wieder bezogen, könnten im Sommer für immer verschwunden sein.

Das Camp soll zum 31. Juli geräumt werden. Darauf haben sich am Montag Vertreter der Bewohner und der Stadt Frankfurt am Main geeinigt. Die Vereinbarung sehe vor, dass die Occupy-Aktivisten bis Ende Juli ihre Zelte abbrechen und bis spätestens 15. August die Grünfläche vor der EZB ganz freiräumen, teilte die Stadt am Montagabend mit.

Die Lösung habe sich bereits bei Gesprächen zwischen dem Frankfurter Ordnungsdezernenten Markus Frank (CDU) und Occupy-Vertreter Jan Umsonst angebahnt.

"Unsere Kritik an einem von Banken bestimmten Gesellschaftssystem haben wir in der öffentlichen Diskussion verankert", sagt Umsonst, derzeit Anmelder des Camps beim städtischen Ordnungsamt. "Unsere Präsenz vor der EZB ist dann vielleicht nicht mehr nötig, aber darüber entscheidet die Bewegung", erklärt der 38-Jährige.

ssu/dapd

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1. Ein peinlicher Haufen von Protestlern.
gustavsche 22.05.2012
Die haben nur die gute Absicht im Sinn und sind nicht willens, den eigenen Verstand zu gebrauchen. Nicht nur, dass ich den Positionen dieser Leute nichts abgewinnen kann, bin auch aus anderen Gründen froh, wenn dieses Herumgelungere ein Ende hat. 1. Der öffentliche Raum gehört allen und nicht nur Occupy. 2. Dieses Zeltlager ist, wie man am Sonntag in der FASZ lesen konnte, die Brutstätte für Epidemien. Die trinken unsauberes Wasser, die urinieren in Flaschen und Erdlöchen usw. usf. Vielen Teilnehmern geht's auch nicht um Politik, sondern um den Eventcharakter und um Drogen. Das ist wie die Love-Parade, nur für Linke statt für Raver.
2. Präsenz in FFM
Spiegelleserin57 22.05.2012
alleine die Präsenz der Occupy hat ausgereicht bei der Ankündigung einer Demo die Ordnung der Stadt zu stören. Es fragt sich : warum haben die Banker so viel Angst? Bei einem Kind würde man sagen, es hat etwas angestellt. Ist das etwa bei den Bankern auch so? Nachdem der große Krawall ausgeblieben ist, wer zahlt den ganzen Einsatz? Eigentlich doch der der ihn bestellt hat, und das waren nicht die Bürger!!
3.
box-horn 22.05.2012
Zitat von Spiegelleserin57alleine die Präsenz der Occupy hat ausgereicht bei der Ankündigung einer Demo die Ordnung der Stadt zu stören.
nun, als was würden Sie es denn bezeichnen, wenn die "Aktivisten" ankündigen, das komplette Bankenviertel zu besetzen? ---Zitat--- Es fragt sich : warum haben die Banker so viel Angst? Bei einem Kind würde man sagen, es hat etwas angestellt. Ist das etwa bei den Bankern auch so? ---Zitatende--- sorry, aber die "Banker" haben gar keine "Angst". Jedenfalls nicht vor den Figuren, die, soweit ich sehen konnte, ab Mittwoch die Gegend bevölkerten und den überwiegenden Teil der Occupisten ausmachten. Die "Angst" vor den vermummten Heroen des "schwarzen Blocks" ist etwas vollkommen anderes - die vergreifen sich, einmal in Stimmung gekommen, an jedem, der zufällig des Weges kommt, den sie zu stürmen beschlossen haben, oder dessen Laden dort liegt. Was bitte hat dessen Zerstörung mit den pösen Bankern zu tun? Daß die Vorstände der Banken sowie der allermeisten Hunderte der sonstigen dort ansässigen Arbeitgeber keine Lust auf die Aussicht haben, ihre Hunderte und Tausende kleiner und größerer Angestellter, von der Sekretärin bis zum Sachbearbeiter, Handwerker oder sonstiger Dienstleister, irgendwelchen Gefahren auszusetzen hat allein damit zu tun. Und was den Vergleich mit "Kindern" angeht: die wissen sehr wohl zwischen berechtigtem Schimpfen und cholerischen Prügelorgien zu unterscheiden. Die meisten von ihnen jedenfalls. Und das hätten sie Ihnen jedenfalls schon mal voraus. ---Zitat--- Nachdem der große Krawall ausgeblieben ist, wer zahlt den ganzen Einsatz? Eigentlich doch der der ihn bestellt hat, und das waren nicht die Bürger!! ---Zitatende--- Nein, in der Tat: die "Bürger" haben ihn nicht "bestellt", die wollen den Krawall nämlich nicht und sind dankbar, daß die starke Polizeipräsenz dem von Anfang an einen Riegel vorgeschoben hat - die Lehre aus dem Vernichtungsfeldzug der vermummten Heroen gegen kleine Ladenbesitzer der Frankfurter Altstadt vom 31. März. Den Krawall wollten die Blockupisten - und Sie, wie es ausschaut. Die Stadt Frankfurt wäre Ihnen dankbar, wenn Sie ihr zwecks Zusendung der Rechnung für die Einsatzkräfte Ihren Namen und Adresse mitteilten.
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