OECD-Ranking Deutschland ist zweitbeliebtestes Einwanderungsland

Deutschland ist für Zuwanderer erstmals attraktiver als Kanada und Australien. Laut der Industrieländerorganisation OECD kamen 2012 rund 400.000 dauerhafte Migranten in die Bundesrepublik. Nur die USA konnten diese Zahl toppen.

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Einkaufsstraße in Hamburg: "Man kann ohne Übertreibung von einem Boom sprechen"
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Hamburg - Deutschland ist zu einem der attraktivsten Zuwanderungsländer der Welt geworden. Zum ersten Mal belegt die Bundesrepublik den zweiten Platz der beliebtesten Einwanderungsstaaten innerhalb des Industrieländerklubs OECD - unmittelbar hinter den USA. Damit hat Deutschland klassische Migrationsziele wie Kanada und Australien deutlich hinter sich gelassen, ebenso wie alle anderen europäischen Länder. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten OECD-Untersuchung "Migration Policy Debates: Is migration really increasing?" hervor (hier im PDF-Format). 2009 hatte Deutschland in dieser Statistik lediglich den achten Platz belegt.

Der starke Anstieg der dauerhaften Migration nach Deutschland ist bemerkenswert. Darunter versteht die OECD Personen, die mindestens ein Jahr im Land bleiben, Studenten ausgenommen. So zogen 2012 rund 400.000 Zuwanderer nach Berlin, Köln, München oder in andere Regionen des Landes - im Vergleich zum Vorjahr war das ein Plus von 38 Prozent. Kein anderes OECD-Land hatte einen vergleichbaren Anstieg. "Man kann hier ohne Übertreibung von einem Boom sprechen", sagt Thomas Liebig von der Industrieländerorganisation.

Der Abstand zu den USA ist dennoch immer noch sehr groß. In die Vereinigten Staaten zogen 2012 mehr als eine Million Zuwanderer.

Mehr Zuwanderung auch nach Schweden, Finnland und Frankreich
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Gründe für die neue Attraktivität der Bundesrepublik sieht die OECD vor allem im wirtschaftlichen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre. Während Europa als Ganzes noch immer unter den Folgen der schweren Krise leidet, gilt Deutschland schon länger als Insel der Glückseligen. So hat die Migration vor allem innereuropäisch zugenommen: Jeder Dritte kommt ins prosperierende Deutschland; die meisten aus Mittel- und Osteuropa, aber auch aus südeuropäischen Krisenländern nimmt die Zuwanderung zu.

Der Boom wäre undenkbar ohne das Zusammenwachsen der Europäischen Union und der damit verbundenen Personenfreizügigkeit -, die es jedem EU-Bürger ermöglicht, in ein anderes Land zu ziehen und dort zu arbeiten (siehe Grafik).

Familiäre Gründe eher selten für Zuwanderung nach Deutschland
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Familiäre Gründe eher selten für Zuwanderung nach Deutschland

Der schönste Nebeneffekt der Zuwanderung nach Deutschland: Fast ohne Zutun der Bundesregierung lindert sie auch den oft beklagten Fachkräftemangel der Arbeitgeberverbände. Im Vergleich mit den Zuwanderern, die vor 2007 gekommen sind, arbeiten die neuen Migranten häufiger und sind besser qualifiziert.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 218 Beiträge
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midastouch 20.05.2014
1. Geburtenrate
Interessant in diesem Zusammenhang wäre auch, ob die Geburtenrate nun auch endlich ansteigt. Wir brauchen definitiv mehr Kinder. Und zur Not müssen das mal wieder die Zuwanderer richten :-)
h_grabowski 20.05.2014
2. Von woher?
Bitte auch eine Aufstellung, aus welchen Ländern die Einwanderer migrieren. Ich denke mal, Kanada, Australien und USA stehen da nicht oben auf der Liste. 1. Die, die in Australien, Kanada und USA leben wollen, sind schon dort. 2. Zuwächse in den skandinavischen Ländern. Ja wer da wohl hingeht und reingelassen wird...Da geht Sie hin, die restliche Qualität. 3. Die, die keine Möglichkeit haben oder den Hintern nicht hoch kriegen, bleiben halt in Deutschland, bekommen aber wenigstens besten neue Gesellschaft.
muttisbester 20.05.2014
3. Deutschland überaltert wohl doch nicht?
und ich dachte, weil die Deutschen aussterben, immer älter werden und bald Frankreich und England sehr viel mehr Einwohner haben als Deutschland, müssen wir länger arbeiten und überhaupt mehr Einwanderer aus der ganzen Welt nach Deutschland holen. Stimmt nicht? Auch was, jede Prognose für das Jahr 2050 oder 2030 muss stimmen! Aber vielleicht ist es einfach so, dass es ein natürliches Gleichgewicht gibt. Also die Einwohnerzahl niemals unter 80 Millionen sinken wird und eine Überalterung niemals stattfinden wird, weil Deutschland dann einfach mehr Chnacen für (qualifizierte europäische) Einwanderer bietet?!
CONTRAST 20.05.2014
4. Natürlich! Recht so! Würde allerdings der Ausländeranteil...
Zitat von sysopGetty ImagesDeutschland ist für Zuwanderer erstmals attraktiver als Kanada und Australien. Laut der Industrieländerorganisation OECD kamen 2012 rund 400.000 dauerhafte Migranten in die Bundesrepublik. Nur die USA konnten diese Zahl toppen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oecd-deutschland-rueckt-auf-platz-zwei-der-zuwanderungsstaaten-a-970465.html
mehr über 23% der Deutschen Bevölkerung liegen wie in der Schweiz, würde wohl endlich das Volk auf die Strasse gehen und rufen: "Wir sind das Volk"!!! Aber so? Da bleibt man doch lieber zu Hause und bohrt vor Gleichgültigkeit in der Nase!?
AnnaLena77 20.05.2014
5. Na toll
Leben ja auch nicht schon genug auf diesem Fleck Erde. Zum Vergleich: USA 33 Einwohner per km2 Kanada 3,4 Eiwohner per km2 (drei komma vier) Deutschland 230Einwohner per km2
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