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Aktionsplan: OECD-Staaten wollen Jugendliche in Jobs bringen

OECD-Generalsekretär Ángel Gurría: "Jeder Jugendliche soll eine zweite Chance bekommen Zur Großansicht
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OECD-Generalsekretär Ángel Gurría: "Jeder Jugendliche soll eine zweite Chance bekommen

Die Jugendarbeitslosigkeit hat in vielen Ländern unerträgliche Ausmaße erreicht. Die OECD-Staaten setzen auf Bildungsreformen, um junge Menschen in Arbeit zu bringen - das Sitzenbleiben wollen die Experten abschaffen.

Paris - Die Mitgliedsländer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) - weitgehend wohlhabende, westliche Staaten - wollen ihren Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit verstärken. Dazu sei auf dem Ministertreffen der OECD-Staaten in Paris ein Aktionsplan beschlossen worden, teilte die Organisation am Donnerstag mit.

Kurzfristig soll demnach dafür gesorgt werden, dass die Jugendlichen ausreichende Unterstützung erhalten. Längerfristig sollen die Bildungs- und Ausbildungssysteme reformiert werden, um jungen Menschen bessere Chancen auf einen Job zu verschaffen.

Betroffene müssen sich weiterbilden

Laut dem Aktionsplan soll die Quote der Schulabbrecher gesenkt werden. Derzeit verlasse jeder fünfte Jugendliche die Schule ohne eine für den Arbeitsmarkt nötige Ausbildung, hieß es in der OECD-Mitteilung. Sitzenbleiben solle abgeschafft werden und möglichst jeder Jugendliche solle "eine zweite Chance" bekommen. Verbessert werden müsse auch die berufliche Bildung. Von den Betroffenen selbst fordern die OECD-Staaten zugleich, sich intensiv um die Jobsuche zu kümmern und sich, wenn nötig, weiterzubilden.

OECD-Generalsekretär Ángel Gurría ermahnte die Politik zur Eile. "Wenn wir verhindern wollen, dass die Krise die Zukunftsaussichten unserer Jugend weiter schädigt, müssen wir jetzt handeln", erklärte er. Laut OECD liegt die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen in neun Mitgliedstaaten über 25 Prozent. Unter anderem in Spanien, Griechenland und Italien sei mehr als jeder vierte Jugendliche ohne Job.

Die Zahl derjenigen, die länger als ein Jahr keinen Arbeitsplatz finden, ist den Angaben zufolge "dramatisch" gestiegen. 22 Millionen junge Leute in den OECD-Ländern haben zudem weder eine Arbeit noch einen Ausbildungsplatz. Beim nächsten Ministertreffen im kommenden Jahr will die OECD überprüfen, wie die Umsetzung des Aktionsplans läuft.

ade/AFP

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Sitzenbleiben abschaffen?
dapmr75 30.05.2013
Das wurde vor vielen Jahren in Spanien schon versucht, die Ergebnisse heute sind verheerend. Aber wozu aus Fehlern lernen; die OECD wie auch EU besteht aus blinden Bürokraten, die Gelder verschwenden.
2.
marthaimschnee 30.05.2013
Mit anderen Worten: EU bekämpft Jugendarbeitslosigkeit durch Abwarten, bis Betroffene nicht mehr jung sind (http://www.der-postillon.com/2013/05/eu-bekampft-jugendarbeitslosigkeit.html)
3.
FreieWelt 30.05.2013
Wir werden von Kindern regiert. Egal ob Berlin, Brüssel, OECD, UN überall nur Vollpfosten. Das gemeinsame Motto lautet: Ich träum mir die Welt, wie sie mir gefällt! Fakten stören da nur.
4.
Edelweiß 30.05.2013
Zitat von marthaimschneeMit anderen Worten: EU bekämpft Jugendarbeitslosigkeit durch Abwarten, bis Betroffene nicht mehr jung sind (http://www.der-postillon.com/2013/05/eu-bekampft-jugendarbeitslosigkeit.html)
Sehr schön! Und damit die Lösung auch nachhaltig ist (muss ja heute alles nachhaltig sein), müssen wir nur noch dafür sorgen, dass von unten nicht immer wieder so viele neue jugendliche Arbeitslose nachwachsen, sprich, die Geburtenraten müssen runter. Ich denk mal: wir sind auf einem guten Weg.
5. Bildung, Bildung, Bildung
w650 31.05.2013
Zitat von sysopREUTERSDie Jugendarbeitslosigkeit hat in vielen Ländern unerträgliche Ausmaße erreicht. Die OECD-Staaten setzen auf Bildungsreformen, um junge Menschen in Arbeit zu bringen - das Sitzenbleiben wollen die Experten abschaffen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oecd-staaten-wollen-jugendliche-in-jobs-bringen-a-902894.html
und wenn Sie dann genug gebildet sind, gibts trotzdem schlicht und ergreifend ZU WENIG ARBEITSPLÄTZE in Europa für alle. Selten so einen Schwachsinn gelesen, EU Kommissare sei dank. Das Einzige was hilft ist eine Umverteilung der bestehenden Arbeit, damit mehr Menschen davon partizipieren. Aber das ist bei unserer neoliberalen EU-Regierung leider Utopia
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