Einigung im Tarifstreit Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommen mehr Geld

Die Tarifpartner im öffentlichen Dienst haben sich geeinigt. Die Beschäftigten bekommen ein Plus von drei Prozent in diesem Jahr, 2015 sollen die Gehälter um 2,4 Prozent steigen. Unbefristete Streiks sind damit vom Tisch.

Innenminister de Maizière vor Beginn der dritten Tarifrunde: Einigung erzielt
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Innenminister de Maizière vor Beginn der dritten Tarifrunde: Einigung erzielt


Potsdam - Gehaltsplus für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen. Sie bekommen rückwirkend zum 1. März drei Prozent mehr Geld. Im kommenden Jahr sollen die Gehälter nochmals um 2,4 Prozent steigen. Darauf verständigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am Dienstag in Potsdam. Die Tarifkommissionen beider Seiten stimmten diesem zuvor von den Verhandlungsführern erzielten Kompromiss zu.

Besonders deutlich sollen die Gehälter der Geringverdiener angehoben werden. Ihre Bezüge steigen monatlich um mindestens 90 Euro. Für die untersten Einkommensgruppen bedeutet dies ein Plus von bis zu 7,6 Prozent.

Die dritte Verhandlungsrunde unter der Leitung von Innenminister Thomas de Maizière und Ver.di-Chef Frank Bsirske hatte am Montagmittag begonnen. Ohne eine Einigung drohten unbefristete Streiks.

Bundesinnenminister de Maizière sprach als Verhandlungsführer des Bundes von einem "guten und fairen Ergebnis". Die Einigung berücksichtige sowohl die Kosten für den Steuerzahler als auch die Wünsche der Beschäftigten nach höheren Löhnen. Die Laufzeit von zwei Jahren gebe Planungssicherheit. Bsirske sagte, der Abschluss lasse die Beschäftigten am Aufschwung teilhaben.

Der Verhandlungsführer der Kommunen, Thomas Böhle, teilte mit, in das Ergebnis sei die positive wirtschaftliche Entwicklung eingeflossen. Gleichwohl komme der Aufschwung bei vielen Städten und Gemeinden nicht an. Die Kommunen seien daher an die obere Grenze gegangen, was für sie vertretbar sei. Die Mehrkosten für sie betrügen in diesem Jahr 2,55 Milliarden Euro und in 2015 zwei Milliarden Euro.

Ursprünglich Gehaltsplus von mindestens 100 Euro gefordert

Ver.di und der Beamtenbund hatten für die Beschäftigten ursprünglich ein Gehaltsplus von 100 Euro pro Monat und zusätzlich eine Erhöhung um 3,5 Prozent gefordert. Die Arbeitgeber hatten die Höhe der Forderung jedoch als maßlos überzogen kritisiert. Streit gab es bis zuletzt über den geforderten Sockelbetrag von 100 Euro, der als soziale Komponente gerade unteren Einkommen helfen soll. Zugleich ging es um einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr und Verbesserungen für Auszubildende.

Für den öffentlichen Dienst der Länder war im März 2013 ein Abschluss erzielt worden, ebenfalls in der dritten Verhandlungsrunde. Danach gab es rückwirkend ein Plus von 2,65 Prozent ab Januar 2013 und weitere 2,95 Prozent für 2014. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Keine Tarifregelung gab es für Lehrer.

yes/dpa/Reuters



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meisterpopper 01.04.2014
1. Leistung
Ich habe neulich in einem Bericht ein Plakat gesehen "So schlecht kann ich gar nicht arbeiten wie ich bezahlt werde" Dann kann es ja jetzt qualitativ steil bergauf gehen. Doch wie wusste schon ein bekannter deutscher Kabarettist vor 20 Jahren "Für einen deutschen Beamten besteht das Wort "Dienstleistung" aus zwei Einzelwörtern, die der gar nicht kennt.
Hessenkasper 01.04.2014
2. Glückwunsch
Zitat von sysopDPADie Tarifpartner im öffentlichen Dienst haben sich geeinigt. Die Beschäftigten bekommen ein Plus von drei Prozent in diesem Jahr, 2015 sollen die Gehälter um 2,4 Prozent steigen. Unbefristete Streiks sind damit vom Tisch. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oeffentlicher-dienst-einigung-im-tarifstreit-a-961966.html
Glückwunsch zum Abschluss! Und nun bitte keine Streiks mehr, sondern einfach ran an die Arbeit. Danke!
TS_Alien 01.04.2014
3.
Letztens hat ein Gericht festgestellt, dass Beamten in RLP in den letzten Jahrzehnten fast 20 % an Lohn vorenthalten worden sind (in vielen anderen Bundesländern dürfte es ähnlich sein). Diese finanzielle Lücke wird keiner mehr schließen, denn da ginge es teilweise um sechsstellige Nachzahlungen. Es ist noch nicht einmal sicher, ob der aktuelle Tarifabschluss im ÖD überhaupt auf die Beamten übertragen wird. Und falls doch, wann. Sicher ist nur eines: die unteren Lohngruppen holen immer mehr auf, während in den "oberen" Lohngruppen immer mehr zusammengestrichen wird. A13 war einmal ein gutes Gehalt (es hat früher für die Finanzierung eines Hauses in guter Lage gereicht), jetzt kann man damit keine großen Sprünge mehr machen.
d.kapferer 01.04.2014
4. Öffentlicher Dienst Löhne
jedes Jahr immer wieder das gleiche Theater-eine Show- danach wundert sich keiner über Preiserhöhungen- warum auch-alle werden gleich-
liverbird 01.04.2014
5.
Zitat von meisterpopperIch habe neulich in einem Bericht ein Plakat gesehen "So schlecht kann ich gar nicht arbeiten wie ich bezahlt werde" Dann kann es ja jetzt qualitativ steil bergauf gehen. Doch wie wusste schon ein bekannter deutscher Kabarettist vor 20 Jahren "Für einen deutschen Beamten besteht das Wort "Dienstleistung" aus zwei Einzelwörtern, die der gar nicht kennt.
Und was hat das jetzt mit den Beamten zu tun? Ach ja, der Michel ist ja der Meinung, dass es im ÖD nur Beamte gibt. Man denke nur an die ganzen verbeamteten Müllfahrer, Krankenschwestern und Busfahrer. Ich zitiere mal einen viel besseren Kaberatisten: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ...."
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