Rückgang in Iran und Venezuela Energieagentur verlangt höhere Ölförderung der Opec

Wegen US-Sanktionen gegen Iran und der Krise in Venezuela erwartet die Internationale Energieagentur Engpässe in der Ölproduktion. Die anderen Mitglieder des Ölkartells Opec müssten diese ausgleichen.

Raffinerie in Venezuela
REUTERS

Raffinerie in Venezuela


Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für das kommende Jahr von deutlich geringerer Ölförderung in den Opec-Staaten Iran und Venezuela aus. Die beiden Länder könnten fast 30 Prozent ihrer Produktion einbüßen, teilte die IEA mit.

Iran treffe die Wiedereinführung von US-Sanktionen schwer, während Venezuela vor allem unter seiner gegenwärtigen ökonomischen Krise leide.

Die IEA folgert, dass andere Mitglieder der Opec ihr Angebot ausweiten müssen. Das steigende Angebot außerhalb der Opec, vor allem aus den USA, reiche nur aus, um die ebenfalls steigende Nachfrage zu befriedigen. Das könne aber die fehlenden Mengen aus Iran und Venezuela nicht ersetzen.

In der kommenden Woche treffen sich die Mitgliedsländer der Opec in Wien. Gesprochen werden soll vor allem über den Fortgang der Anfang 2017 installierten Fördergrenze. Mit dieser Angebotseinschränkung hat die Opec die Ölpreise merklich angehoben.

Aktuell müssen für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent knapp 76 Dollar bezahlt werden.

Zuletzt hatten sich die beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland dazu bereit erklärt, ihre Produktion wieder etwas hochzufahren. Andere Opec-Länder, darunter Iran und Venezuela, sind dagegen.

US-Präsident Donald Trump macht das Ölkartell Opec für hohe Preise verantwortlich. "Ölpreise sind zu hoch, die Opec ist wieder dabei", twitterte Trump. "Nicht gut!"

Der US-Präsident hatte bereits im April die Opec an den Pranger gestellt und ihr vorgeworfen, den Preis künstlich nach oben zu treiben. "Das ist nicht gut und wird nicht akzeptiert!", schrieb er damals ebenfalls über den Kurznachrichtendienst Twitter.

cop/dpa

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