Optimistische Prognosen Forscher unterbieten sich bei Arbeitslosenzahlen

Die deutsche Wirtschaft steht vor einem weiteren Boom-Jahr, das versprechen zumindest die Forscher führender Wirtschaftsinstitute. Ein Wachstum von 2,8 Prozent soll auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern.

Arbeitsagentur in Ludwigsburg: Quote soll auf 6,9 Prozent sinken
AP

Arbeitsagentur in Ludwigsburg: Quote soll auf 6,9 Prozent sinken


Berlin - Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hält länger an als erwartet: Die führenden Wirtschaftsinstitute korrigierten ihre Wachstumsprognose für 2011 am Donnerstag deutlich nach oben. Sie erwarten nun ein Plus von 2,8 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt, im Herbst lag die Prognose noch bei zwei Prozent. Die Zahlen waren bereits am Mittwoch durchgesickert, nun wurden sie in Berlin offiziell vorgestellt.

Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt soll der Aufschwung verbessern: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt laut der Prognose im Jahresschnitt auf 2,88 Millionen, das entspricht einer Quote von 6,9 Prozent. Damit unterbieten die Institute deutlich frühere Schätzungen - etwa des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das mit 2,93 Millionen Arbeitslosen im Schnitt rechnet.

Zugleich wird die Beschäftigung in Deutschland weiter zunehmen, wenn auch mit geringerem Tempo. Für das laufende Jahr rechnen die Institute mit einem Plus von 430.000 Erwerbstätigen, im nächsten Jahr mit einem Anstieg um 275.000.

Japan-Katastrophe gefährdet Aufschwung nicht

Mit 2,8 Prozent Wachstum läge Deutschland 2011 in der Spitzengruppe der Industriestaaten. Die Auswirkungen der Dreifach-Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft würden "voraussichtlich nur kurzzeitig spürbar sein", sagen die Forscher in ihrem Frühjahrsgutachten.

Würde sich aber das Öl verknappen wegen der Aufstände in Arabien oder sich die europäische Schuldenkrise zuspitzen, könnte dies die deutsche Wirtschaft belasten. Die Forscher empfehlen, das Haushaltsdefizit abzubauen und verlangen Nachbesserungen beim europäischen Stabilisierungsmechanismus.

Die Institute überschrieben ihr Gutachten mit dem Titel "Aufschwung setzt sich fort". Im vergangenen Jahr hatte das Wachstum 3,6 Prozent betragen. Die Institute erwarten, dass sich die Auftriebskräfte allmählich vom Export zur Binnennachfrage verschieben. Gleichwohl soll der Überschuss der Leistungsbilanz von 141,4 Milliarden auf 153,4 Milliarden Euro weiter steigen.

cte/dapd

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insgesamt 82 Beiträge
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gonzago.mabuse 07.04.2011
1. Muahaha
Zitat von sysopDie deutsche Wirtschaft steht vor einem weiteren Boom-Jahr, das versprechen zumindest die Forscher führender Wirtschaftsinstitute. Ein Wachstum von 2,8 Prozent soll auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,755610,00.html
Noch mehr Mindestlohnempfänger, noch mehr Zeitarbeitsverträge, noch mehr Aufstocker, noch mehr Leiharbeit. Juhu. Öhm...
bunterepublik 07.04.2011
2. Danke
Jetzt kommen gleich wieder die Meckerer und Miesmacher....dauert nicht lange... Deutschland steht grundsätzlich im internationalen Vergleich blendend da, auch wenns keiner wahrhaben will, da alle auf ihren hohen Rössern sitzen. Und die Politik von Frau Merkel hat sich insoweit durchaus bewährt, auch wenn sie wenig spektakulär und zaudernd wirkt, ist sie doch grundsolide und dient den deutschen Interessen. Auch das wird von der Bevölkerung nicht erkannt. Es ist ja so leicht, alles und jeden schlecht zu reden... ich sage nur: Danke Frau Merkel, für die Führung durch die schwerste Nachkriegskrise und die massvolle Politik, die dem deutschen Gemeinwohl diente.... Und ich meine das alles andere als ironisch....nicht auszudenken, was passiert wäre, wäre grün-rot seit 2009 an der Macht....
kundennummer 07.04.2011
3. Ohoooo
Zitat von sysopDie deutsche Wirtschaft steht vor einem weiteren Boom-Jahr, das versprechen zumindest die Forscher führender Wirtschaftsinstitute. Ein Wachstum von 2,8 Prozent soll auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,755610,00.html
Mann mann diese Dinge stehen mies in EURO-Land das es nötig ist jeden Tag mehrere Jubelartikel rauszublasen. Allein, der Kaiser ist nackt. Es sind nach wie vor 8 MILLIONEN Arbeitslose. Es gibt keinen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Hören Sie auf zu lügen. Danke
Progressor 07.04.2011
4. Zweckoptimismus find ich gut
Da Wirtschaft zu einem hohen Grad aus Psychologie besteht, wäre es geradezu fahrlässig da nicht zu hypen. Ich habe heute morgen mit der Leiterin der hiesigen Tafel gesprochen. "Haben Sie schon gehört, es boomt". "Ja", sagt sie, "es boomt ... bei uns".
Svante07 07.04.2011
5. Boom!
Zitat von sysopDie deutsche Wirtschaft steht vor einem weiteren Boom-Jahr, das versprechen zumindest die Forscher führender Wirtschaftsinstitute. Ein Wachstum von 2,8 Prozent soll auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,755610,00.html
Welches Wachstum eigentlich? 2,8% Wachstum bei den Lebenshaltungskosten?
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