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Steinbrücks Kritik an Bundesregierung: "Rente mit 63 und Mütterrente aussetzen"

Politiker Steinbrück: "Bedenkliche Investitionslücke" Zur Großansicht
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Politiker Steinbrück: "Bedenkliche Investitionslücke"

Ex-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht in Deutschland eine bedenkliche Investitionslücke. Im SPIEGEL fordert er, die Rente mit 63 und die Mütterrente für zwei Jahre auszusetzen. Das Geld soll in Zukunftsprojekte fließen.

Hamburg - Ex-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Teile der Arbeit der Großen Koalition als "Halbzeug" bezeichnet und wünscht sich eine zweijährige Aussetzung der Rente mit 63 und der Mütterrente. "Mir geht es um drei Punkte", sagte Steinbrück im Gespräch mit dem SPIEGEL. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

  • "Erstens ist die digitale Agenda der Koalition unzureichend.
  • Zweitens ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz derart verdrillt, dass es nicht mehr durch die bloße Neujustierung einiger Schrauben von seinen angesammelten Konstruktionsfehlern befreit werden kann.
  • Der dritte Punkt ist, dass die Politik der Großen Koalition bisher zu konsumptiv und angesichts einer bedenklichen Investitionslücke zu wenig investiv ausgerichtet ist."

Um das zu beheben, mache er Vorschläge, "von denen einige als anstößig empfunden werden dürfen - beispielsweise die Rente mit 63 und die Mütterrente für zwei Jahre auszusetzen. Dann stünden 17 Milliarden Euro zur Verfügung, die zu investieren wären", so Steinbrück.

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insgesamt 218 Beiträge
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1. Ich plädiere für ganz aussetzen,
bigeagle198 08.03.2015
da diese beiden Projekte die falschen Signale setzen. Ich gönne es den Betroffenen zwar, aber auf Dauer lässt sich so etwas leider nicht finanzieren. In 15 Jahren gehen die letzten Babyboomer in Rente. Das Haus sollte bis dahin wetterfest gemacht werden.
2. Kompletter Unsinn von der Elbe
Nabob 08.03.2015
Wenn man etwas an der Rente ändert, dann das Verhältnis zwischen der Einzahlungssumme und dem Minimum, was heutzutage daraus als monatliche Rente erwächst. Dieses bestehende Missverhältnis grenzt an eine verdeckte Steuerzahlung. Vergleicht man diese Verhältnisse in Deutschland ("uns geht es gut") mit jenen in der Schweiz, so besteht ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht. Die Rente mit 63 ist auch völliger Unsinn, weil aus den oben angegebenen Gründen immer mehr Altersrentner gerade deshalb weiterarbeiten, um die geringe Rentenzahlung zu kompensieren. Hier sollte man zukünftig eher eine fließende Wahlfreiheit des zahlenden Bürgers vorsehen, der selbst bestimmen darf, ob er ab dem Alter: XX nicht mehr arbeiten will und Altersrentner wird oder aber über 65plus hinaus weiter Rentenanwartschaften anhäufen will. Das würde auch insoweit Sinn machen, als der Arbeitgeber heute schon weiterhin Rentenzahlungen bei der Beschäftigung eines Altersrentners zu zahlen hat, die - der Sozialstaat lässt schon wieder grüßen - dem betreffenden Rentner natürlich nicht zugute kommen. Steinbrück kann so einen Stuss in der Ukraine erzählen, für Deutschland ist das nicht tauglich.
3. Sinn
question2001 08.03.2015
Wann verschwindet diese Schröder'sche Fossil endlich von der Bildfläche? Diese Denke ist unerträglich: Alte sind unproduktiv und Geld das für sie ausgegeben wird ist sinnlos verprasst. So sehen diese Neoliberalen doch die Welt. Sinn der Politik muss es aber sein ausgewogen zu agieren, und in erster Linie Leid zu lindern, Leben zu verbessern. Dazu gehören übrigens auch Würde und Respekt, die sich auch in dieser Rentenreform ausdrücken. Wenn leider auch sozial unausgewogen, da die Armen zu wenig davon haben. Nebenbei, um mal ein extremes Beispiel zu nennen: ich würde als armer Rentner lieber in Kuba leben, als Person anerkannt, mit guter medizinischer Versorgung und Schulbildung für meine Enkel, als als ebenso Armer in Honduras, weggeworfen von einer Oligarchie. Die angeblichen Weltversteher wie Steinbrück sind derart engstirnig und aufgeblasen dass sie einfach gar nichts verstehen, was man als Politker dringend verstehen müsste.
4. Zukunft mit der SPD?
kritischer-spiegelleser 08.03.2015
Die SPD hatte einmal einen Kanzler der für Deutschland Zukunftsprojekte durchgesetzt hat. Gegen große Bedenken der SPD. Darum ist die SPD ja jetzt immer noch dabei, diese Zukunftsarbeit wieder rückgängig zu machen! Und wundet sich immer wieder über den konstanten Wählerschwund!
5. bedenklich?
willi.zett 08.03.2015
es ist ignorant gerade diese Generation, die jetzt mit 63 in die Rente gehen will, es zu verwehren, denn genau wir waren es, die noch die 40 Stundenwoche kennen und Überstunden ohne Ende machten. Selbst mit über 60 arbeitete ich im Handwerk noch im Schnitt 220 Stunden im Monat als Arbeitnehmer. Und ich gehe, mich kann niemand mehr aufhalten. Meine fünf Kinder sind auch dafür.
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