Erfolg für Umweltschützer Bau der umstrittenen Ölpipeline in North Dakota gestoppt

Seit Monaten haben Tausende Umweltschützer gegen den Bau einer Ölpipeline nahe eines Ureinwohner-Reservats in North Dakota demonstriert. Nun gibt es gute Nachrichten für sie.


Die umstrittene Ölpipeline im US-Bundesstaat North Dakota wird vorerst nicht weiter gebaut. Das United States Army Corps of Engineers teilte mit, statt des Verlaufs entlang eines Ureinwohner-Reservats sollten alternative Routen geprüft werden. Diese Entscheidung der Regierung ist für mehrere Tausend Demonstranten ein großer Etappensieg.

Gegen die Pipeline gibt es seit Monaten sowohl vor Ort als auch in sozialen Medien Proteste. Sie richten sich vor allem gegen eine drohende Verschmutzung der Umwelt. Die Ureinwohner sehen heilige Stätten und ihre Wasserversorgung bedroht. Es gab wiederholt Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei.

In einem Statement erklärte Jo-Ellen Darcy, stellvertretende Ministerin für Zivilangelegenheiten der US-Army, auch nach vielen Diskussionen mit dem Stamm der Sioux und den Betreibern der Pipeline sei klar, dass nun noch viel Arbeit vor ihnen liege. Das geschehe am besten unter voller Beteiligung der Öffentlichkeit und umfangreicher Analysen.

Von den Betreibern der Pipeline gibt es bisher keine Reaktion. Dave Archambault II, Chef des Stammes der Standing Rock Sioux, erklärte, sein Stamm und alle Ureinwohner würden der Regierung von Präsident Barack Obama auf ewig dankbar sein. Der Lauf der Geschichte sei korrigiert worden.

Dem Protest hatten sich ungewöhnlich viele Ureinwohnerstämme angeschlossen. Videos auf Facebook aus einem Camp vor Ort zeigten nun Freudentänze und ausgelassene Sprechchöre.

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Pipeline-Protest in USA: Der Winter kommt

Die Pipeline ist ein milliardenschweres Projekt. Sie soll Öl von den tausenden Frackingbohrstellen im Norden North Dakotas in den Staat Illinois transportieren. Die Röhre soll insgesamt fast 1900 Kilometer lang sein. Sie ist fertig - bis auf das fehlende Stück unter dem Lake Oahe, dessen Bau von der Army jetzt angehalten wurde. Der See ist ein Wasserreservoir des Missouri Rivers.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat als Unternehmer in die Pipeline-Betreiberfirma Energy Transfer Partners investiert. Nach der Wahl sagte Trump, er sei für eine Fertigstellung des Projekts. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Republikaner Paul Ryan, kritisierte in der Nacht zu Montag die Entscheidung der Obama-Regierung. Er freue sich, dass die Zeiten des "Anti-Energie-Präsidenten" bald vorbei seien.

aar/dpa



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