Preiserhöhung Strom wird für zehn Millionen Deutsche teurer

Deutsche Verbraucher müssen sich auf saftige Preiserhöhungen einstellen. Knapp 200 Versorger erhöhen im Frühjahr die Strompreise. Im Schnitt drohen Aufschläge von 33 Euro pro Jahr, im schlechtesten Fall sind es sogar 95 Euro.

Strommast im Sonnenuntergang: Energie wird teurer
dpa

Strommast im Sonnenuntergang: Energie wird teurer


München - Für Millionen Deutsche wird der Strom teurer. Im März und April wollen 178 Anbieter den Preis für Elektrizität erhöhen, teilte das Internet-Vergleichsportal Check24 am Dienstag mit. Das Portal Toptarif zählt gar 195 Unternehmen.

Im Schnitt steige der Preis bei den erhöhenden Unternehmen um 3,3 Prozent, berichten beide Portale, einzelne Anbieter haben sogar Preissteigerungen von bis zu zehn Prozent angekündigt.

Für einen vierköpfigen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von durchschnittlich 33 Euro pro Jahr, im schlechtesten Fall sogar von bis zu 95 Euro.

Bereits im Januar hatten zahlreiche Versorger die Preise erhöht. "Von den in diesem Jahr bereits in Kraft getretenen und angekündigten Erhöhungen sind bundesweit etwa 15,5 Millionen Haushalte betroffen", sagte Daniel Dodt von Toptarif.

Versorger geben der stromintensiven Industrie die Schuld

Neben steigenden Beschaffungskosten und höheren Netzentgelten verweisen die Energieversorger bei Preiserhöhungen vor allem auf "politische" Zusatzkosten. Insbesondere die seit 2012 geltende Umlage zur Entlastung der stromintensiven Industrie wird als eine zentrale Ursache für Preisanpassungen angeführt.

Verbraucher müssen sich die Erhöhungen nur bedingt bieten lassen. Sie sollten auf jeden Fall prüfen, ob sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln können. So lassen sich in einigen Fällen mehr als hundert Euro im Jahr sparen.

Die Kündigung des alten Vertrages übernimmt im Regelfall der neue Lieferant. Es genügt, wenn ihm der Name des alten Anbieters, Zählernummer, die alte Kundennummer sowie der letzte Jahresverbrauch mitgeteilt wird. Vorsicht ist bei Billigangeboten mit Vorauskasse geboten (Details: siehe Infobox).

Die Bundesregierung will die Rechte der Verbraucher ab dem Frühjahr stärken. Kunden sollen ihren Stromanbieter bald binnen zwei Wochen kündigen können. Die Versorgung des Kunden durch einen neuen Anbieter muss nicht mehr zum 1. des nächsten Monats erfolgen. Sie kann künftig an jedem beliebigen Werktag beginnen.

ssu



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insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
kdshp 21.02.2012
1.
Zitat von sysopdpaDeutsche Verbraucher müssen sich auf saftige Preiserhöhungen einstellen. Knapp 200 Versorger erhöhen im Frühjahr die Strompreise. Im Schnitt drohen Aufschläge von 33 Euro auf der Jahresrechnung, im schlechtesten Fall sind es sogar 95 Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,816637,00.html
Hallo, hat man uns doch "versprochen" das nach dem panischen ausstieg aus der atomkraft der strompreis steigen wird. Also danke liebe bundesregierung!
felisconcolor 21.02.2012
2. Und Familie Michel
Zitat von kdshpHallo, hat man uns doch "versprochen" das nach dem panischen ausstieg aus der atomkraft der strompreis steigen wird. Also danke liebe bundesregierung!
sitzen stumm um den kleinen Tisch herum. (frei nach W.Busch)
hajo58 21.02.2012
3. Erst lesen, dann schreiben!
Zitat von kdshpHallo, hat man uns doch "versprochen" das nach dem panischen ausstieg aus der atomkraft der strompreis steigen wird. Also danke liebe bundesregierung!
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CMH 21.02.2012
4.
Um 33 Euro wird es im Durchschnitt teurer, also um 2,75 Euro im Monat. Wie furchtbar.... Wetten, dass der deutsche Durchschnitts-Michel trotzdem nichts Besseres mit seiner Freizeit anzufangen weiss als drei Stunden pro Tag vor der Glotze zu hängen?
_ab 21.02.2012
5.
Dafür dürfen wir uns bei den ganzen Klimaheulern bedanken, die Fukushima für ihre kindische Agenda ausgeschlachtet haben.
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