Wiesbaden - Das Preisniveau in Deutschland liegt trotz des großen Wohlstands nur leicht über dem EU-Durchschnitt: Gerademal 3,4 Prozent mehr als der EU-Durchschnittsbürger muss der Deutsche für Lebenshaltungskosten bezahlen. Dabei ist das Leben in der Bundesrepublik aber günstiger als in den meisten direkten Nachbarländern. Nur die Polen und Tschechen leben noch billiger. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit.
Für die anderen direkten Nachbarländer ermittelte das Statistische Bundesamt diese Werte: In Österreich kosten Waren und Dienstleistungen 6,7 Prozent mehr als im EU-Schnitt, in den Niederlanden 8,0 Prozent, in Frankreich 10,7 Prozent und in Belgien 11,8 Prozent. In Luxemburg muss man rund 22 Prozent mehr bezahlen als in den anderen EU-Ländern.
Deutschlands nördlicher Nachbar Dänemark ist demnach sogar das teuerste EU-Land überhaupt: Der Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs kostet 42,2 Prozent mehr als im Durchschnitt aller 27 EU-Mitglieder. Lediglich in den Nicht-EU-Staaten Schweiz (plus 61,8 Prozent) und Norwegen (plus 50,7 Prozent) sind die Lebenshaltungskosten höher.
Am niedrigsten sind in der EU die Preise in Bulgarien, wo die Verbraucher nur etwa halb so viel zahlen wie im Durchschnitt aller Mitgliedstaaten.
cab/dpa/Reuters
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