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Prognose für 2010 Ökonomen warnen vor Rückkehr der Rezession

Stahlarbeiter (in Nordrhein-Westfalen): Erreicht die Krise den Arbeitsmarkt?Zur Großansicht
dpa

Stahlarbeiter (in Nordrhein-Westfalen): Erreicht die Krise den Arbeitsmarkt?

9. Teil: Was sollte die Regierung für die Wirtschaft tun?

Die Bundesregierung hat nicht mehr viel Spielraum. Teure Konjunkturpakete sind schon lange beschlossen, und für weitere fehlt das Geld. Jetzt geht es vor allem darum, mit dem Mangel einigermaßen kreativ umzugehen - oder ihn zumindest vernünftig zu veralten.

"Der finanzpolitische Handlungsspielraum ist begrenzt beziehungsweise gar nicht vorhanden", sagt Joachim Scheide vom IfW. Die Regierung müsse nun eben darauf achten, "dass Kürzungen nicht zu Lasten wachstumsträchtiger Ausgaben gehen". Bei Investitionen in Bildung und Infrastruktur sollte also nicht gespart werden.

Ansonsten empfehlen die Ökonomen die üblichen Maßnahmen: Strukturreformen, Entbürokratisierung, weitere Arbeitsmarktreformen. Für Deutschlands Arbeitnehmer klingt das alles andere als erfreulich. "Durch die Finanzkrise sind unsere Einkommen mittelfristig niedriger", sagt Scheide. "Wenn wir unseren Lebensstandard sichern wollen, müssen wir mehr arbeiten."

Und was kann die Regierung sonst noch tun? Ifo-Chef Hans-Werner Sinn will die Banken stärker in die Pflicht nehmen. "Wir haben eine Kreditklemme, und sie wird schlimmer im kommenden Jahr." Mehr als die Hälfte des Eigenkapitals der deutschen Banken werde noch durch Abschreibungen toxischer Papiere wegfallen. "Wenn der Aufschwung kommt und die Unternehmen investieren wollen, wird man merken, dass das Geld fehlt", sagt Sinn. Deshalb müsse "der Staat da rein" - zur Not über eine Teilverstaatlichung der Banken.

Einen klassisch-keynesianischen Kurs schlägt Gustav Horn vom IMK vor. Seiner Ansicht nach sollte die Regierung ungeachtet der hohen Verschuldung ihren "expansiven Kurs im Hinblick auf öffentliche Investitionen" fortsetzen - also mehr selbst investieren. Das Gleiche gelte für die anderen großen Industriestaaten. "Es handelt sich um eine globale Krise, die nicht allein von der Bundesregierung überwunden werden kann", sagt Horn. Außerdem solle die Europäische Zentralbank ihren Niedrigzinskurs fortsetzen.

Christoph Schmidt vom RWI argumentiert dagegen: "Die Regierung sollte vor allem gute Bedingungen für Innovationen und Wettbewerb schaffen." Nur dann könnten sich wirklich zukunftsfähige Produkte am Markt durchsetzen. "Das ist in jedem Fall besser, als wenn der Staat versucht, einzelne Unternehmen zu retten."

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insgesamt 65 Beiträge
MarkH 25.12.2009
Je härter die Leute arbeiten desto schlechter geht es Ihnen.. nach Ansicht unserer Ökonomen. Diesen Leuten ist derzeit wirklich nur noch der Bibelkreis zu empfehlen.
Zitat von sysopMehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: Was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668846,00.html
Je härter die Leute arbeiten desto schlechter geht es Ihnen.. nach Ansicht unserer Ökonomen. Diesen Leuten ist derzeit wirklich nur noch der Bibelkreis zu empfehlen.
tächs 25.12.2009
Würden die Ökonomen nicht drohen und nicht die Apokalypse für die Zukunft vorhersagen, dann wären sie ihre Jobs los. Sie leben davon, dass sie im Zusammenspiel mit den Medien für den Erhalt ihrer Jobs sorgen und bei den Medien [...]
Zitat von sysopMehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: Was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668846,00.html
Würden die Ökonomen nicht drohen und nicht die Apokalypse für die Zukunft vorhersagen, dann wären sie ihre Jobs los. Sie leben davon, dass sie im Zusammenspiel mit den Medien für den Erhalt ihrer Jobs sorgen und bei den Medien für hohe Einschaltquoten und Auflagen. Ich erinnere mich, dass etwa im Mai/Juni die Wirtschaftsweisen 4 1/2 bis 5 Mio Arbeitslose für diesen Herbst und Winter vorhersagten und den Leuten Angst machten. Im Oktober waren sie baff, als die Arbeitslosenzahl entgegen ihrer Vorhersagen sogar zurück ging. Ähnliche Beispiele gibt es zuhauf. Medien und Zukunftspropheten leben davon, dass sie die Wahrscheinlichkeit von Katastrophen an die Wand malen. Deshalb wäre es für ein Medium wie dem SPIEGEL angemessen, auch einmal darauf hin zu weisen, dass man nicht alles so ernst nehmen soll, wie es die Zukunfts-Experten in regelmäßigen Abständen immer wieder absondern.
se1f 25.12.2009
Kurz und knapp, über das Bevorstehende ist man sich recht einig, bei der Lösung der Probleme scheint jeder Experte eine andere Meinung zu haben. Das macht ja sehr zuversichtlich, die Krise glimpflich zu überstehen... Ich bin [...]
Kurz und knapp, über das Bevorstehende ist man sich recht einig, bei der Lösung der Probleme scheint jeder Experte eine andere Meinung zu haben. Das macht ja sehr zuversichtlich, die Krise glimpflich zu überstehen... Ich bin zwar kein Studierter Ökonom, denke aber das es ganz richtig ist, wenn man sagt: "Wir leben schon lange über unseren Verhältnissen". Irgendwann ist halt mal Schluss mit neuen Schulden und Schluss mit Wachstum. Wenn wir bis dahin das wachstumsabhängige Wirtschaftssystem nicht los geworden sind, wird es wohl auf einen gigantischen Reset hinauslaufen. Vielleicht schon in den nächsten Jahren? Wer weiß...
Berta 25.12.2009
Nu versau mir hier nicht das Weihnachtsfest,nicht schon wieder den Gürtel enger schnallen.
Zitat von sysopMehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: Was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668846,00.html
Nu versau mir hier nicht das Weihnachtsfest,nicht schon wieder den Gürtel enger schnallen.
amerzenich 25.12.2009
*Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten.* ANALYSIEREN???? Eine Analyse ist eine Bestandsaufnahme, oder habe ich nicht aufgepasst? In einer Analyse sollten nachstehende Worte und Wortfragmente nicht [...]
*Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten.* ANALYSIEREN???? Eine Analyse ist eine Bestandsaufnahme, oder habe ich nicht aufgepasst? In einer Analyse sollten nachstehende Worte und Wortfragmente nicht verwendet werden, sonst wird aus der Analyse eine waghalsige Zukunftsvorhersage. Das hat dann mit Wirtschaftsweise nicht mehr zu tun, meines Erachtens ist es nur dummes Geschwätz. Hier nun eine (meine) Kurzanalyse des Artikels: Die gute Nachricht zuerst: Das Schlimmste scheint vorüber - _Scheint oder IST vorüber?_ weist der Forscher (Sinn) explizit darauf hin, dass eine Konjunkturprognose nie genau sein kann. - _Fadenscheinig, Ungewiss und ohne Belang_ und wird voraussichtlich weder 2010 noch 2011 wieder erreicht werden. (Horn) - _Voraussichtlich?? Vor Gericht ist eine Vermutung als Aussage verboten. Hier darf ein Wirtschaftsweise eine Vermutung anstellen._ Weitere verwendete Wörter: dürfte, werde, voraussichtlich, müsste, könnte, sollte, fraglich, wir gehen nicht davon aus, dürften, sollten, könnten, etc,pp Und das in einer Analyse?
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Welches Wachstum Experten vorhersagen
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Fünf Wirtschaftsweise") rechnet für 2010 mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 Prozent. Für 2011 liegt die Prognose bei 1,4 Prozent.




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