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Prognose für 2010: Ökonomen warnen vor Rückkehr der Rezession

Von Laura Himmelreich, und

Mehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht.

Stahlarbeiter (in Nordrhein-Westfalen): Erreicht die Krise den Arbeitsmarkt? Zur Großansicht
dpa

Stahlarbeiter (in Nordrhein-Westfalen): Erreicht die Krise den Arbeitsmarkt?

Hamburg - Die Krise fing weit entfernt an. In den USA, Tausende Kilometer von Deutschland, brach im Sommer 2007 der Immobilienmarkt zusammen. Aber was hatte das mit der Bundesrepublik zu tun? Im September 2008 stürzte dann die US-Investmentbank Lehman Brothers in die Pleite, der Auslöser der größten Weltwirtschaftskrise seit den dreißiger Jahren. Trotzdem blieb die Rezession surreal. Viele Deutschen kennen die Krise bis heute nur aus den Nachrichten: als düstere Schlagzeilen, als Grafikkurven, die nach unten zeigen.

Im kommenden Jahr wird sich das vermutlich ändern. 2010 wird die Krise bei den Menschen in Deutschland ankommen, erwarten führende Ökonomen.

Auf den ersten Blick hat Deutschland zwar das Schlimmste hinter sich. Der Absturz der Wirtschaft ist gestoppt, die Konjunktur hat sich berappelt, sogar ein Mini-Wachstum scheint möglich. Doch das ist nur ein Ausschnitt der Realität, eine statistische Wahrheit. Ganz anders sieht es an der Basis aus.

Bei den Arbeitnehmern, den Steuerzahlern, den Konsumenten machen sich die Spätfolgen der Krise erst allmählich bemerkbar. Denn die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt folgt der Konjunktur mit mehreren Monaten Abstand. Experten prognostizieren mehr als vier Millionen Arbeitslose für 2010, und auch für jene, die ihren Job behalten, brechen härtere Zeiten an. Große Gehaltssteigerungen dürften im kommenden Jahr nicht drin sein.

SPIEGEL ONLINE hat mit führenden Ökonomen über ihre Erwartungen für 2010 gesprochen: Wie verläuft die Konjunktur? Was passiert auf dem Arbeitsmarkt? Droht gar eine große Inflation? Ihre Analyse:

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 65 Beiträge
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1. ooo
MarkH, 25.12.2009
Zitat von sysopMehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: Was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668846,00.html
Je härter die Leute arbeiten desto schlechter geht es Ihnen.. nach Ansicht unserer Ökonomen. Diesen Leuten ist derzeit wirklich nur noch der Bibelkreis zu empfehlen.
2. Die drohenden Ökonomen
tächs 25.12.2009
Zitat von sysopMehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: Was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668846,00.html
Würden die Ökonomen nicht drohen und nicht die Apokalypse für die Zukunft vorhersagen, dann wären sie ihre Jobs los. Sie leben davon, dass sie im Zusammenspiel mit den Medien für den Erhalt ihrer Jobs sorgen und bei den Medien für hohe Einschaltquoten und Auflagen. Ich erinnere mich, dass etwa im Mai/Juni die Wirtschaftsweisen 4 1/2 bis 5 Mio Arbeitslose für diesen Herbst und Winter vorhersagten und den Leuten Angst machten. Im Oktober waren sie baff, als die Arbeitslosenzahl entgegen ihrer Vorhersagen sogar zurück ging. Ähnliche Beispiele gibt es zuhauf. Medien und Zukunftspropheten leben davon, dass sie die Wahrscheinlichkeit von Katastrophen an die Wand malen. Deshalb wäre es für ein Medium wie dem SPIEGEL angemessen, auch einmal darauf hin zu weisen, dass man nicht alles so ernst nehmen soll, wie es die Zukunfts-Experten in regelmäßigen Abständen immer wieder absondern.
3. Super
se1f 25.12.2009
Kurz und knapp, über das Bevorstehende ist man sich recht einig, bei der Lösung der Probleme scheint jeder Experte eine andere Meinung zu haben. Das macht ja sehr zuversichtlich, die Krise glimpflich zu überstehen... Ich bin zwar kein Studierter Ökonom, denke aber das es ganz richtig ist, wenn man sagt: "Wir leben schon lange über unseren Verhältnissen". Irgendwann ist halt mal Schluss mit neuen Schulden und Schluss mit Wachstum. Wenn wir bis dahin das wachstumsabhängige Wirtschaftssystem nicht los geworden sind, wird es wohl auf einen gigantischen Reset hinauslaufen. Vielleicht schon in den nächsten Jahren? Wer weiß...
4. wirklich droht
Berta, 25.12.2009
Zitat von sysopMehr als vier Millionen Arbeitslose, ein Gehaltsstopp für die Beschäftigten - und ein drohendes Comeback der Rezession. Für Deutschland wird 2010 ein hartes Jahr. Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten: Was bei Konjunktur, Inflation und Steuern wirklich droht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668846,00.html
Nu versau mir hier nicht das Weihnachtsfest,nicht schon wieder den Gürtel enger schnallen.
5. Analyse
amerzenich, 25.12.2009
*Führende Ökonomen analysieren auf SPIEGEL ONLINE die Aussichten.* ANALYSIEREN???? Eine Analyse ist eine Bestandsaufnahme, oder habe ich nicht aufgepasst? In einer Analyse sollten nachstehende Worte und Wortfragmente nicht verwendet werden, sonst wird aus der Analyse eine waghalsige Zukunftsvorhersage. Das hat dann mit Wirtschaftsweise nicht mehr zu tun, meines Erachtens ist es nur dummes Geschwätz. Hier nun eine (meine) Kurzanalyse des Artikels: Die gute Nachricht zuerst: Das Schlimmste scheint vorüber - _Scheint oder IST vorüber?_ weist der Forscher (Sinn) explizit darauf hin, dass eine Konjunkturprognose nie genau sein kann. - _Fadenscheinig, Ungewiss und ohne Belang_ und wird voraussichtlich weder 2010 noch 2011 wieder erreicht werden. (Horn) - _Voraussichtlich?? Vor Gericht ist eine Vermutung als Aussage verboten. Hier darf ein Wirtschaftsweise eine Vermutung anstellen._ Weitere verwendete Wörter: dürfte, werde, voraussichtlich, müsste, könnte, sollte, fraglich, wir gehen nicht davon aus, dürften, sollten, könnten, etc,pp Und das in einer Analyse?
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Interaktive Grafik
Die Entwicklung des BIP seit 1991

Welches Wachstum Experten vorhersagen
Fünf Wirtschaftsweise
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Fünf Wirtschaftsweise") rechnet für 2010 mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 Prozent. Für 2011 liegt die Prognose bei 1,4 Prozent.
Bundesregierung
Die schwarz-gelbe Regierungskoalition geht für 2010 von einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent in der Bundesrepublik aus. Im nächsten Jahr erwartet die Regierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 Prozent.
Führende Wirtschaftsinstitute
In ihrer Gemeinschaftsdiagnose sagen die führenden Wirtschaftsinstitute (u.a. Kieler Institut für Weltwirtschaft, Münchner ifo-Institut und RWI Essen) für 2010 ein Plus der deutschen Wirtschaft in Höhe von 1,5 Prozent voraus. Für 2011 rechnen sie mit einem Anstieg von 1,4 Prozent.
EU-Kommission
Brüssel prognostiziert für Deutschland ein Plus von 1,2 Prozent im Jahr 2010.
Internationaler Währungsfonds
Auch die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen für 2010 nur mit einem Wachstum von 1,2 Prozent in Deutschland. Für 2011 erwarten sie einen Anstieg in Höhe von 1,8 Prozent.

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