Euro-Krise: Rating-Agentur Fitch stuft Griechenland noch weiter herab

Von B- runter auf CCC: Die Rating-Agentur Fitch hat Griechenland weiter abgestuft. Die Begründung: Ein Austritt aus der Euro-Zone sei nicht mehr unwahrscheinlich. Die Wahl um Juni gilt nun als richtungweisend.

Sitz der Rating-Agentur in New York: substantielles Ausfall-Risiko Zur Großansicht
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Sitz der Rating-Agentur in New York: substantielles Ausfall-Risiko

London - Die misslungene Regierungsbildung in Griechenland zieht weitere Konsequenzen nach sich: Die Rating-Agentur Fitch hat die Bonität des Landes erneut gesenkt. Wie Fitch am Donnerstag in London mitteilte, verschlechtert sich die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten von B- auf CCC. Damit sieht die Rating-Agentur ein substantielles Ausfall-Risiko.

Fitch begründete die Abstufung am Donnerstag mit der Gefahr, dass Griechenland aus der Euro-Zone austritt, was wahrscheinlich einen Kreditausfall nach sich ziehen würde. Die Bonität der kurzfristigen Schulden senkte Fitch von B auf C.

Die Abwertung spiegele das erhöhte Risiko, dass Griechenland seine Mitgliedschaft in der Euro-Zone nicht aufrecht erhalten kann, heißt es in der Begründung. Das Ergebnis der jüngsten Wahl zeige, dass die griechische Öffentlichkeit und die Politik nicht genug zu einer Einigung mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds beitrage.

Fitch führte für seine Entscheidung auch das gute Abschneiden von Parteien bei der Wahl vom 6. Mai an, die gegen den von EU und IWF geforderten harten Sparkurs sind. Sollte die nächste, für den 17. Juni angesetzte Wahl keine Regierung hervorbringen, welche das zugesicherte Spar- und Reformprogramm fortsetzt, wäre ein Austritt aus der Euro-Zone die wahrscheinliche Konsequenz.

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE hatte Paul Taylor, der Chef der Rating-Agentur Fitch, noch erklärt, dass er einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für verkraftbar halte.

vks/dapd/AFP/dpa

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1. Ratings und ihre politischen Wirkungen
Gerdtrader50 18.05.2012
Nun fehlt ja bloss noch das D. Dann werden die ganzen CDS faellig und machen die Spekulanten reich. (Die ohne Staatsanleihen im Depot) Griechenland naehert sich der Generierung einer neuen nationalen Waehrung, die wird sofort stark abwerten, die Wettbewerbsfaehigkeit der verbliebenen Exportsegmente verbessert sich, die Importe muessen stark eingeschraenkt werden. Das allgemeine Ergebnis fuer das Volk wird sich verbessern. Die Eurozone zerfaellt, Portugal, Spanien und Italien fallen. Die Rettungsschirmorgie zerbricht mangels Massen. Der Eurotraum ist aus. Europas Bevoelkerung kann aufatmen. Neue Nationalwaehrungen werden generiert. Die Billionenverluste enden. So sehe ich die Entwicklung. Warten wir,s ab.
2.
Just4fun 18.05.2012
Zitat von sysopVon B- runter auf CCC: Die Rating-Agentur Fitch hat Griechenland weiter abgestuft. Die Begründung: Ein Austritt aus der Euro-Zone sei nicht mehr unwahrscheinlich. Die Wahl um Juni gilt nun als richtungweisend. Rating-Agentur Fitch stuft Griechenland weiter ab - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,833727,00.html)
Die Überschrift: Euro-Krise: Rating-Agentur Fitch stuft Griechenland noch weiter *_her_*ab ... damit auch alle wissen, wo sich "vks/dapd/AFP/dpa" schon aufhalten ....
3. So stets zu hoffen ...
Worldwatch 18.05.2012
Zitat von Gerdtrader50Nun fehlt ja bloss noch das Dann werden die ganzen CDS faellig und machen die Spekulanten reich. ... Griechenland naehert sich der Generierung einer neuen nationalen Waehrung, die wird sofort stark abwerten, die Wettbewerbsfaehigkeit der verbliebenen Exportsegmente verbessert sich, die Importe muessen stark eingeschraenkt werden. Das allgemeine Ergebnis fuer das Volk wird sich verbessern. Die Eurozone zerfaellt, Portugal, Spanien und Italien fallen. Die Rettungsschirmorgie zerbricht mangels Massen. Der Eurotraum ist aus. Europas Bevoelkerung kann aufatmen. Neue Nationalwaehrungen werden generiert. Die Billionenverluste enden. So sehe ich die Entwicklung. Warten wir,s ab.
... fuer alle Zwangs-"Unions"-verurteilten. Und hoffentlich rasch! Besser als ein aussichtloses Schulden-mit-abemaligen-Schulden bedienendes System, dass am Ende alle ins Verderben reisst. Bliebe dann noch zu hoffen, dass die Verursacher des Zwangssystems sich vor ordentlichen Gerichten verantworten muessen.
4. Da könnten Sie recht haben
robinson1959 19.05.2012
Zitat von Gerdtrader50Nun fehlt ja bloss noch das D. Dann werden die ganzen CDS faellig und machen die Spekulanten reich. (Die ohne Staatsanleihen im Depot) Griechenland naehert sich der Generierung einer neuen nationalen Waehrung, die wird sofort stark abwerten, die Wettbewerbsfaehigkeit der verbliebenen Exportsegmente verbessert sich, die Importe muessen stark eingeschraenkt werden. Das allgemeine Ergebnis fuer das Volk wird sich verbessern. Die Eurozone zerfaellt, Portugal, Spanien und Italien fallen. Die Rettungsschirmorgie zerbricht mangels Massen. Der Eurotraum ist aus. Europas Bevoelkerung kann aufatmen. Neue Nationalwaehrungen werden generiert. Die Billionenverluste enden. So sehe ich die Entwicklung. Warten wir,s ab.
Hans-Werner Sinn Euro-Krise: Deutschland droht Billionen-Verlust 17.05.2012, 01:41 Uhr In einem Interview spricht sich der Chef des Ifo-Instituts erneut für den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone aus. Deutschland könnte wegen der Krise außerdem fast eine Billion Euro verlieren. Nach zu lesen- Handelsblatt
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