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Ausblick gesenkt: Ratingagentur sieht wachsende Finanzrisiken für EU

Die Bonität der EU könnte sich verschlechtern - die Ratingagentur Standard & Poor's senkte den Ausblick auf negativ. Zu den Gründen gehört neben neuen Hilfen für Griechenland auch der Investitionsplan von Kommissionspräsident Juncker.

EU-Flagge: Gefahr einer Herunterstufung gestiegen Zur Großansicht
DPA

EU-Flagge: Gefahr einer Herunterstufung gestiegen

Die Bonitätsnote bleibt vorerst unverändert bei AA plus. Doch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkt den Ausblick für die Europäische Union auf negativ. Damit erhöht sich für die EU die Gefahr einer Herunterstufung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bislang war der Ausblick stabil. Insgesamt seien die Risiken für die Finanzlage der EU gestiegen, hieß es zur Begründung.

Zu diesen gehörten die derzeit diskutierten neuen Hilfen für Griechenland, hieß es in der Mitteilung von S&P. Zudem droht Großbritannien, dem zweitgrößten Beitragszahler, der Entzug der Spitzenbonitätsnote. S&P senkte erst vor Kurzem für Großbritannien ebenfalls den Ausblick auf negativ.

Ein weiterer Faktor ist den Angaben zufolge der milliardenschwere Investitionsplan von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Dafür soll ein neuer europäischer Fonds für strategische Investitionen (EFSI) aufgesetzt werden, der über drei Jahre insgesamt 315 Milliarden Euro mobilisieren soll. S&P geht davon aus, dass die EU im Zusammenhang mit der Finanzierung das Erstrisiko tragen könnte.

dab/Reuters

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insgesamt 84 Beiträge
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    Seite 1    
1. Warum nur....
Memento74 04.08.2015
... hören wir immer noch auf die selben Ratingagenturen, deren kriminelle Manipulation der Daten die finanzkrise 2008 erst ausgelöst hat?
2. ein herrliches Beispiel
konstrukteur 04.08.2015
Wer in dieser Welt regiert nicht gewählte Parlamente oder Volksvertreter sonderndie Wasallen des Kapitals diktieren den Weg wenn auch subtil.
3.
gsteu 04.08.2015
Was von amerikanischen Ratingagenturen zu halten ist,sagt meistens der Name ! In diesem Fall `gewöhnlich und arm`im Geiste !
4.
marthaimschnee 04.08.2015
Ach so, nur Junkers witzloser Investitionsplan, durch den vermutlich gar nichts investiert wird. Dabei hätte man denken können, daß endlich jemand merkt, daß die EU auf den Totalschaden zusteuert, wenn sie den aktuellen Kurs des "sich satt hungern" weiterfährt.
5. Der normal denkende Mensch
politik-nein-danke 04.08.2015
Weiß das seit 5 Jahren.
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