Wirtschaft


Höheres Defizit: Italiens Wirtschaft rutscht tiefer in die Krise

Das schuldengeplagte Italien bekommt seine Krise nicht in den Griff. Wie die Regierung mitteilte, wird die Wirtschaft in diesem Jahr stärker schrumpfen als erwartet. Ministerpräsident Monti steuert deswegen gegen und weicht den Sparkurs auf. Dafür nimmt er auch ein höheres Defizit in Kauf.

Ministerpräsident Monti: Ziele für 2013 verfehltZur Großansicht
AP

Ministerpräsident Monti: Ziele für 2013 verfehlt

Rom - Italiens Wirtschaft wird im laufenden Jahr wohl stärker schrumpfen als ursprünglich erwartet. Die Regierung unter Premierminister Mario Monti rechnet nun damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2012 um 1,2 Prozent sinken wird. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung hervor. Bisher war die Regierung von einem Minus von 0,5 Prozent ausgegangen.

Grund für das schlechtere Abschneiden dürften die massiven Sparmaßnahmen sein, die das Land auf Druck anderer Euro-Länder wie Deutschland, ergriffen hat. Ministerpräsident Monti hatte Anfang des Jahres ein neues Kürzungspaket im Volumen von rund 30 Milliarden Euro durch das Parlament gebracht.

So sollen die Investoren an den Finanzmärkten beruhigt werden. Die Sparmaßnahmen würgen allerdings die Konjunktur ab und wirken sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus.

Nun will Monti offenbar gegensteuern. Am Mittwoch verkündete er, das Wachstum habe künftig Vorrang gegenüber dem Sparen. "Alles, alles, alles was wir jetzt tun, zielt darauf ab, das Wachstum zu stärken", sagte der Regierungschef. Bereits 2013 soll so wieder ein leichtes Plus 0,5 Prozent erreicht werden.

Damit reagiert Monti auf die schlechten Erfahrungen in Ländern wie Griechenland oder Spanien, die trotz harter Sparmaßnahmen nicht aus dem Teufelskreis von schrumpfender Wirtschaft und höheren Schulden herauskommen. Schrumpft die Wirtschaft, schlägt dies auf die Steuereinnahmen durch - und damit auch auf den Haushalt.

Monti kassierte am Mittwoch sein ursprüngliches Ziel, im kommenden Jahr einen nahezu ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Statt einem Defizit von 0,1 Prozent rechnet die Regierung nun mit einem Minus von 0,5 Prozent. "Die Verschuldung wird schrittweise, aber stetig abgebaut", sagte Monti.

Der Anteil der Gesamtverschuldung am Bruttoinlandsprodukt dürfte laut Mitteilung der Regierung im laufenden Jahr auf bis zu 120,3 Prozent steigen. Die Verschuldung Italiens liegt damit doppelt so hoch wie die Schuldenobergrenze des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts von 60 Prozent. Bis 2015 soll sie schrittweise auf 110,8 Prozent sinken.

stk/dpa/Reuters

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insgesamt 24 Beiträge
kantundco 18.04.2012
...war mir so eine Meldung ziemlich egal. Aber woran liegt es, dass ich mich und meine Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen [...]
...war mir so eine Meldung ziemlich egal. Aber woran liegt es, dass ich mich und meine Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder betrifft ???? Daran, dass die Deutschen wohl das einzige Volk auf der Welt ist, das seine Schulden (und Bürgschaften) auch wieder zurückzahlt? Schön blöd.
n+1 18.04.2012
Prego Signori, viele leicht berucksicht Schatt-Wirtschaft von Mafia gleich mit. Habe 40% von economica italiano. Dann habe Geld genug. E cosa nostra. Davon abgesehen: wer leiht denen eigentlich Geld?!?
Zitat von sysopDas krisengeplagte Italien bekommt seine Schulden nicht in den Griff. Weil die Wirtschaft stärker schrumpft als erwartet, muss die Regierung in Rom ihre Haushaltsziele für das kommende Jahr aufgeben. Statt eines nahezu ausgeglichenen Haushalts erwartet sie nun ein neues Defizit. Höheres Defizit: Italiens Wirtschaft rutscht tiefer in die Krise - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,828337,00.html)
Prego Signori, viele leicht berucksicht Schatt-Wirtschaft von Mafia gleich mit. Habe 40% von economica italiano. Dann habe Geld genug. E cosa nostra. Davon abgesehen: wer leiht denen eigentlich Geld?!?
muellerthomas 18.04.2012
Der italienische Staat weist einen ausgeglichenen Primärsaldo auf, d.h. abzüglich der Zinszahlungen ist der Haushalt ausgeglichen. Bis zum Krisenbeginn 2007/08 wurde die Staatsschuldenquote gesenkt. Und die gesamtwirtschaftliche [...]
Zitat von n+1Davon abgesehen: wer leiht denen eigentlich Geld?!?
Der italienische Staat weist einen ausgeglichenen Primärsaldo auf, d.h. abzüglich der Zinszahlungen ist der Haushalt ausgeglichen. Bis zum Krisenbeginn 2007/08 wurde die Staatsschuldenquote gesenkt. Und die gesamtwirtschaftliche Verschuldung ist ohnehin kaum höher als in Deutschland, da die privaten Haushalte sehr niedrig verschuldet sind.
2wwk 18.04.2012
man braucht eine wachsende Wirtschaft fuer diese soziale Programme. Wachstum ist ausgewandert .... wir muessen uns auf die neue Lage einstellen ... sparen und Leistungen reduzieren .... wir koennen klagen solange wie wir wollen [...]
man braucht eine wachsende Wirtschaft fuer diese soziale Programme. Wachstum ist ausgewandert .... wir muessen uns auf die neue Lage einstellen ... sparen und Leistungen reduzieren .... wir koennen klagen solange wie wir wollen .... greife einem Nackten in die Tasche (gutes altes deutsches Sprichwort).
muellerthomas 18.04.2012
Die nachfolgenden Generationen erben Schulden und dazugehörige Guthaben. Schulden sind daher kein Generationenproblem, sondern ein Verteilungsproblem.
Zitat von kantundco...war mir so eine Meldung ziemlich egal. Aber woran liegt es, dass ich mich und meine Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder und ihre ungeborenen Kinder betrifft ???? Daran, dass die Deutschen wohl das einzige Volk auf der Welt ist, das seine Schulden (und Bürgschaften) auch wieder zurückzahlt? Schön blöd.
Die nachfolgenden Generationen erben Schulden und dazugehörige Guthaben. Schulden sind daher kein Generationenproblem, sondern ein Verteilungsproblem.
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  • Mittwoch, 18.04.2012 – 16:25 Uhr
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Fläche: 301.336 km²

Bevölkerung: 59,571 Mio.

Hauptstadt: Rom

Staatsoberhaupt:
Giorgio Napolitano

Regierungschef: Enrico Letta

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