Berlin - Die Bundesregierung erwartet bis zum Jahr 2017 eine weitere Erholung auf dem Jobmarkt. "Die Zahl der Arbeitslosen wird bis zum Jahr 2017 voraussichtlich auf rund 2,8 Millionen sinken", heißt es in der Kabinettvorlage für die Haushaltseckwerte, die am Mittwoch beschlossen werden sollen. 2012 hatte die Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt bei rund 2,9 Millionen gelegen.
Beim realen Wachstum geht der Bund bis 2017 von einem Plus aus. Durchschnittlich werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 Prozent pro Jahr zunehmen, hieß es. Nach einem BIP-Plus von 0,4 Prozent im laufenden Jahr kalkuliert die Regierung mit einem Wachstum von 1,6 Prozent im kommenden Jahr. Nach der "Konjunkturdelle" im Winterhalbjahr 2012/2013 dürfte die Wirtschaft ab Frühjahr spürbar an Schwung gewinnen, schätzt man in Wirtschaftsministerium.
Die konjunkturelle Lage in Deutschland hatte sich zuletzt aufgehellt. Die Zahl der Firmenpleiten ging deutlich zurück, die Inflation sank auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren.
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums zeichnet sich auch im Euro-Raum eine leichte Verbesserung ab - und das, obwohl einige Länder in der Rezession stecken. Die hohe Verunsicherung durch die Euro-Krise habe sich vorerst abgeschwächt, hieß es.
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist da skeptischer. Die Euro-Krise sei noch nicht vorbei, warnte er. Vor allem Frankreichs offenbar erlahmender Reformwille mache ihm Sorgen. Die französische Wirtschaft schwächelt unerwartet stark, die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Euro-Zone hatte sich in den vergangenen Wochen zum Sorgenkind der Euro-Zone entwickelt.
ssu/dpa
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