Rekord am Arbeitsmarkt Erstmals mehr als 42 Millionen Erwerbstätige in Deutschland

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt gibt es so viele Erwerbstätige wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Laut Statistischem Bundesamt schnellte die Zahl im September erstmals über die Marke von 42 Millionen. Grund dafür ist der Aufschwung im Herbst.

Einkaufsstraße in Köln: Der Konsum treibt die Konjunktur an
DPA

Einkaufsstraße in Köln: Der Konsum treibt die Konjunktur an


Berlin - Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat im September einen neuen Rekordstand erreicht. Sie erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 250.000, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. "Damit wurde erstmals seit der Wiedervereinigung Deutschlands die 42-Millionen-Marke überschritten", sagte ein Statistiker.

Die Bundesregierung rechnet angesichts der anziehenden Konjunktur damit, dass 2014 die Beschäftigtenzahl erstmals auch im Jahresdurchschnitt bei 42 Millionen liegen wird. In diesem Jahr sollen es 41,8 Millionen sein. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist ähnlich optimistisch. "Wir rechnen im kommenden Jahr mit 250.000 neuen Jobs", sagte DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann. "Grund ist die gute Konjunktur." Das Wirtschaftswachstum wird dem DIHK zufolge im kommenden Jahr bei 1,7 Prozent liegen, nach 0,5 Prozent in diesem Jahr.

stk/Reuters/dpa



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insgesamt 168 Beiträge
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frankmerkel 30.10.2013
1. und wieviel davon
sind tatsächlich richtige Arbeit und nicht nur steuerfinanzierte Beschäftgigungstherapie? Oder wieviele Menschen werden tatsächlich von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen? Auf deren "Kosten" leben wir!
m.schrader 30.10.2013
2. na da bin ich ja mal gespannt!
schön und man kann es auch merken, dass es aufwärts geht. Hier im Forum aber werden nun wieder diejenigen das Zepter führen, die über sehr viel Tagesfreizeit verfügen und ehedem jede positive Nachricht aus Wirtschaft und Politik bezweifeln oder gar das Gegenteil behaupten.
brassica 30.10.2013
3. optional
Und wieviele Arbeitsplätze von den neu entstandenen sind solche, von denen jemand sich selbst, geschweige denn eine Familie, ernähren kann? Mir drängt sich stark der Verdacht auf, als wenn es sich hier vor allem um Niedriglohn- und/oder Teilzeitjobs handelt, z.T. wahrscheinlich auch noch befristet. Was Deutschland braucht, sind mehr vernünftig bezahlte Arbeitsplätze, und nicht mehr Jobs, von denen am Ende niemand leben kann.
MPeter 30.10.2013
4. Herbstaufschwung
Grund ist also der Herbstaufschwung. Und letztes Jahr gab es den nicht. Und überhaupt, warum sollte es im Herbst einen Aufschwung am Arbeitsmarkt geben? Kann ich mir eigentlich im Frühjahr eher vorstellen. Komisch das Ganze.
privat78 30.10.2013
5. Ohne Anhang keine Aussagekraft
Haben die bei der Zählung auch Berücksichtigt dass einige Menschen gleich vier Jobs haben. Oder viele nur wenige Stunden arbeiten. Wenn der Herausgeber der Statistik keinen Anhang liefert, der die genauen Kriterien der Statistik darstellt, ist der Wert der Statistik gleich Null, und so kann man damit nur den bildungsresistenten Bürger beeindrucken.
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