Angst vor Armut im Alter Junge Generation ist zu höheren Rentenbeiträgen bereit

Die Unter-35-Jährigen haben kein Vertrauen in die gesetzliche Rente. Trotzdem würden viele laut einer Umfrage heute mehr zahlen, um ihren Lebensstandard im Alter zu halten.

Auszubildende in der Berufsschule
DPA

Auszubildende in der Berufsschule


Junge Menschen glauben nicht mehr an die gesetzliche Rente - und haben die Hoffnung doch noch nicht aufgegeben. So lässt sich eine repräsentative Umfrage im Auftrag der IG Metall zusammenfassen.

Demnach gehen rund drei Viertel der 18- bis 34-Jährigen davon aus, dass sie später von ihrer gesetzlichen Rente nicht leben können. 60 Prozent haben wenig oder gar kein Vertrauen in das Rentensystem. Das sind desaströse Ergebnisse für eine zentrale Säule des deutschen Sozialversicherungssystems.

Doch die Jungen wenden sich keineswegs ab. Im Gegenteil: Wiederum drei Viertel sind bereit, heute höhere Beiträge zu zahlen, wenn das ihren Lebensstandard im Alter annähernd sichert. Zum Vergleich: Bei der Gesamtbevölkerung würden rund 60 Prozent einem solchen Schritt zustimmen.

Eine große Mehrheit möchte laut Studie zudem Freiberufler, Selbstständige und Beamte in die gesetzliche Versicherung mit einbeziehen. 79 Prozent aller Befragten befürworten diese Maßnahme, um die finanzielle Situation der gesetzlichen Rente zu verbessern.

Für die Umfrage hat TNS Infratest 1046 Menschen telefonisch befragt sowie zusätzlich 1025 Menschen zwischen 18 und 34 Jahren mit einem Onlineformular. Der Fehler liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

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