Rente mit 63 Immer mehr Deutsche gehen früher in den Ruhestand

Die abschlagsfreie Rente mit 63 wird immer beliebter. Mehr als eine Viertelmillion Deutsche haben sie 2017 beantragt - ein neues Rekordhoch.

Rentner-Ehepaar in Berlin
DPA

Rentner-Ehepaar in Berlin


Das Interesse an der Rente mit 63 wächst: Im vergangenen Jahr gingen bei der Deutschen Rentenversicherung 253.521 neue Anträge ein, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Das sind fünf Prozent mehr als im Jahr 2016.

Der Sprecher der Rentenversicherung bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Die Zahl der Anträge im Jahr 2017 ist demnach der bisher höchste Jahreswert seit Einführung der Rente mit 63 im Jahr 2014.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 wird gezahlt, wenn ein Arbeitnehmer 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Ab Jahrgang 1953 steigt diese Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente wieder schrittweise an. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt sie wieder wie bislang bei 65 Jahren.

ssu/AFP/dpa-AFX

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böseronkel 25.01.2018
1. Falsche Schlagzeile
Mehr als eine Viertelmillion Deutsche haben 2017 abschlagsfreie Rente mit 63 beantragt - ein neues Rekordhoch. Diese Aussage ist schlicht und einfach falsch. Richtig müsste es heißen, es werden immer mehr Menschen gezwungen abschlagsfreie Rente mit 63 in Anspruch zu nehmen. Ich wurde beispielsweise schon zu Kohlzeiten, also noch vor der schröderschen Sozialabbauagenda, vom Arbeitgeber in Kumpanei mit der damaligen Bundesanstalt für Arbeit gezwungen mit dem 63. Geburtstag in Rente zu gehen.
charly05061945 25.01.2018
2. Rente mit 63
Die Argumentationskette - Erhöhung des Rentenalters auf 67 - Klagen über Facharbeitermangel - Frühverrentung mit 63 - habe ich nie so ganz verstanden. Dazu sind wahrscheinlich 20 vergebliche Semester ohne Abschluss erforderlich. So sehr ich jedem der diese Voraussetzungen erfüllt die Rente mit 63 gönne - die Logik und Schlüssigkeit dieser Maßnahmen kann ich nicht ganz nachvollziehen.
santoku03 25.01.2018
3.
Es muss korrekterweise nicht heißen "Rente mit 63" sondern "um zwei Jahre vorgezogene Rente". Nur für diejenigen, die regulär mit 65 in Rente gehen würden, trifft 63 als mögliches Eintrittsalter zu. Diejenigen, die regulär mit 67 in Rente gehen würden, können dies frühestens mit 65 vorzeitig und abschlagsfrei. Für alle anderen liegt das vorgezogene Eintrittsalter entsprechend zwischen 63 und 65.
Nobody X 25.01.2018
4. Warum auch nicht?
Wenn man früh genug angefangen hat zu arbeiten, dann ist es auch nicht verwerflich, etwas eher in Rente zu gehen. Wird für die kommenden Generationen allerdings kein Modell sein - und insofern muss man auch nicht neidisch auf die junge Generation sein, wie es z. B. Herr Lobo in seiner aktuellen Kolumne suggeriert.
MisterD 25.01.2018
5. Ein Irrsinn...
den wir alle in einigen Jahren noch bitter bereuen werden. 85 Milliarden werden heute schon für die Rente bezuschusst und es gibt weiterhin Geschenk nach Geschenk an die Rentnergeneration, während sich unsereins in 33 Jahren auf ein Rentenniveau von 40% freuen kann... wenn überhaupt... daher soll man natürlich privat vorsorgen (und selbstverständlich noch 2 bis 3 Kinder haben)...
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