Neue Berechnung: Rentner bekommen 2013 nur Mini-Erhöhung

Im kommenden Jahr müssen sich die deutschen Rentner wohl mit einer geringen Erhöhung ihrer Bezüge begnügen. Laut einem Pressebericht sollen die Renten im Westen nur noch um ein statt um zwei Prozent steigen. Rechnet man die Inflation hinzu, machen die Senioren sogar ein Minus.

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Senioren in Bayern: Im Westen soll es 2013 nur ein Prozent mehr geben

Berlin - Ausgerechnet das Wahljahr 2013 wird für die 20 Millionen deutschen Rentner wohl ein schlechtes. Nach Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) dürften die Altersbezüge im Westen lediglich um etwa ein Prozent steigen - und nicht wie erwartet um gut zwei. Das berichtet das "Handelsblatt".

Grund für den geringen Anstieg sei, "dass bei der Berechnung der letzten Rentenerhöhung mit aus heutiger Sicht veralteten Zahlen gerechnet worden ist", sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss der Zeitung. Andere Rentenexperten bestätigen diese Einschätzung im Grundsatz. Sie halten sogar eine Rentenerhöhung von unter einem Prozent für möglich.

Rechnet man die Inflation von derzeit etwa zwei Prozent jährlich hinzu, bleibt für die Rentner unter dem Strich voraussichtlich ein Minus - ihre Kaufkraft sinkt.

Die erste offizielle Schätzung der Rentenerhöhung gibt es Anfang November, wenn die Rentenversicherung ihre Herbstschätzung vorlegt. Dem "Handelsblatt" zufolge könnte dann auch bekannt gegeben werden, dass wegen der guten Einnahmen der Rentenbeitrag 2013 statt von 19,6 auf 19,0 sogar auf 18,9 Prozent gesenkt werden kann. Das Bundeskabinett hatte die Absenkung des Rentenbeitrags im August beschlossen.

stk/AFP

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insgesamt 40 Beiträge
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1. Und dann RV-Beitragssenkung ??
sagmalwasdazu 15.10.2012
Und warum, zum Teufel werden dann die RV-Beiträge von 19,6 auf 19 % gesenkt, Frau von Verleihen ?? Kleines Wahlgeschenk an die Arbeitgeber und Blödianern für die nächste Wahl ?? Denn das bedeutet ein noch größeres Rentenminus für 2014 ! Einfach unfassbar!
2.
Ingmar E. 15.10.2012
Zitat von sysopRechnet man die Inflation hinzu, machen die Senioren sogar ein Minus.
Rechnet man die Steigerung der Rentenbezugsdauer hinzu (die Menschen werden älter) bleibt unterm Strich ja dennoch ein Plus. Wäre die Rente gleich hoch geblieben, hätte man ja bei Verdoppelung der Bezugsdauer, die monatliche Rentenhöhe halbieren müssen. So bekommen die heutigen Rentner von uns jungen Menschen durch die lange Bezugsdauer viel mehr Geld, als diese Menschen in ihrem Erwerbsleben an die damaligen Rentner bezahlen mussten. Und das nennt sich dann Generationsgerechtigkeit.
3. Gleiches für Arbeitnehmer
Wunderläufer 15.10.2012
Auch aktiv Beschäftigte können 2013 nicht automatisch mit Gehaltserhöhungen rechnen. Mein Arbeitgeber ist nicht Mitglied im Arbeitgeberverband. Da ist es schon vorkommen, dass 2-3 Jahre hintereinander überhaupt keine Gehaltserhöhung kam.
4.
daktaris 15.10.2012
Zitat von sysopIm kommenden Jahr müssen sich die deutschen Rentner wohl mit einer geringen Erhöhung ihrer Bezüge begnügen. Laut einem Pressebericht sollen die Renten im Westen nur noch um ein statt um zwei Prozent steigen. Rechnet man die Inflation hinzu, machen die Senioren sogar ein Minus. Renten steigen 2013 wohl nur nur um ein Prozent - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/renten-steigen-2013-wohl-nur-nur-um-ein-prozent-a-861322.html)
Die Renten sind in Anbetracht der demografischen Entwickung entschieden zu hoch. Wir schießen per annum schon 85 Mrd.€ aus Haushaltsmitteln (=Steuern) in die Rente. Ein Wahnsinn! Es wird Zeit, dass umgesteuert wird.
5. Träumerei
mmtwg 15.10.2012
Zitat von Ingmar E.Rechnet man die Steigerung der Rentenbezugsdauer hinzu (die Menschen werden älter) bleibt unterm Strich ja dennoch ein Plus. Wäre die Rente gleich hoch geblieben, hätte man ja bei Verdoppelung der Bezugsdauer, die monatliche Rentenhöhe halbieren müssen. So bekommen die heutigen Rentner von uns jungen Menschen durch die lange Bezugsdauer viel mehr Geld, als diese Menschen in ihrem Erwerbsleben an die damaligen Rentner bezahlen mussten. Und das nennt sich dann Generationsgerechtigkeit.
Medien, Politik und Religion tun alles, um das erzeugte BIP sowie alles Vermögen in die Hände der Bankster, Billionäre und Großkapitalisten umverteilt wird. Das ignorante Volk samt Rentner hängt sogar noch an diesem miesen Rothschild - Bankster System und läßt sich gnadenlos ausnehmen.
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Die Säulen des Sozialsystems
Arbeitslosenversicherung
Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.
Krankenversicherung
Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen - die Gesetzliche (GKV) und die Private (PKV). Rund 90 Prozent der Erwerbstätigen sind in der GKV pflichtversichert. Der Beitragssatz beträgt aktuell 15,5 Prozent für alle Versicherten. Zusätzlich können die Krankenkassen vom Einkommen unabhängige Beiträge erheben. Seit Anfang 2009 fließen alle Beiträge in einen Gesundheitsfonds, aus dem sie an die Kassen verteilt werden. Der Zugang zur PKV steht nur Selbstständigen und Arbeitnehmern oberhalb einer Einkommensgrenze offen.
Rentenversicherung
Die Beiträge werden durch ein Umlageverfahren finanziert, bei dem die Berufstätigen die Leistungen der Rentner zahlen. Anhand der eingezahlten Beiträge wird die künftige Rentenhöhe errechnet. Zurzeit liegt der Beitragssatz bei 19,6 Prozent. Im Januar 2013 sinkt der Beitrag auf 18,9 Prozent. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird derzeit stufenweise von 65 Jahren auf 67 Jahre heraufgesetzt.
Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung ist die jüngste der Sozialversicherungen in Deutschland. Sie ist eine Grundversicherung, die einen Teil der Pflegekosten abdeckt.

Alles zur Rente ab 67
So steigt das Rentenalter
Wann Sie mit Ihrer vollen Rente rechnen können
Jahrgang Alter*
1946 65
1947 65+1
1948 65+2
1949 65+3
1950 65+4
1951 65+5
1952 65+6
1953 65+7
1954 65+8
1955 65+9
1956 65+10
1957 65+11
1958 66+0
1959 66+2
1960 66+4
1961 66+6
1962 66+8
1963 66+10
ab 1964 67+0
* in Jahren + Monaten
Ab 2012 steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947. Menschen, die in diesem Jahr geboren wurden, müssen einen Monat länger arbeiten, wenn sie ihre Rente vollständig erhalten wollen. Bis 2023 kommt dann für die einzelnen Jahrgänge jeweils ein Monat Mehrarbeitszeit hinzu. Ab 2024 geht es weiter mit Zweimonatsschritten. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt so schließlich das neue Rentenalter 67.
Das sind die Ausnahmen
Wer schon 45 Jahre Rentenbeiträge bezahlt hat, kann auch künftig mit 65 in Rente gehen, ohne Abzüge akzeptieren zu müssen. Dabei zählt auch die Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Nachwuchses bei den Beitragszeiten mit. Allerdings schaffen es nur wenige Arbeitnehmer tatsächlich auf 45 Beitragsjahre - bei den Männern waren es zuletzt 28 Prozent, bei Frauen sogar nur vier Prozent.
So viele Abschläge zahlen Sie
Wer 35 Jahre Beiträge gezahlt hat, soll auch künftig mit 63 in Rente gehen können, muss aber Abschläge dafür in Kauf nehmen: 0,3 Prozent für jeden Monat, den man vor der Regelzeit aufhört.
Das ändert sich bei der Witwenrente
Hinterbliebene Ehepartner bekommen künftig statt ab 45 erst ab 47 die große Witwenrente (55 Prozent der normalen Versichertenrente). Bis dahin muss man sich mit der kleinen Witwenrente von 25 Prozent zufriedengeben.
So ändert sich Ihr Versicherungsbeitrag
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll durch die Reform bis 2020 nicht über 20 Prozent und bis 2030 nicht über 22 Prozent steigen. Das ist eine schwierige Aufgabe: Dem Statistischen Bundesamt zufolge wird der Altersdurchschnitt der Bevölkerung im Jahr 2050 von 42 auf 50 Jahre steigen.
Das ändert sich für Schwerbehinderte
Für Schwerbehinderte wird das Renteneintrittsalter stufenweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Mit finanziellen Abschlägen ist aber auch der Renteneintritt mit 62 möglich.
Das ändert sich bei den Erwerbsminderungsrenten
Wer aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt arbeiten kann, muss sich auf maximal 10,8 Prozent Abschlag einstellen. Er kann als Erwerbsgeminderter zudem mit 63 Jahren ohne Einbußen in Rente gehen. Diese Regelung gilt bis 2023, danach sind 40 Beitragsjahre erforderlich.