Mehr als drei Prozent Renten steigen kräftig

Gute Nachrichten für Rentner in Deutschland. Die Altersbezüge steigen ab Mitte des Jahres um 3,2 Prozent im Westen. Im Osten legen sie um 3,4 Prozent zu.

Rentner-Paar in Berlin (Archivbild)
DPA

Rentner-Paar in Berlin (Archivbild)


Die Renten sollen in diesem Jahr im Westen um 3,2 Prozent und im Osten um 3,4 Prozent steigen. Das teilte der neue Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) am Dienstag in Berlin mit. Die Erhöhung soll zur Mitte des Jahres erfolgen.

"Auch in diesem Jahr führen die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen der Vergangenheit zu besseren Renten", erklärte Heil. Das sei eine erfreuliche Nachricht für die mehr als 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Im vergangenen November hatte das Bundesarbeitsministerium noch einen geringeren Anstieg prognostiziert.

Auf dem Weg zu gleichen Rentenwerten in Ost und West werde mit der Rentenanpassung 2018 ein weiterer Schritt gemacht, sagte Heil. Der aktuelle Rentenwert Ost steige damit auf 95,8 Prozent des aktuellen Rentenwerts West. Bisher lag der Wert bei 95,7 Prozent. "Bis spätestens zur Rentenanpassung 2024 wird der aktuelle Rentenwert (Ost) auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen", kündigte Heil an. Die Vorgängerregierung hatte eine Angleichung der Renten in Ost und West bis 2025 beschlossen.

Die derzeitige Aufwertung der Berechnungsgrundlage für die Ost-Renten wird im Gegenzug abgeschmolzen. Das bedeutet, dass die im Schnitt niedrigeren Osteinkommen für die Rente nicht mehr ausgeglichen werden sollen.

"Die gesetzliche Rente ist und bleibt die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland", sagte Heil. "Diese Säule werden wir nun weiter stärken: mit einer Grundrente, die jahrzehntelangen Einsatz im Arbeitsleben, bei der Pflege und in der Kindererziehung honoriert; mit der Stabilisierung von Rentenniveau und Beitragssatz; und mit einer weiteren deutlichen Verbesserung der Absicherung bei Erwerbsminderung."

Einen Überblick über die Beschlüsse bei der Rente der neuen Großen Koalition lesen Sie hier.

Endlich verständlich

yes/dpa/AFP

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insgesamt 233 Beiträge
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krapfen70 20.03.2018
1. Kräftig ?
Die Rentner werden gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Geld. Ab jetzt können sie täglich in Eselsmilch baden und ihre Geldsäcke mit Blattgold verschönern lassen. Solche euphemistischen Jubelmeldungen sind schon ziemlich sarkastisch.
ayco 20.03.2018
2. Da habe ich aber nichts von,
da die (in meinem Fall ) private Krankenkasse jedes Jahr mit einem gewissen zeitlichen Abstand die Beiträge erhöht.
rosenblum64 20.03.2018
3. Stimmenkauf
Schade, dass es nicht mehr junge Menschen in Deutschland gibt. Dann müsste sich die Bundesregierung die Zukunft erkaufen, nicht die Vergangenheit.
peterpeterweise 20.03.2018
4. Schön für die jetzigen Rentner
aber nicht so gut für Beitragszahler. Es ist schon beschlossen, dass künftige Rentner prozentual viel weniger Geld von ihrem Einkommen bekommen werden, als die jetzigen Rentner. Warum erhöht man nicht etwas weniger und nimmt man einen Teil der Beiträge als Rücklage, damit es für künftige Generationen nicht ganz so hart wird? Bei der privaten Krankenversicherung ist eine ähnliche Vorgehensweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Warum wird bei der Rente alles was ausgegeben werden kann, auch sofort ausgeschüttet, obwohl man weiß, dass die Zeiten für die heutigen Beitragszahler deutlich schlechter werden? Hat es etwas mit den Wählerstimmen der Rentner zu tun?
ned divine 20.03.2018
5. Wenigstens einer Bevölkerungsgruppe wird noch "Geld zugesteckt"
....immerhin sind hier die meisten Wähler zu finden, insofern ist es mal wieder durchaus clever, diese zu begünstigen, wenn auch nur mit Almosen. Meine Generation, jetzt zwischen 30 und 50 wird gar nichts mehr aus dem Rententopf kriegen, werden dann sicher direkt ins All entsorgt nach dem Austritt aus dem Erwerbsleben mit 80 nach 60 Jahre Maloche. Schöne neue Bananenrepublik!!!
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