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Kampf gegen Rubel-Verfall: Kreml diktiert Konzernen Devisenverkauf

Die russische Regierung nutzt offenbar ihren Einfluss auf Staatsunternehmen, um den Rubel zu stützen. Einem Bericht zufolge müssen die Firmen ihre Devisenreserven abbauen. Die Strategie scheint bereits Wirkung zu zeigen.

Passanten am 19. Dezember vor Moskauer Wechselstube: Rubel in der Krise Zur Großansicht
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Passanten am 19. Dezember vor Moskauer Wechselstube: Rubel in der Krise

Moskau - Im Kampf gegen die Währungskrise spannt die russische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge auch Staatskonzerne ein. Ministerpräsident Dmitri Medwedew habe per Dekret die Unternehmen angewiesen, einen Teil ihrer ausländischen Geldreserven zu verkaufen, berichtete die Zeitung "Kommersant" am Dienstag unter Berufung auf Insider.

In den kommenden zwei Monaten könnten die Unternehmen auf diese Weise insgesamt etwa eine Milliarde Dollar pro Tag in den Markt pumpen, hieß es. Betroffen von der Anweisung seien unter anderem die Energiekonzerne Gazprom und Rosneft.

Die Zentralbank kündigte in einer Erklärung Gespräche mit Exportunternehmen über eine Stabilisierung des Devisenmarkts an. Regelmäßige Verkäufe ausländischer Währungen über das Jahr hinweg seien auch im Interesse der Konzerne, hieß es. Regierungsvertreter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Stützungsmaßnahmen der Zentralbank und die Berichte über die Schritte der Regierung zeigen offenbar bereits Wirkung. Denn der Kurs der Landeswährung legte am Dienstag zu. Dollar und Euro verloren zeitweise mehr als fünf Prozent auf 52,8775 und 64,02 Rubel.

Die russische Währung steht wegen der westlichen Sanktionen und des vergleichsweise niedrigen Ölpreises massiv unter Druck. Der Rubel hatte Mitte Dezember binnen weniger Tage mehr als 20 Prozent an Wert verloren. Zeitweilig wurde ein US-Dollar bei einem Kurs von 80 Rubel gehandelt.

mmq/Reuters

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insgesamt 73 Beiträge
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1. In vier Wochen wird es die gegenteilige Meldung geben
wiede7 23.12.2014
und die Firmen werden für das Geld wieder Devisen kaufen müssen, um Waren einkaufen zu können. Nur werden sie dann nur die Häfte der Devisen wiederbekommen.
2. Waren es letzten Mittwoch noch 100 Rubel für einen Euro
WernerT 23.12.2014
Sind es heute gerade mal 64, sprich der Euro hat ein Drittel an Wert verloren, innerhalb von weniger als einer Woche - das tut den Spekulanten und ihren Schreiberlingen richtig weh.
3. Sehr kurzfristig gedacht.
AusVersehen 23.12.2014
Diese Strategie wird nur kurz helfen und hinterher die russische Wirtschaft um so härter treffen. Sobald die Devisenreserven abgebaut sind und die Sanktionen immernoch bestehen, fällt der Rubel wieder und dann wird es die russische Wirtschaft um so härter treffen, denn dann fehlt es an den Devisen um aus dem Ausland Produkte einzukaufen, die dringend benötigt werden, um die russische Produktion aufrecht zu erhalten. Z.B. Ersatzteile und Maschinen.
4. Warum diese Aufregung?
bernhard 23.12.2014
Es ist Währungskrieg, bei dem es darum geht, ob der Dollar für die nächsten 100 Jahre noch Leitwährung ist. Russland und China insbesondere arbeiten daran, dem Dollar das Wasser abzugraben. Würden die es schaffen, dann wäre es das Ende der US- Dominanz über die Welt. Darum geht es, um nicht mehr und nicht weniger.
5. Runde 1..... Runde 2.....Runde 3
liberty_of_speech 23.12.2014
Was die Hetzer hier in der Freude übersehen ist, dass man einen Vorteil hat wenn man als erster in eine Kriese rutscht. Ich sage nur Irland. Weiterhin kaufen China und Russland Gold auf wie wild. Offensichtlich haben die USA das Gold welches sie für andere gehortet haben verkauft. Wäre es anders müsste mir jemand erklären wieso Deutschland sein Gold nicht zurück bekommt. Die Testbarren waren ja scheinbar nicht das eigene. Holland bekam sein Gold auch erst nachdem das von der Ukraine verschwunden ist. Wer Zinsen buchstabieren kann dem ist klar, dass das System bald zusammen bricht. Danach wird der einen Vorteil haben der was zu bieten hat. Gold, Rohstoffe, Energie.
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