Wirtschaftsboom Rücklagen der Krankenkassen steigen auf über 20 Milliarden Euro

Die Krankenkassen häufen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage immer höhere Finanzreserven an. Verbraucher dürfen jetzt auf niedrigere Beiträge hoffen.

Blutdruckmessung
DPA

Blutdruckmessung


Die gesetzlichen Krankenkassen haben erstmals Finanzreserven von mehr als 20 Milliarden Euro angehäuft. Im ersten Halbjahr 2018 haben die Kassen einen Überschuss von 720 Millionen Euro erzielt, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Damit seien die Rücklagen bis Ende Juni auf 20,01 Milliarden Euro gestiegen. Die Summe entspricht mehr als dem Vierfachen der gesetzlichen Mindestreserve und mehr als einer Monatsausgabe der Kassen.

Die Reserven der Krankenkassen steigen wegen der guten wirtschaftlichen Lage immer weiter an. "Davon sollen auch die Beitragszahler profitieren", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Spahn verwies auf einen Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett im Juni beschlossen hatte. Demnach müssten die Kassen künftig übermäßig hohe Rücklagen abbauen, indem sie die Zusatzbeiträge für ihre Versicherten senken. Laut Bundesgesundheitsministerium lag der durchschnittliche Zusatzbeitrag zuletzt bei 1,07 Prozent.

hej/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.