Neue Devisenstrategie Russische Notenbank stößt Dollarreserven ab

Russland verfolgt mit seinen Währungsreserven offenbar eine neue Strategie. Die Nationalbank hat im vergangenen Jahr massiv Dollar abgestoßen - und hat schon eine Alternative.

Yuan-Noten
AP/ Xu jingbai - Imaginechina

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Mehr als 100 Milliarden Dollar hat die russische Notenbank im vergangenen Jahr abgestoßen. Das berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" unter Berufung auf einen Bericht der Notenbank, der über die Aufschlüsselung der russischen Währungsreserven informiert.

Demnach deckte sich die Zentralbank zuletzt verstärkt mit Euro und dem chinesischen Yuan ein. Mit dem Kauf von rund 44 Milliarden Yuan hält sie nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) nun mehr als ein Viertel der weltweiten Yuan-Reserven.

Russland will sich mit den Yuan-Ankäufen offenbar unabhängiger von den USA und ihrer führenden Weltwährung machen. Laut Medienberichten reagiert Moskau mit dem Kauf anderer Währungen auch auf die harten Sanktionen, mit denen die Amerikaner der russischen Wirtschaft zuletzt schwer zugesetzt hatten.

"Wir stoßen den Dollar nicht ab, der Dollar stößt uns ab", hatte der russische Präsident Wladimir Putin im November gesagt. Russland sei nicht das einzige Land, das sich vom Dollar abwende.

Die Mehrheit der russischen Währungsreserven im Wert von rund 458 Milliarden Dollar hält die russische Notenbank aber auch nach dem Kurswechsel in Euro und Dollar.

fek



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