Nahost-Politik Saudi-Arabien verhängt Auftragsstopp für deutsche Firmen

Deutschlands Iran-Politik stößt in Saudi-Arabien auf Missmut: Thronfolger Mohammed bin Salman will Regierungsaufträge nach SPIEGEL-Informationen vorerst nicht mehr an deutsche Firmen vergeben.

Mohammed bin Salman
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Saudi-Arabien ist tief verärgert über die Berliner Politik im Nahen Osten, vor allem über die deutsche Haltung gegenüber Iran. Der neue Thronfolger Mohammed bin Salman verhängte deshalb einen internen Vergabestopp für Regierungsaufträge. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Nach SPIEGEL-Informationen sind Großkonzerne wie Siemens, Bayer und Boehringer betroffen, die seit Jahren intensiv mit dem Gesundheitsministerium in Riad zusammenarbeiten, aber auch Daimler, die Hunderte Mercedes-Busse für den neuen Nahverkehr in Riad und Jeddah liefern sollen. Insgesamt 800 deutsche Firmen sind im Königreich aktiv. 2017 betrugen die deutschen Exporte nach Saudi-Arabien 6,6 Milliarden Euro. Bereits im November 2017 hatte Riad seinen Botschafter aus Berlin abgezogen.

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