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Megaprojekt im Nahen Osten: Saudi-Arabien plant Stadt für 100 Milliarden Dollar

Die Staaten des Nahen Ostens sind bekannt für architektonische Superlative. Saudi-Arabien setzt noch einen drauf: Bis zum Jahr 2035 soll eine komplett neue Stadt für zwei Millionen Menschen entstehen.

Skizze der King Abdullah Economic City: Knotenpunkt für Handel und Logistik Zur Großansicht
AP/Emaar

Skizze der King Abdullah Economic City: Knotenpunkt für Handel und Logistik

Saudi-Arabien will bis 2035 eine neue Stadt für bis zu zwei Millionen Einwohner bauen. Die Kosten sollen 100 Milliarden Dollar betragen. Der Geschäftsführer des Projektentwicklers Emaar Economic City, Fahd al-Rasheed, bestätigte in einem Interview das Bauvorhaben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Jordanien gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Die Neue Stadt mit dem Namen King Abdullah Economic City soll rund hundert Kilometer nördlich von Saudi-Arabiens Wirtschaftsmetropole Dschidda am Roten Meer liegen.

Ziel des Bauprojekts: einen neuen Hauptknotenpunkt für Handel und Logistik rund ums Rote Meer zu schaffen. Eine Region, die weltweit "der größte Wachstumsmarkt" sei, so al-Rasheed. Der Hafen der neuen Stadt, der pro Jahr 2,7 Millionen Container umschlagen könnte, soll irgendwann zu den zehn größten der Welt gehören.

Wenn es nach den Wünschen des Entwicklungsunternehmens geht, sollen auch Industrieparks, Krankenhäuser, Schulen und sogar Golfplätze entstehen. "Der schwierigste Teil ist, die erste Phase des Projekts auf die Beine zu stellen", erklärte al-Rasheed. "Sobald dieser Schritt getan ist, sind nach oben keine Grenzen gesetzt - in dieser Anfangsphase befinden wir uns gerade."

Derzeit habe die Stadt erst 3000 Einwohner, biete aber bereits 7000 Arbeitsplätze - der örtliche Industriepark soll schon fast hundert Unternehmen angelockt haben. Bis 2020 soll die King Abdullah Economic City auf 50.000 Einwohner anwachsen und 28.000 Arbeitsplätze bieten. 25 Prozent der Planstadt sollen bis dahin stehen. Auch eine Hochgeschwindigkeitstrasse nach Dschidda und zu den Pilgerstätten Mekka und Medina ist geplant.

Bei der Firma Emaar Economic City handelt es sich um ein Tochterunternehmen der in Dubai ansässigen Emaar Propertiers - dem Erbauer des derzeit höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Khalifa. Al-Rasheed räumte ein, dass der Fertigstellungstermin 2035 ambitioniert sei. Doch für Saudi-Arabien geht es um mehr als ein Prestigeprojekt - das Vorhaben sei Teil einer Diversifizierungsstrategie weg vom Öl - und hin zu mehr Arbeitsplätzen in der Region.

amt/AP

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1. ...
alternativloser_user 22.05.2015
Meiner Meinung nach sollte Saudi Arabien besser auf die Entwicklung von Wüstengeeeigneten Solarpanels und auf Meerwasserentsalzungsanlagen setzen statt irgendwelche Städte als Prestigeobjekte zu bauen. Denn wenn irgendwann mal das Öl alle ist und Wassermangel herrscht hat man große Städte ohne Energie mit einer verdurstenden Bevölkerung ...
2. Macht Sinn
Mario V. 22.05.2015
In Saudi-Arabien geht es allen Bewohnern ja so gut, dass man einfach nicht weiß, was man sonst mit dem ganzen Öl-Geld machen soll. Und wenn dieses Mega-Bauprojekt so durchgezogen wird wie die für die WM in Katar, dann freuen sich bestimmt schon alle, die dort als Sklaven arbeiten dürfen.
3. Mit eingebauter, kurzer Halbwertszeit
kabian 22.05.2015
Sobald das Öl versiegt ist werden diese Städte eingehen wie Blumen ohne Wasser.
4. Französische Revolution auf arabisch
iasi 22.05.2015
Der arabische Frühling ist einem Winter gewichen - und nun bekommen die Radikalen die Oberhand. Währenddessen baut die Oberschicht sich ihre Paläste - und wir im Westen unterstützen unsere "Freunde", die ja schließlich mit unserer Oberschicht sehr gute Beziehungen pflegt. Wir sind schließlich immer froh, wenn die arabischen Freunde in unsere Konzerne investieren. Vor allem aber wollen wir Stabilität, damit unser Leben nicht beeinträchtigt wird. Und natürlich unterstützen wir unsere Freunde beim Kampf gegen die radikalen Revolutionäre - äh Terroristen. Die Region benötigt eine Neuordnung - und die wird kommen - so oder so.
5. Fein
shardan 22.05.2015
Das Geld wäre in der Bekämpfung des IS besser untergebracht. Aber die Oberschicht dort scheint demgegenüber ziemlich blind zu sein. Nebenbei ist die Überschrift nicht korrekt. Keine Stadt für 2 Millionen Menschen - sondern eine für zwei Millionen REICHE Menschen. Das ist kein Argument, mit dem man IS-Kämpfer gegenübertreten sollte....
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