Reichen-Ranking Saudi-Prinz beschwert sich über "Forbes"-Liste

Bescheidenheit ist eine Zier, Prinz Walid Ibn Talal Al Saud scheint das anders zu sehen: Laut "Financial Times" sieht sich der saudische Investor im Reichen-Ranking von "Forbes" benachteiligt - weil das US-Magazin sein Vermögen auf schlappe 20 Milliarden Dollar geschätzt hat.

Prinz Walid Ibn Talal Al Saud: Streit mit "Forbes"
AFP

Prinz Walid Ibn Talal Al Saud: Streit mit "Forbes"


Hamburg - In Europa wird eine hitzige Debatte über angemessene Manager-Gehälter geführt - Prinz Walid Ibn Talal Al Saud hat ganz andere Probleme: Der saudische Prinz fühlt sich ungerecht behandelt in der Hitparade der reichsten Individuen der Welt. Statt auf Platz 26 sieht er sich offenbar in den Top Ten.

Auf 20 Milliarden Dollar schätzt das US-Magazin "Forbes" das Vermögen von Talal, dem Investor, der unter anderem Anteile am Hotel George V in Paris und am Kurznachrichtendienst Twitter hält. So steht es im aktuellen Reichen-Ranking, das "Forbes" am Montag veröffentlicht hat. Viel zu wenig, glaubt Talal offenbar. Der Prinz habe sich über die Darstellung seines Vermögens beschwert, berichtet die "Financial Times".

Gegenüber "Forbes", soll Talals Vermögen auf 29,6 Milliarden Dollar beziffert worden sein, berichtet die "FT". Demnach würde der Prinz in dem Reichen-Ranking erheblich klettern, in die Top Ten, vor die Position vor Bernard Arnault von der Luxusgütergruppe LVMH. Talals Investorengesellschaft Kingdom Holding Company machte keine offiziellen Angaben dazu.

In einem Milliardärsindex des Finanzdienstleisters Bloomberg rangiert Talal derzeit auf Rang 16, mit einem geschätzten Vermögen von 28 Milliarden Dollar. Kingdom soll mitgeteilt haben, man halte diese Schätzung für akkurater als die von "Forbes".

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Talal sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen. Unter anderem, weil er seine 85-Meter-Yacht als Drehort für einen James-Bond-Film zur Verfügung stellte. Nach den Anschlägen auf das World-Trade-Center am 11. September 2001 schickte Talal dem damaligen New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani einen Scheck über zehn Millionen Dollar. Mit der Bitte, die USA sollten ihre Politik gegenüber den Palästinensern mäßigen. Giuliani gab den Scheck zurück.

Die Liste der weltweit reichsten Menschen von "Forbes" führt weiterhin der Mexikaner Carlos Slim Helú mit geschätzten 73 Milliarden Dollar an. "Forbes" zählt insgesamt 57 Deutsche zu den Dollar-Milliardären dieser Welt. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist regelrecht abgestürzt. Mit einem geschätzten Vermögen von 13,3 Milliarden Dollar belegt er nur noch Rang 66. Vor einem Jahr stand er noch auf Platz 35.

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ssu



insgesamt 21 Beiträge
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hermannjosefjung 05.03.2013
1. Qualitäts-Journalismus
Schön, dass der Spiegel nicht jedes Jahr bei solch perversen Spielen wie "Wer ist der Reichste?", "Wer ist die schönste?", "wer" ist der/das Schnellste" , "Wer hat den längsten?" etc. pp mitmacht. Danke spon für diese Qulität im Journalismus. Danke.
dschinn1001 05.03.2013
2. sueß . . .
. . . sieht aus wie Fernsehkoch Lafer . . .
eine-Meinung-unter-Vielen 05.03.2013
3. Typisch für eine Person...
... die nie für ihr Geld hat arbeiten müssen, vermute ich mal. Es ist doch erfreulich, welche Probleme den Prinzen drücken und er keine anderen hat. Glückwunsch :)
Drummer 05.03.2013
4. So ne Sauerei
Da würd´ ich mich auch beschweren. Leider fehlt mir der Grund.
krampf 05.03.2013
5.
Interessant wie Talal Schlagzeilen mit seiner Yacht gemacht haben soll als auf dieser 82/83 der Bond gedreht wurde. Er hat das Schiff erst 1991 von Trump gekauft meines Wissens nach.
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