Kritik: Schäuble nennt Japans Finanzpolitik besorgniserregend

Finanzminister Wolfgang Schäuble kritisiert die Finanzpolitik der neuen japanischen Regierung. Diese mache ihm "ziemlich viel Sorge", sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Die Euro-Zone sei dagegen auf dem richtigen Weg.

Berlin - Finanzminister Wolfgang Schäuble hat das Vorgehen der japanischen Regierung zur Lösung der Wirtschaftskrise mit frischem Notenbank-Geld kritisiert. "Mir macht ziemlich viel Sorge, was die neue Politik der neu gewählten japanischen Regierung ist", sagte Schäuble am Donnerstag im Bundestag. Es gebe ein Übermaß an Liquidität an den globalen Finanzmärkten. Dies werde durch falsches Verständnis von Notenbank-Politik weiter geschürt.

Der neue japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hatte angesichts der schwachen Konjunktur eine deutliche Ausweitung der lockeren Geldpolitik angekündigt. Die Zentralbank könnte schon bald frisches Geld in die Wirtschaft pumpen. Die japanische Währung steht daher seit längerem unter Druck.

Bei der Euro-Staatsschuldenkrise zeichnete Schäuble erneut ein vorsichtig optimistisches Bild. "Wir sind auf dem richtigen Weg, die Vertrauenskrise in den Euro Schritt für Schritt zu lösen", sagte Schäuble. "Wir sind nicht über dem Berg, aber wir sind auf dem richtigen Weg."

cte/Reuters/dpa

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