Schulden am Limit Dritter Rating-Riese droht USA mit Abstufung

Es ist der nächste Warnschuss für die größte Wirtschaftsmacht der Welt: Mit Fitch warnt auch die dritte der großen Rating-Agenturen vor einer Absenkung der Bonitätsnote für die USA. Auch der Konjunkturbericht für Mai gibt wenig Hoffnung auf ein schnelles Ende der Krise.

US-Finanzministerium: Nur durch "außergewöhnliche Maßnahmen" flüssig
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US-Finanzministerium: Nur durch "außergewöhnliche Maßnahmen" flüssig


Washington - Erst Standard & Poor's, dann Moody's, jetzt Fitch: Die dritte der großen Rating-Agenturen zieht eine Herabstufung der US-Bonität in Betracht. Sollte der Kongress in Washington es bis Anfang August nicht schaffen, die gesetzliche Schuldenobergrenze für den Haushalt zu erhöhen, könnte dies eine Abwertung zur Folge haben, schrieb das Unternehmen in einem am Mittwoch veröffentlichten Report.

Fitch droht, konkret würde man die Kreditwürdigkeit der USA von der Bestnote "AAA" auf "B+" ändern. Die Rating-Agentur begründete den Schritt ähnlich wie die Konkurrenten: Könnten sich die Parteien nicht auf den als Routine geltenden Schritt einigen, würde das eine Regierungskrise bedeuten. Theoretisch würde der erste Zahlungsausfall der USA in der Geschichte drohen - mit möglicherweise dramatischen Konsequenzen auf den Finanzmärkten.

Die USA müssen bis zum 2. August die Grenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar deutlich anheben, um zahlungsfähig zu bleiben. Die Republikaner erklärten, der Anhebung nur zuzustimmen, wenn Obama weitere Kürzungen zusagt. Das Land hatte die Latte eigentlich schon Mitte Mai gerissen, bleibt aber nach den Worten von Finanzminister Timothy Geithner durch "außergewöhnliche Maßnahmen" flüssig - gemeint sind Bilanzierungstricks.

Aus dem Finanzministerium hieß es zur Fitch-Warnung, dies sei "eine weitere starke Mahnung". An den Märkten sorgte sie kaum für Unruhe.

US-Wachstum schwächt sich teilweise ab

Auch der Konjunkturbericht der US-Notenbank für den Monat Mai enthält wenig Positives: Demnach hat sich das Wachstum in den USA teilweise etwas abgeschwächt. Einige Notenbank-Distrikte hätten zuletzt von einem etwas schwächeren Wachstum berichtet, heißt es in dem Beige Book genannten Bericht. Dies gelte für die Regionen New York, Philadelphia, Atlanta, und Chicago. Demgegenüber habe sich das Wachstum in anderen Distrikten fortgesetzt oder sogar leicht beschleunigt. Generell zeige die Entwicklung nach oben.

Der wichtige Industriesektor ist laut dem Bericht in den meisten Regionen weiter gewachsen, zum Teil aber etwas langsamer als bislang. Die Konsumausgaben hätten sich gemischt entwickelt - hier dürften vor allem höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise belastet haben. Die Autoverkäufe seien zuletzt eher schwach ausgefallen, auch wegen Zulieferschwierigkeiten wegen der Japan-Katastrophe.

Den Häusermarkt umschreibt die Notenbank als unverändert schwach. Lediglich bei Mietwohnungen habe sich die Lage zuletzt gebessert. Der wichtige Arbeitsmarkt habe sich moderat verbessert, das Lohnwachstum sei aber immer noch bescheiden. Nahezu alle Distrikte hätten über deutlich gestiegene Rohstoffpreise berichtet, die von den Unternehmen zumindest teilweise auf die Endpreise umgelegt worden seien.

Der Bericht bezieht sich auf Daten bis zum 27. Mai. Zuletzt stark enttäuschende Frühindikatoren und Arbeitsmarktdaten sind in die Untersuchung damit nicht eingeflossen.

fdi/Reuters/dpa-AFX/AFP

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Seite 1
michlauslöneberga 08.06.2011
1. also meine Freunde
Zitat von sysopEs ist der nächste Warnschuss*für die größte Wirtschaftsmacht der Welt: Mit Fitch warnt auch die dritte der großen Rating-Agenturen vor einer Absenkung der Bonitätsnote für die USA. Auch der Konjunkturbericht für Mai gibt wenig Hoffnung auf ein schnelles Ende der Krise. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,767494,00.html
sind diese Burschen von den Ratinagenturen noch nie gewesen, seit der Wirtschaftskrise erst recht nicht. Irgendwie hinken die Kameraden immer hinter den tatsächlichen Geschehnissen her, dass die USA stark verschuldet bis fast überschuldet sind pfeifen doch schon seit einem Jahr die Spatzen von den Dächern. Proaktives Warnen vor Risiken ist für etwas anderes.
Michael KaiRo 08.06.2011
2. Non ein paar Tage, dann
Zitat von sysopEs ist der nächste Warnschuss*für die größte Wirtschaftsmacht der Welt: Mit Fitch warnt auch die dritte der großen Rating-Agenturen vor einer Absenkung der Bonitätsnote für die USA. Auch der Konjunkturbericht für Mai gibt wenig Hoffnung auf ein schnelles Ende der Krise. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,767494,00.html
soll es ne Währungsreform in den USA geben. Dann hat der Dollar fertig. Schaun mer mal!
rafkuß 08.06.2011
3. Für die...
Zitat von sysopEs ist der nächste Warnschuss*für die größte Wirtschaftsmacht der Welt: Mit Fitch warnt auch die dritte der großen Rating-Agenturen vor einer Absenkung der Bonitätsnote für die USA. Auch der Konjunkturbericht für Mai gibt wenig Hoffnung auf ein schnelles Ende der Krise. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,767494,00.html
...bald nur noch zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Was daran ist tragisch?
thrasybulos 08.06.2011
4. Weiter so?
Zitat: "Sollte der Kongress in Washington es bis Anfang August nicht schaffen, die gesetzliche Schuldenobergrenze für den Haushalt zu erhöhen, könnte dies eine Abwertung zur Folge haben, [...]." Ach so. Wenn die USA das Schuldenproblem erneut auf die Lange Bank schieben, dann gibt es also keine Abwertung? Wenn die Anhebung der Schuldenobergrenze durchgewunken wird, dann häufen die Staaten eben statt 14,3 Billionen 15 oder 16 Bill. an, bis die Schuldenobergrenze erneut nach oben korrigiert werden muss... Fällt denen sonst nichts mehr ein?
robur 09.06.2011
5. Rating-Verwirrung
Ist hier wirklich B+, also hochspekulativ gemeint? Auch, wenn das vielleicht stimmen würde, wäre das schon eine kräftige Abstufung von AAA. Vielleicht sollte das A+ heißen?
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