Staatsausgaben Schuldenuhr läuft erstmals rückwärts

Ab 2018 läuft die Schuldenuhr in Berlin erstmals rückwärts, die Staatsverschuldung sinkt. Doch Entwarnung will der Bund der Steuerzahler nicht geben: Der Rückgang sei kein Ergebnis der Politik.

Schuldenuhr
DPA / Bund der Steuerzahler

Schuldenuhr


Die öffentliche Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler wird ab Jahresanfang 2018 erstmals in ihrem 22-jährigen Bestehen rückwärts laufen. Auslöser sei der soeben vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang der Gesamtverschuldung des Staates im zurückliegenden Jahr um 2,9 Prozent auf noch 1,93 Billionen Euro, sagte der Präsident des Verbandes, Reiner Holznagel, der "Saarbrücker Zeitung".

Die derzeitige positive Entwicklung bedeute aber keine Entwarnung. "Der Rückgang der Verschuldung ist nicht auf eine aktive Politik zurückzuführen, sondern auf das Wirtschaftswachstum, die Steuermehreinnahmen und niedrige Zinsen", warnte Holznagel. Im Fall einer Zinswende hätten die Finanzminister von Bund und Ländern ein großes Problem. "Schon jetzt beträgt die Zinslast im Bundeshaushalt jedes Jahr fast 20 Milliarden Euro."

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mik/dpa-AFX



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