Autoabsatz Schwaches Geschäft in China belastet Audi

Der Einbruch der Autoverkäufe in China hat Audi im ersten Quartal zu schaffen gemacht. Jetzt will der Autobauer mit einem neuen Partner zusammenarbeiten.

Audi-Autos
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Audi hat in China im ersten Quartal statt der geplanten 140.000 nur noch 109.000 Autos verkauft und dort auch ein Viertel weniger verdient.

Wegen der Entwicklung in der Volksrepublik sank der weltweite Audi-Absatz im ersten Vierteljahr um 7 Prozent und der Umsatz von 14,5 auf 14,3 Milliarden Euro. Wie Audi mitteilte, stieg das Betriebsergebnis des Konzerns insgesamt dennoch leicht auf 1,3 Milliarden Euro.

Außerdem brachte der Verkauf von Anteilen an dem Kartendienst Here, der bisher Audi, BMW und Daimler zu je einem Drittel gehörte - 183 Millionen Euro in die Kasse. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg von 0,96 auf 1,43 Milliarden Euro. Der im Joint Venture mit dem staatlichen Autokonzern First Automotive Works (FAW) verbuchte Gewinn aus China sank jedoch um ein Viertel auf 120 Millionen Euro.

Die VW-Tochter lotet auf dem wichtigen Markt derzeit eine Zusammenarbeit mit dem SAIC-Konzern als zweitem Partner neben dem langjährigen Partner FAW aus - und hat damit die bisherigen Vertragshändler stark verunsichert. Der Audi-Vorstand gibt sich dennoch optimistisch: Trotz der derzeitigen Streitigkeiten will das Unternehmen auf Jahressicht auch in China wachsen.

hej/dpa-AFX



insgesamt 7 Beiträge
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smartphone 04.05.2017
1. Audi und HRchefchen
Von dem stammt ein cooles Sprüchlein " Wir stellen Ingenieure nur für PRODUKTIONSspitzen ein ".... Das heißt klar und deutlich, daß wohl die Putzfrau bzw die Marketingtussi diese Autos konstruiert .... Und das merkt man seit langem überdeutlich . Lausige Qualität , dauernd irgendein Lämpchen zeigt "Defekte" boshaft formuliert ist jeder Passat schon vorzuziehen - wobei dessen Anmutung seit dem B3 massiv schon abfiel... Audi hatte mehrere stark schwächelde Reihen .. 3,5,7, im Grunde wärs sinnvoll den gesamtenm Laden zu rekuperieren ,also zu Verwerten.
grommeck 04.05.2017
2. Die Lobbyistenregierung wird schon helfen....
tut sie beim Dieselgate auch. Vertuschen oder den Steuerzahler zur Kasse bitten - geht alles.
frankfurtbeat 04.05.2017
3. neulich ...
neulich war ich um die Ecke :-) bei einem AUDI-Händler und habe mich unverbindlich umgesehen. Schon dreist was für Preise dort ausgerufen werden für ein bisschen Blech mit fraglcher software aber dollen LED-Lämpchen. Die Qualität des "Vorsprungs durch Technik" entspricht jedoch nicht dem Preisniveau. Dort das Angassystem mit Motorleuchte, hier die Türe welche sich nicht mehr von außen öffen lässt, dazu ein MMI was über Nacht die Batterie leer saugt, jetzt mal der pfeifende Turbo ... morgen dann wahrscheinlich die Einspritzpumpe. Will man das ganze Theater kostet einem das neu über 60.000 €. Man stelle sich vor das ein LED-Scheinwerfer vorne nur komplett zu ersetzen ist und ... festhalten ... über 1.200 €uronen will man für den Plastikschrott.
Beijinger 04.05.2017
4. Warum so negativ über Audi?
Habe vor einem Monat meinen neuen Firmenwagen Audi A6L TSFI beim hiesigen Audi Dealer in Jieyang/Guangdong abgeholt, Top Qualität, tolle Verarbeitung, die elektronischen Helferlein sind logisch und bedienungsfreundlich und das Auto geht ab wie Schmidt's Katze, fahre privat in Peking inzwischen 5 Jahre einen A5 Sportback, das gleiche, ein tolles Auto. Meine Erfahrungen zuletzt in D mit Mietwagen des direkten Wettbewerbs, vor allem der mit dem Stern, schlicht enttäuschend. Weiter do, Audi, ich mchte kein anderes Auto fahren.
paula_f 04.05.2017
5. Keine technischen Ambitionen mehr - es zählt nur der kurzfristige Gewinn
Auch ohne Diesel schafft es Audi in China seinen Ruf kaputt zu machen. Auf Kosten der Fehlkonstruktionen bei den TFSI und FSI Motoren werden den Kunden aufgebrummt. Da ist zunächst das Steuerketten - Problem, schlechte Qualität der Ketten führt zu massig Motorschäden. Dann ist da das Problem der Kolbenkipper in den Aluminium Laufbuchsen mit Siliciumbeschichtung in der Tragschicht. In der Praxis bedeutet dass viele kapitale Motorschäden verschärft die zu lange Motorölwechselintervalle. DKW wechselte früher die empfindlichen Wankelmotore des RO80 und ging daran pleite. Nicht nur bei Audi auch bei vielen anderen Herstellern gibt es in den letzten Jahren häufige Qualitätsmängel, die Ursache ist der Kostendruck und die Entscheidungsmache der Betriebswirte über die der Ingenieure. Beispielsweise wird bei der Umwälzpumpe der Standheizung im Cent bereich gespart mit der Folge, dass der Autobesitzer nach 3 Jahren das halbe Auto zerlegen lassen muss um die regelmäßig defekten Pumpen zu tauschen. In China ist der Anteil der privaten Käufer wesentlich höher und da spricht sich schlechte Qualität schnell herum. Der bisherige Erfolg des Herrn Stadler basiert auf Autoentwicklungen die unter seinen Vorgängern maßgeblich entwickelt wurden - wie immer wenn es nur auf die Zahlen ankommt geht es irgendwann den Bach runter.
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