Schwarzbuch 2016/17 Wie der Staat Steuergeld verschwendet

Eine Brücke ohne Straße, eine Fledermausunterkunft ohne Fledermäuse: Der Bund der Steuerzahler stellt neue Beispiele für die Verschwendung von Steuergeldern vor. Hier ist die Liste.

Neu gebautes Fledermausquartier
Saarland.de

Neu gebautes Fledermausquartier


Der Bund der Steuerzahler hat sein neues Schwarzbuch vorgestellt, das zahlreiche Beispiele dafür enthält, wie der Staat nach Ansicht der Organisation Steuergeld verschwendet.

Dazu zählen teure Großprojekte wie die Sanierung der Kölner Oper, deren Kosten sich verdoppelt hätten. Aber auch eher absurde Fälle wie die Betriebsfeier des landeseigenen Spielbankbetreibers WestSpiel, die auf einem Boot auf dem Rhein stattfand und 77.000 Euro gekostet haben soll.

Bauprojekte stehen wie jedes Jahr in der Kritik: Oft seien die schlecht geplant, häufig deutlich teurer als ursprünglich angegeben. Einen besonders kuriosen Fall habe es in Mainz gegeben: Dort habe die Stadt eine Brücke bauen lassen, dabei aber vergessen, die umliegenden Grundstücke zu kaufen. Die Brücke habe deshalb nicht mit dem Straßennetz verbunden werden können, nur Fußgänger und Radfahrer dürften sie nutzen.

Sehen Sie hier einige Beispiele aus dem neuen Schwarzbuch in der Fotostrecke:

insgesamt 75 Beiträge
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fatherted98 06.10.2016
1. Jedes Jahr...
...das Gleiche. Aber wo gehobelt wird fallen halt auch Späne. Die Verantwortlichkeiten für solchen Planungsfehler müssten klar benannt werden...das traut sich aber keiner...und das ist das Problem.
Mikrohirn 06.10.2016
2. Die Hufeisennase
eine Fledermausart, die weltweit zu Millionen vorkommt, wird in Hohenburg/Bayern mit Millionen Euro gepimpt, weil sie hier (außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes) ja ach so selten ist.
MatthiasPetersbach 06.10.2016
3.
Naja, ärgerlich. Aber im Gegensatz zu den Geldern, die wir den Banken und Amerika in den Rachen werfen (werden), hat dieses Geld immer noch jemand was gebracht. Da hat jemand dafür gearbeitet, was daran verdient und zahlt jetzt seine Steuern, seine Mitarbeiter und das Brot beim Bäcker damit. Hier.
Kreklova 06.10.2016
4. Verzicht auf Steuereinnahmen
Man sollte der Steuerverschwendung mal gegenüberstellen auf welche Steuereinnahmen der Fiscus in unserem Steuerparadies fahrlässig oder vorsätzlich verzichtet. Da kämen astronomische Summen zusammen, nämlich größenordnungsmäßig 150 bis 200 Mrd. € jährlich!
widderfru 06.10.2016
5. Das eigentlich erschreckende ist--niemand wird zur Verantwortung gezogen
Jeder Arbeitnehmer erhält bei nachgewiesen Schaden für das Unternehmen die Kündigung, mindestens eine Abmahnung. Schuldige für Steuerverschwendung genießen einen Freibrief, so geht es seit Jahren, TOLL
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